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RUBENS 104

1. Februar 2006


„Ein echtes Sahnestück“



Neue Holzbearbeitungsmaschine für die Schreinerei der Biologen




Die Schreinerei der Biologen hat eine neue Holzbearbeitungsmaschine bekommen. Das 7,5 Tonnen schwere Wunderwerk der Technik bringt Schreinermeister und Dekan ins Schwärmen. Fast vergessen sind da die Mühen, die diese Anschaffung kostete: Eine Wand musste raus, Fußboden und Elektrik der Schreinerei wurden erneuert.


Eine Menge Steine musste er aus dem Weg räumen, doch nun ist es geschafft: Prof. Thomas Stützel, Dekan der Fakultät für Biologie, konnte Mitte Dezember in der hauseigenen Schreinerei das neue Holzbearbeitungszentrum einweihen. Der Weg dahin war, wie gesagt, ziemlich steinig, denn der 7,5 Tonnen-Koloss passte mit einer Länge von 7 Metern und einer Breite von 2,30 Metern durch keine Tür. „Wir mussten eine komplette Wand der Werkstatt einreißen und hinterher wieder hochziehen, um die Maschine an ihren Platz zu bringen“, sagt Stützel, der noch Glück hatte, dass sich die Schreinerei im Erdgeschoss des ND-Gebäudes befindet. Auch der Fußboden der Werkstatt musste rausgerissen und durch verstärkten Estrich ersetzt werden, sonst wäre das Prachtstück nach einiger Zeit möglicherweise ein Stockwerk tiefer gelandet. Ganz zu schweigen von der Elektrik, die im ganzen Raum erneuert werden musste.

Sägen, bohren, kleben

Der Trubel hat sich jedoch gelohnt, da sind sich Dekan und Werkstattleiter Hans-Dieter Knoop einig. „Die neue Maschine ist ein echtes Sahnestück. Sie sägt, bohrt, beklebt Kanten, und vereint so mehrere einzelne Maschinen in einer. Das ermöglicht uns, sehr viel schneller und effizienter zu arbeiten als vorher“, schwärmt Schreinermeister Karl-Heinz Sandermann, der sich auf Messen und bei Firmen intensiv informiert hat, bevor seine Wahl auf ein Modell der deutschen Firma Homag fiel.
Für die Biologen ist die hohe Flexibilität der Schreinerei von unschätzbarem Wert, da sie für ihre Forschung teilweise innerhalb kürzester Zeit neue oder veränderte Versuchsaufbauten brauchen. „Würden wir die Aufträge an externe Firmen vergeben, müssten wir viel länger auf die Sachen warten. dadurch ergäben sich bei einigen Experimenten echte Probleme“, erklärt Stützel. Neben der Schreinerei befindet sich im Gebäude ND auch eine Metall- und Kunststoffwerkstatt sowie eine Elektrik-Abteilung. Die Glasbläserei der benachbarten Chemie-Fakultät hilft, wenn Glaskolben, Pipetten oder ähnliches benötigt werden.
Eine kleine Demonstration seiner neuen Wundermaschine gab Schreinermeister Sandermann dem staunenden Publikum bei der Einweihungsfeier. Innerhalb weniger Minuten schreinerte er einen kompletten Schrank, denn auch für die Büromöbel der Fakultät ist er zuständig. Früher hätte er dafür nach eigenen Angaben mehrere Stunden benötigt.

Zusätzlicher Mitarbeiter

Auch wenn das Holzbearbeitungszentrum viel Arbeitszeit einspart, muss in der Werkstatt niemand um seinen Job fürchten. Im Gegenteil, um in Zukunft möglichst viele Aufträge bearbeiten zu können, wird die Schreinerei von einem auf zwei Mitarbeiter aufgestockt. „Wir wollen jetzt auch Aufträge anderer Fakultäten bearbeiten. Nur so rentiert sich die Maschine für uns“, sagt Stützel. 250.000 Euro hat sie gekostet, ein stattlicher Betrag in Zeiten knapper Haushalte, der nur durch hausinterne Kredite aufgebracht werden konnte. Realisiert werden konnte das Vorhaben nur dank der ungewöhnlich guten Zusammenarbeit von Fakultät, Verwaltung und Bau- und Liegenschaftsbetrieb, erklärt der Dekan. „Alle haben an einem Strang gezogen, um das Projekt zu verwirklichen. So etwas erlebt man heute nicht mehr häufig, und deshalb freut es mich besonders.“

Kontakt: Schreinermeister Karl-Heinz Sandermann, Tel.: 0234/ 32-24562; Werkstattleiter Hans-Dieter Knoop, Tel.: 0234/ 32-24550


Raffaela Römer
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Letzte Änderung: 31.1.2006| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik