Sanierung rückt
näher
Standortentwicklungsplan
wurde verabschiedet
Die Grundsanierung der Ruhr-Uni rückt
näher: Der Lenkungsausschuss Campussanierung hat
im Januar den Standortentwicklungsplan der Ruhr-Uni
verabschiedet. Der Plan ist ein Gemeinschaftswerk der
Ruhr-Uni und des Bau- und Liegenschaftsbetriebes NRW
(BLB).
Der Plan beinhaltet ein Konzept für die schrittweise
Grundsanierung des Hochschulstandortes – unter
Berücksichtigung der prognostizierten Flächenbedarfe
der einzelnen Fachbereiche. Ziel ist es, neben dem wirtschaftlichen
Bauablauf einen störungsfreien Hochschulbetrieb
sicherzustellen. Gleichzeitig soll die Uni mit der Sanierung
baulich fit sein für die Lehre und Forschung der
Zukunft.
Nach dem Standortentwicklungsplan wird die Ruhr-Uni
in den nächsten 13 Jahren komplett saniert. Rektor
Prof. Gerhard Wagner zeigte sich erfreut: „Damit
ist ein wesentliches Signal für die Zukunft der
Ruhr-Uni auf freie Fahrt gestellt worden.“ Wie
Kanzler Gerhard Möller betonte, ist zwar damit
noch nicht über die Finanzierung der Maßnahme
entschieden worden: „Wir haben aber die berechtigte
Hoffnung, dass sich die politisch Verantwortlichen diesem
Votum anschließen werden.“ Der Plan sieht
u. a. vor, dass in der I-Reihe ein weiteres Gebäude
„ID“ entsteht. Das ermöglicht, ein
anderes Gebäude komplett frei zu ziehen, es zu
entkernen und neu auf- und auszubauen. Nach diesem Prinzip
soll Gebäude für Gebäude grundsaniert
werden.
Die Kosten für das neue Gebäude werden auf
ca. 80 Mio. Euro geschätzt. Ferdinand Tiggemann,
Geschäftsführer des BLB, sagte Mitte Januar
einen wesentlichen Teil der Finanzierung aus BLB-Mitteln
zu. Im Rahmen eines Mietmodells zahlt die Ruhr-Uni derzeit
jährlich rund 48 Mio. Euro Miete an den BLB. Durch
die Optimierung der Flächennutzung reduziert sich
nach der kompletten Sanierung die gesamte Nutzfläche
der Ruhr-Uni – u. a. durch die Aufgabe der Außenliegenschaften
– um etwa 10 Prozent.
Dem Lenkungsausschuss gehören Vertreter aus dem
NRW-Finanzministerium, dem Innovations- und Wissenschaftsministerium,
dem BLB sowie der Ruhr-Uni an. Alle betonten übereinstimmend
die Güte der Bochumer Planungen. Insbesondere die
Modularität des Konzeptes hat dem Lenkungsausschuss
gefallen. In spätestens zwei Monaten wird die Ruhr-Uni
einen Raumplan für „ID“ vorlegen. Parallel
will der BLB Pläne für das neu zu bauende
Gebäude in Auftrag geben. Die Beteiligten streben
an, die Maßnahmen im Jahr 2007 zu beginnen.
Moderne Campussportanlage
Derweil ist ein Teil der Campussanierung in vollem
Gange: Vor allem das Mensagebäude nimmt Konturen
an, die Eröffnung der Mensa ist auf den 10. April
festgelegt. Die unterste Etage des Gebäudes ist
schon komplett fertig. Innerhalb weniger Monate wurde
die alte Kurzzeitsportanlage komplett modernisiert und
am 11. Januar als Campussportanlage, kurz CASPO, wiedereröffnet.
Sie ist nun laut Marianne Bäcker das „Sahnestück“
unter den Sportanlagen der Sportwissenschaft. „Das
bringt uns eine funktionelle Verbesserung für die
Lehre“, sagt die Leiterin des Arbeitsbereichs
Sportarten.
Doch nicht nur in der sportwissenschaftlichen Ausbildung
spielt die Anlage eine zentrale Rolle: Studierende aller
Fakultäten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der
Ruhr-Uni profitieren von der Sanierung. Ihnen steht
die Campussportanlage während der Woche ab 17 h
für den Hochschulsport zur Verfügung. Die
Anlage besteht aus zwei großen Hallen. Eine ist
speziell für Rückschlagspiele konzipiert (z.
B. Badminton, Volleyball). Sie lässt sich bei Bedarf
teilen, auf Knopfdruck fährt eine Wand herunter
und trennt den Raum.
jk/jw
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