4 Stücke
Theater im Februar
Auch im Februar erwarten die Theaterhungrigen neue Aufführungen
auf der Studiobühne des Musischen Zentrums. Los
geht’s mit der Semesterproduktion der Studiobühne:
„Sommergäste“ von
Maxim Gorki (4.-6.2., je 19.30 h, Eintritt frei). Im
Ferienhaus des Rechtsanwalts Basow treffen sich alljährlich
u.a. ein zynischer Ingenieur und seine lebenslustige
Gattin, ein ausgelaugter Arzt und seine willige Frau
sowie ein ausgedienter Unternehmer, eine schwärmerische
Literatin, eine resolute Ärztin und ein beliebter
Schriftsteller.
Die Gäste reden über Kunst und Literatur,
über Sinn und Sinnlosigkeit des Lebens, über
Erinnerungen und Alltägliches. Sie sind gebildet
und gut situiert. Es fehlt ihnen an nichts, und doch
keimt in allen eine Sehnsucht nach einem anderen, besseren
Leben auf. Sie träumen von der großen Liebe
oder wünschen sich zumindest eine Sommerromanze.
Manche sind sich und der anderen überdrüssig
geworden und artikulieren ihr Unwohlsein. Langsam beginnt
es in der illustren Gesellschaft zu brodeln.
Im Ensemble der Studiobühne spielen 17 Studierende
und Mitarbeiter/innen aus allen Fachbereichen der Ruhr-Uni
unter Leitung von Karin Freymeyer.
Ebenfalls von der Studiobühne kommt das Lesetheater
„Druckfrisch“ (7.2., 19.30
h). Lesetheater hat an der Studiobühne eine lange
Tradition, es wird seit ihrer Gründung (1971) angeboten.
Ohne großen Aufwand kann eine szenische Lesung
zu einem dichten Theaterabend werden. Die Studiobühne
nennt ihr Lesetheater „Druckfrisch“, da
sie stets neue, unbekannte Theatertexte vorstellt.
Ein paar Tage später spielt Donata Grodon den Monolog
„Die geliebte Stimme“ von
Jean Cocteau (10./11.2., je 19.30 h). Eine verlassene
Frau führt das letzte Gespräch mit dem ehemaligen
Geliebten. Sie ist angewiesen auf ein „Ding“,
das Telefon, das für die Behandlung von Herzensangelegenheiten
ungeeignet ist. Cocteau (geboren 1889) setzte den Telefonapparat
als einen der Hauptakteure ein – in einer Zeit,
wo er noch nicht selbstverständlich war.
Den Abschluss des Semesters bilden wie im letzten Jahr
die "Vagina Monologe“ von
Eve Ensler (Regie: Linda Wotzlaw). Sie beruhen auf Interviews
zur weiblichen Vagina. Die Frauen (von Studentinnen
der Ruhr-Uni gespielt) werden deutlich. Ihre Berichte
erzählen von weiblicher Selbstfindung und sexueller
Erfüllung, aber auch von Gewalt und Unterdrückung.
Gespielt wird im Bochumer Lokal Freibad (Clemensstraße
2, 14.2., 19 h) und im Audimax-Saal (25.2., 19.30 h,
26.2., 14 & 19.30 h).
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