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RUBENS 105

1. April 2006


Persönliches


Leute an der Ruhr-Uni



Neu ernannt
Zum Sommersemester 2006 nahm Prof. Nils Metzler-Nolte den Ruf auf den Lehrstuhl für Anorganische Chemie I an. „Unsere Gruppe arbeitet interdisziplinär an der Schnittfläche zwischen Chemie, Biologie und Biomedizin“, erklärt er. Metzler-Nolte wurde 1967 in Hamburg geboren. 1986 begann er das Chemie-Studium an der Uni Hamburg, das er in Freiburg und München fortsetzte und 1991 abschloss. Nach der Promotion 1994 folgte ein Postdoc-Aufenthalt in Oxford. Ab 1996 war er Nachwuchsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Strahlenchemie in Mülheim (heute: MPI für Bioanorganische Chemie). Metzler-Nolte hielt zu dieser Zeit regelmäßig Vorlesungen und Seminare an der Ruhr-Uni; er habilitierte sich 2000 für das Fach Anorganische Chemie, bevor er im Herbst 2000 an die Uni Heidelberg ging, wo er bis zu seinem Ruf nach Bochum blieb.

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Seit Januar 2006 besetzt Prof. Adrian Immenhauser den Lehrstuhl für Sediment- und Isotopengeologie, wo er verschiedene Schwerpunkte in der Grundlagen- und in der angewandten Forschung setzen möchte. Geplant sind u.a. Feldversuche im Mittleren Osten, in der Schweiz, in Spanien und Griechenland. Immenhauser (1965 in Alamogordo, USA, geboren) studierte ab 1988 Geologie in Bern, wo er 1995 promoviert wurde. Nach einem weiteren Jahr in Bern wechselte er 1996 an die Uni Amsterdam, wo er bis zu seinem Ruf nach Bochum zunächst als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und später als Professor tätig war. Für seine exzellente Lehre wurde er sowohl von den Studierenden (2000) als auch von der Universität (2004) ausgezeichnet.

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Seit Januar 2006 leitet Prof. Nicole Frankenberg-Dinkel die Arbeitsgruppe Physiologie der Mikroorganismen (Lehrstuhl Biologie der Mikroorganismen). Im Mittelpunkt ihrer Forschung steht u.a. der Photorezeptor Phytochrom, dessen Funktion sie im Bodenbakterium Pseudomonas aeruginosa untersucht. Frankenberg-Dinkel studierte ab 1990 Biologie in Regensburg. Von August 1993 bis Juni 1994 war sie Studentin an der University of Colorado. Unmittelbar nach Erwerb des Diploms (1996) ging sie nach Marburg und kam nach dem Umzug der Arbeitsgruppe, zu der sie gehörte, an die Uni Freiburg. Dort wurde sie 1999 promoviert. Die folgenden dreieinhalb Jahre verbrachte Frankenberg-Dinkel als Post-Doc an der University of California at Davis. Ab 2003 leitete sie im Rahmen des Emmy-Noether-Programms der DFG eine Nachwuchsgruppe an der TU Braunschweig. Hier habilitierte sie sich (2005), bevor sie den Ruf nach Bochum annahm.

Rufe
Prof. Bardo Herzig (Pädagogik) hat einen Ruf auf eine Professur für „Allgemeine Didaktik und Schulpädagogik unter Berücksichtigung der Medienpädagogik“ an der Uni Paderborn erhalten.

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Prof. Georg Borges
(Jura) hat einen Ruf auf eine Professur für „Bürgerliches Recht, Rechtsvergleichung und Rechtsharmonisierung im Ostseeraum“ an der Uni Greifswald erhalten.

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Juniorprofessorin Dr. Saskia Handro
(Geschichtswissenschaft) hat einen Ruf auf eine Professur für „Didaktik der Geschichte“ an der Uni Duisburg-Essen erhalten.

Ehre & Ämter
PD Dr.-Ing. Michael Kasperski (Bauingenieurwesen) wurde im Januar der Titel „BIT – Part Time Professor“ des Beijing Institute of Technology (Peking) verliehen.

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Der Bochumer Physiker Prof. Padma Kant Shukla erhält 2006 den Gay-Lussac-Humboldt-Preis (22.000 Euro). Das französische Ministerium für Bildung und Forschung ehrt Shukla damit für seine Verdienste um die deutsch-französische Kooperation in der Wissenschaft.

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Am 21. April wird Dr. Ulrich Middelmann, Stellv. Vorstandsvorsitzender der Thyssen Krupp AG, Ehrendoktor der Fakultät für Maschinenbau.

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Seit dem WS 05/06 verstärkt der Diplompsychologe Christoph Koban das Team der Suchtkrankenhelfer der Ruhr-Uni. Der Psychologische Psychotherapeut ist seit 2004 Supervisor im weiterbildenden Studiengang Psychotherapie der Ruhr-Uni, zudem ist er dort als Dozent tätig.

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Die Innenminister des Bundes und der Länder haben Prof. Thomas Feltes (Lehrstuhl für Kriminologie und Polizeiwissenschaft) in den Gründungssenat der geplanten Deutschen Polizeihochschule in Münster berufen.

Nachrufe
Die Ruhr-Uni trauert um Prof. Werner Schreyer. Der Mineraloge starb am 12. Februar. 2002 erhielt er die weltweit höchste Auszeichnung für Mineralogen, die Roebling-Medaille der Mineralogical Society of America. Schreyers Arbeiten haben oft neue Forschungsfelder eröffnet oder existierenden Ansätzen eine neue Richtung gegeben. Die Verbindung von Beobachtung am natürlichen Gestein und Mineral mit Schlüsselexperimenten im Hochdrucklabor führte zum Durchbruch beim Verständnis der Höchstdruckmetamorphose und Subduktions-Dynamik. Unter Schreyers Leitung baute das Institut für Mineralogie der Ruhr-Uni systematische Mineral- und Gesteinssammlungen sowie Hoch- und Höchstdrucklabors auf, die Bochum zu einem international führenden Standort für Hochdruckforschung in den Geowissenschaften machten.
Werner Schreyer (1930 in Nürnberg geboren) studierte in Erlangen und München Geologie. 1966 kam er an die Ruhr-Uni und hatte bis 1996 den Lehrstuhl für Petrologie inne.

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Die Ruhr-Uni trauert um Prof. Eduard Perings: Der ehemalige Chefarzt des St. Josef-Hospitals Bochum-Linden starb am 1. Februar. Perings (1930 in Oberhausen geboren) war von 1981 bis 1989 Prorektor für Forschung und zugleich der erste Professor der klinischen Medizin, der dem Rektorat angehörte. Trotz seiner Aufgabe als Klinikdirektor nahm er nach zweimaliger Wiederwahl sein Prorektorenamt länger wahr als je ein anderer Wissenschaftler der Ruhr-Uni.
Sein Einsatz trug entscheidend dazu bei, dass die Uni einen Spitzenplatz in der Zuweisung von Sonderforschungsbereichen erreichte und ihren internationalen Ruf festigte. Perings ging es zugleich darum, die Ruhr-Uni in ihrer Heimatstadt zu verankern, wofür ihm der Ehrenring der Stadt Bochum verliehen wurde.

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Die Ruhr-Uni trauert um Prof. Hans Dobbertin. Er starb nach langer Krankheit am 2. Februar. Dobbertin war Gründungsdirektor des Horst-Görtz-Instituts für IT-Sicherheit der Ruhr-Uni, eines der größten europäischen Institute im Bereich Kryptographie und Datensicherheit. Er erlangte Weltruhm als Kryptograph durch seine Arbeiten über Angriffe auf Hash-Funktionen.
Hans Dobbertin wurde 1952 in Herkensen geboren. Er promovierte 1983. Nach seiner Habilitation in Hannover (1986) wechselte er zum Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. In den 90er-Jahren entwickelte er u.a. neue Werkzeuge und Methoden, um Hash-Funktionen der MD4-Familie zu brechen. Dobbertin kam 2001 an die Ruhr-Uni, wo er auch Datenschutzbeauftragter war.

md/ad/jw/Milena Kreft
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Letzte Änderung: 31.3.2006| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik