Guter Rat
Einzigartig
in Deutschland: Online-Beratung für Studium und
Beruf
Das entscheidende Plus bei der persönlichen
Studien- und Lebensplanung bietet die Ruhr-Uni ab April
2006 im Internet an: Dann startet ein „Online-Beratungstool“,
das an deutschen Unis einzigartig ist. Es geht weit
über eine reine Studien- oder Berufsberatung hinaus.
Studieninteressierte bekommen umfassende und maßgeschneiderte
Empfehlungen für ihre individuelle Karriere. Entwickelt
haben das Beratungstool Psychologen der Ruhr-Uni um
Prof. Heinrich Wottawa und die Firma eligo GmbH.
„Das neue Instrument ist die konsequente Weiterentwicklung
unseres bisherigen Beratungsangebots – von der
Studieneingangsberatung bis zur Berufsberatung für
Absolventen durch unseren Career Service“, sagt
Prof. Notburga Ott, Prorektorin für Lehre, Weiterbildung
und Medien. Das Beratungstool integriert alle Phasen
der eigenen Lebensplanung und stellt bereits frühzeitig
die Weichen in die richtige Richtung. In drei Stufen
hilft das Tool, die Fragen zu beantworten: Was will
ich werden? Mit welchem Studienfach kann ich meine Ziele
erreichen? Was kann ich konkret an der Uni Bochum studieren,
um diesen Weg einzuschlagen? So bekommen die Studieninteressierten
in den drei Modulen – mein Berufsweg, mein Studiengang,
meine Uni – mehr als eine maßgeschneiderte
Empfehlung für ein geeignetes Studium.
Mein Beruf, mein Studium, meine Uni
Das Tool bietet zudem eine fundierte Selbsteinschätzung
und berücksichtigt die persönliche Lebens-
und Berufsplanung. Das Ergebnis ist ein ausführliches
Gutachten: Es gibt Empfehlungen, ob man z. B. eher für
eine Fach- oder für eine Führungslaufbahn
geeignet ist, für Vertrieb oder Innendienst, ob
sich eher ein abhängiges Arbeitsverhältnis
oder die Selbstständigkeit empfiehlt. Das Gutachten
listet die Vor- und Nachteile verschiedener Alternativen
auf und gibt Antworten auf Fragen wie: Wo kann ich am
schnellsten Karriere machen? Wie kann ich meine kreative
Ader ausleben? Wo bleibt mir noch Zeit für ein
ausgefülltes Familienleben?
Um die langfristigen Ziele zu erreichen, ist die Wahl
des richtigen Studienfachs entscheidend. Kern des Beratungstools
ist daher eine konkrete Empfehlung: Anhand der persönlichen
Angaben der Studieninteressierten listet es die fünf
individuell am besten passenden Studiengänge und
die Besonderheiten dieser Studiengänge an der Ruhr-Uni
auf. An diesem Punkt des Tools sind 90 Interviews mit
Studierenden und Absolventen eines Studiengangs und
z. T. auch Videos abrufbar, in denen die Befragten über
ihre Erfahrungen mit dem Studium an der Ruhr-Uni berichten.
Zeit und Kosten sparen
Zum Abschluss haben die Interessierten die Möglichkeit,
sich insgesamt 21 Videos zu verschiedenen Angeboten
und Einrichtungen der Ruhr-Uni anzusehen – z.
B. das deutschlandweit einzigartige Musische Zentrum,
erfolgreiche Spin Offs oder das Modell der gestuften
Lehrerausbildung. „So wird die Uni auch von zu
Hause aus erlebbar“, sagt Entwickler Prof. Wottawa,
„und das neue Tool baut frühzeitig Berührungsängste
ab.“
Im Beratungstool stecken viel Know-how und ein erheblicher
Entwicklungsaufwand: Knapp 1.000 eingeschriebene Studierende
haben seit Dezember aktiv daran teilgenommen. „Nur
so war es möglich, ausreichend viele Daten zu erfassen,
die Testverfahren zu normieren und die Angaben empirisch
zu überprüfen“, so Wottawa. „Dabei
waren sowohl die Studierenden als auch die Fakultäten
und Einrichtungen der Ruhr-Uni sehr engagiert und sehr
kooperationsbereit.“ Das Know-how haben Wottawa
und seine Mitarbeiter aus mehreren Projekten mit renommierten
Unternehmen: So nutzen u. a. RWE, der Deutsche Post-Konzern
und die Allianz internetgestützte Bewerbertests
und Karrieretools für ihre Mitarbeiter, die in
Bochum entwickelt wurden. Die Arbeitseinheit für
Methodenlehre, Diagnostik und Evaluation an der Fakultät
für Psychologie ist deutschlandweit führend
auf diesem Gebiet.
„Ein solches Tool nun auch für zukünftige
Studierende zu konzipieren, war naheliegend“,
erklärt Wottawa. Schließlich wüssten
viele junge Menschen zu wenig über ihre persönlichen
Stärken und Schwächen, orientierten sie sich
bei der Wahl einer Hochschule oft an „Zufälligkeiten“
und anderen Kriterien als am – ungefähr –
individuell passenden beruflichen Lebensweg. „Die
negativen Folgen, zum Beispiel Zeitverlust und hohe
Kosten, werden für die Studierenden umso größer,
je mehr neue Studiengänge entstehen und je mehr
sich die Hochschulen auf dem Markt diversifizieren“,
sagt Prof. Wottawa. Das neue Bochumer Beratungstool
sei daher eine wertvolle Hilfe, teure Fehlentscheidungen
zu verhindern und frühzeitig den richtigen Weg
zu wählen.
Infos: www.rub.de/beratungstool
jw
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