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RUBENS 105

1. April 2006

Optimale Optionen

Ruhr-Uni siegt beim Wettbewerb „Schlüsselqualifikationen plus“



Mit ihrem „vorbildlichen Modell“, Schlüsselqualifikationen fachübergreifend zu vermitteln, gehört die Ruhr-Uni zu den Siegern des bundesweiten Wettbewerbs „Schlüsselqualifikationen plus“. Vier Hochschulen zeichneten der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und die Stiftung Mercator mit je 100.000 Euro aus. Die anderen Gewinner sind die International University Bremen, die Uni der Bundeswehr München und die Uni Witten/Herdecke. Insgesamt hatten sich 93 Hochschulen beworben.

„Erneut setzen wir mit dem Weg, den wir eingeschlagen haben, Maßstäbe für andere Universitäten“, sagte Rektor Prof. Gerhard Wagner, der das Bochumer Konzept bei der Wettbewerbsjury überzeugend präsentiert hatte. Verankert ist die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen im Optionalbereich der Ruhr-Uni: Studierende eignen sich hier außerfachliche Kompetenzen an, z. B. in den Bereichen Fremdsprachen, Informationstechnik und Präsentation/Moderation/Argumentation. Ursprünglich für das 2-Fach-Bachelor- und Masterprogramm konzipiert, ist das Modell inzwischen so erfolgreich, dass auch Fächer, die 1-Fach-Bachelor- und -Master-Studiengänge anbieten, dieses strukturierte Angebot in ihre Studiengänge integrieren.
Auf Einladung des Gemeinsamen Ausschusses für den Optionalbereich nahm Bettina Jorzik, (Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, Mitglied der Jury von „Schlüsselqualifikationen plus“) am 20. März an einer Ausschusssitzung teil. Sie erläuterte dort, warum die Ruhr-Uni als einzige große staatliche Universität zu den Gewinnerinnen gehört und wo ihre Stärken liegen. Ein absoluter Pluspunkt ist demnach die Institutionalisierung des Optionalbereiches an der Ruhr-Uni mit seiner funktionierenden Organisationsform: Studiendekan, Geschäftsstelle und Gemeinsamer Ausschuss, dem Vertreter der Fakultäten angehören. Zudem steht die gesamte Universität hinter dem Optionalbereich und der Vermittlung von Schlüsselqualifikationen. Hervorzuheben ist laut Jortzig weiterhin die enorme Breite des Angebots mit rund 250 Modulen für mehr als 7.500 Studierende.
Die zweistündige Sitzung wurde auch dazu genutzt, nach vorn zu blicken und konkret zu umreißen, für welche Zwecke das Preisgeld eingesetzt wird. Zum einen soll die Beratung weiter verbessert werden. Ziel ist eine umfassende Studien- und Karriereplanung für die Studierenden. Außerdem möchten Optionalbereich und Universität neue Lehrangebote initiieren – etwa in Form von Summer Schools und anderen Blockveranstaltungen, die zu einem engeren Kontakt von Studierenden und Dozenten führen.

Noch ein Preis

Der dritte Bereich, der optimiert werden soll, betrifft zugleich den einzigen Kritikpunkt, den Bettina Jorzik vorbrachte. Im Angebot des Optionalbereichs entdeckt sie zu viel „Handwerkszeug“. Als Beispiel nennt sie den reinen Erwerb einer Fremdsprache, ohne etwas über Kultur etc. des jeweiligen Landes zu erfahren. Insgesamt kommen ihr die geistigen und akademischen Komponenten etwas zu kurz. Vermittelt werden sie in Bochum im Bereich „Interdisziplinäre Studieneinheiten und/oder ergänzende Studieneinheiten anderer Fächer“. Dieser Bereich soll mit dem Preisgeld weiter ausgebaut und profiliert werden.
Bei der Ausschusssitzung machte der Studiendekan des Optionalbereichs, Prof. Manfred Tietz, deutlich, dass der erste Preis eine Bestätigung für die erfolgreiche Arbeit der Geschäftsstelle sowie des Gemeinsamen Ausschuss ist. Wie erfolgreich die Arbeit ist, zeigt ein anderes Beispiel: Etwa zeitgleich mit der Benachrichtigung über den Sieg bei „Schlüsselqualifikationen plus“ erhielt Tietz ein Schreiben der irischen Regierung. Sie stellt dem Optionalbereich 11.304 Euro zur Verfügung – als Belohnung für die Förderung der irischen (gälischen) Sprache.




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Letzte Änderung: 31.3.2006| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik