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RUBENS 104

1. Februar 2006

Sanierung rückt näher

Standortentwicklungsplan wurde verabschiedet

 

Die Grundsanierung der Ruhr-Uni rückt näher: Der Lenkungsausschuss Campussanierung hat im Januar den Standortentwicklungsplan der Ruhr-Uni verabschiedet. Der Plan ist ein Gemeinschaftswerk der Ruhr-Uni und des Bau- und Liegenschaftsbetriebes NRW (BLB).

Der Plan beinhaltet ein Konzept für die schrittweise Grundsanierung des Hochschulstandortes – unter Berücksichtigung der prognostizierten Flächenbedarfe der einzelnen Fachbereiche. Ziel ist es, neben dem wirtschaftlichen Bauablauf einen störungsfreien Hochschulbetrieb sicherzustellen. Gleichzeitig soll die Uni mit der Sanierung baulich fit sein für die Lehre und Forschung der Zukunft.
Nach dem Standortentwicklungsplan wird die Ruhr-Uni in den nächsten 13 Jahren komplett saniert. Rektor Prof. Gerhard Wagner zeigte sich erfreut: „Damit ist ein wesentliches Signal für die Zukunft der Ruhr-Uni auf freie Fahrt gestellt worden.“ Wie Kanzler Gerhard Möller betonte, ist zwar damit noch nicht über die Finanzierung der Maßnahme entschieden worden: „Wir haben aber die berechtigte Hoffnung, dass sich die politisch Verantwortlichen diesem Votum anschließen werden.“ Der Plan sieht u. a. vor, dass in der I-Reihe ein weiteres Gebäude „ID“ entsteht. Das ermöglicht, ein anderes Gebäude komplett frei zu ziehen, es zu entkernen und neu auf- und auszubauen. Nach diesem Prinzip soll Gebäude für Gebäude grundsaniert werden.
Die Kosten für das neue Gebäude werden auf ca. 80 Mio. Euro geschätzt. Ferdinand Tiggemann, Geschäftsführer des BLB, sagte Mitte Januar einen wesentlichen Teil der Finanzierung aus BLB-Mitteln zu. Im Rahmen eines Mietmodells zahlt die Ruhr-Uni derzeit jährlich rund 48 Mio. Euro Miete an den BLB. Durch die Optimierung der Flächennutzung reduziert sich nach der kompletten Sanierung die gesamte Nutzfläche der Ruhr-Uni – u. a. durch die Aufgabe der Außenliegenschaften – um etwa 10 Prozent.
Dem Lenkungsausschuss gehören Vertreter aus dem NRW-Finanzministerium, dem Innovations- und Wissenschaftsministerium, dem BLB sowie der Ruhr-Uni an. Alle betonten übereinstimmend die Güte der Bochumer Planungen. Insbesondere die Modularität des Konzeptes hat dem Lenkungsausschuss gefallen. In spätestens zwei Monaten wird die Ruhr-Uni einen Raumplan für „ID“ vorlegen. Parallel will der BLB Pläne für das neu zu bauende Gebäude in Auftrag geben. Die Beteiligten streben an, die Maßnahmen im Jahr 2007 zu beginnen.

Moderne Campussportanlage

Derweil ist ein Teil der Campussanierung in vollem Gange: Vor allem das Mensagebäude nimmt Konturen an, die Eröffnung der Mensa ist auf den 10. April festgelegt. Die unterste Etage des Gebäudes ist schon komplett fertig. Innerhalb weniger Monate wurde die alte Kurzzeitsportanlage komplett modernisiert und am 11. Januar als Campussportanlage, kurz CASPO, wiedereröffnet. Sie ist nun laut Marianne Bäcker das „Sahnestück“ unter den Sportanlagen der Sportwissenschaft. „Das bringt uns eine funktionelle Verbesserung für die Lehre“, sagt die Leiterin des Arbeitsbereichs Sportarten.
Doch nicht nur in der sportwissenschaftlichen Ausbildung spielt die Anlage eine zentrale Rolle: Studierende aller Fakultäten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ruhr-Uni profitieren von der Sanierung. Ihnen steht die Campussportanlage während der Woche ab 17 h für den Hochschulsport zur Verfügung. Die Anlage besteht aus zwei großen Hallen. Eine ist speziell für Rückschlagspiele konzipiert (z. B. Badminton, Volleyball). Sie lässt sich bei Bedarf teilen, auf Knopfdruck fährt eine Wand herunter und trennt den Raum.



jk/jw
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Letzte Änderung: 31.1.2006| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik