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RUBENS 104

1. Februar 2006


4 Stücke



Theater im Februar


Auch im Februar erwarten die Theaterhungrigen neue Aufführungen auf der Studiobühne des Musischen Zentrums. Los geht’s mit der Semesterproduktion der Studiobühne: „Sommergäste“ von Maxim Gorki (4.-6.2., je 19.30 h, Eintritt frei). Im Ferienhaus des Rechtsanwalts Basow treffen sich alljährlich u.a. ein zynischer Ingenieur und seine lebenslustige Gattin, ein ausgelaugter Arzt und seine willige Frau sowie ein ausgedienter Unternehmer, eine schwärmerische Literatin, eine resolute Ärztin und ein beliebter Schriftsteller.
Die Gäste reden über Kunst und Literatur, über Sinn und Sinnlosigkeit des Lebens, über Erinnerungen und Alltägliches. Sie sind gebildet und gut situiert. Es fehlt ihnen an nichts, und doch keimt in allen eine Sehnsucht nach einem anderen, besseren Leben auf. Sie träumen von der großen Liebe oder wünschen sich zumindest eine Sommerromanze. Manche sind sich und der anderen überdrüssig geworden und artikulieren ihr Unwohlsein. Langsam beginnt es in der illustren Gesellschaft zu brodeln.
Im Ensemble der Studiobühne spielen 17 Studierende und Mitarbeiter/innen aus allen Fachbereichen der Ruhr-Uni unter Leitung von Karin Freymeyer.
Ebenfalls von der Studiobühne kommt das Lesetheater „Druckfrisch“ (7.2., 19.30 h). Lesetheater hat an der Studiobühne eine lange Tradition, es wird seit ihrer Gründung (1971) angeboten. Ohne großen Aufwand kann eine szenische Lesung zu einem dichten Theaterabend werden. Die Studiobühne nennt ihr Lesetheater „Druckfrisch“, da sie stets neue, unbekannte Theatertexte vorstellt.
Ein paar Tage später spielt Donata Grodon den Monolog „Die geliebte Stimme“ von Jean Cocteau (10./11.2., je 19.30 h). Eine verlassene Frau führt das letzte Gespräch mit dem ehemaligen Geliebten. Sie ist angewiesen auf ein „Ding“, das Telefon, das für die Behandlung von Herzensangelegenheiten ungeeignet ist. Cocteau (geboren 1889) setzte den Telefonapparat als einen der Hauptakteure ein – in einer Zeit, wo er noch nicht selbstverständlich war.
Den Abschluss des Semesters bilden wie im letzten Jahr die "Vagina Monologe“ von Eve Ensler (Regie: Linda Wotzlaw). Sie beruhen auf Interviews zur weiblichen Vagina. Die Frauen (von Studentinnen der Ruhr-Uni gespielt) werden deutlich. Ihre Berichte erzählen von weiblicher Selbstfindung und sexueller Erfüllung, aber auch von Gewalt und Unterdrückung. Gespielt wird im Bochumer Lokal Freibad (Clemensstraße 2, 14.2., 19 h) und im Audimax-Saal (25.2., 19.30 h, 26.2., 14 & 19.30 h).

 


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Letzte Änderung: 31.1.2006| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik