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RUBENS 103

2. Januar 2006


Neue Nähe


Das New-York-Büro der Revierunis geht ins zweite Jahr


Ein Netzwerk mit 520 Kontaktpunkten in den gesamten USA haben die Mitarbeiter/innen des New-York-Büros der drei Revierunis geknüpft – in einem einzigen Jahr. Dagegen halten sich die Anfragen von Bochumer Studierenden und Forschern noch in Grenzen. Doch das sollte sich bald ändern, schließlich hat ConRuhr, so der offizielle Name des im November 2004 eröffneten Büros, allerhand zu bieten: in erster Linie natürlich Kontakte in die USA.

Mitte Dezember 2005 berichtete der Leiter des Verbindungsbüros im Senat der Ruhr-Uni über die ersten zwölf Monate in den USA. Prof. Rolf Kinne, früherer Direktor des Dortmunder Max-Planck-Instituts, erläuterte dabei auch die drei wesentlichen Ziele des Büros. Zum einen soll der Austausch von Studierenden und Forschern zwischen den drei Ruhrgebietsuniversitäten (Bochum, Dortmund, Duisburg-Essen) und US-Universitäten erhöht und vereinfacht werden. Zu diesem Zweck schalten Prof. Kinne und seine Stellvertreterin, die amerikanische Sozialpsychologin Dr. LeeAnn Renninger, regelmäßig Anzeigen in einschlägigen US-Magazinen (auch online), um beispielsweise über Bochumer Programme zu berichten.
Darüber hinaus besuchen sie Wissenschaftsmessen sowie amerikanische Unis und Forschungsinstitute, allein im letzten halben Jahr waren es 42 Unis. Darunter befand sich zuletzt auch die University of Pennsylvania. Hier machten Kinne und Renninger ganz konkret Werbung für die International Graduate School of Neuroscience und die Graduate School of Chemistry and Biochemistry, die beide an der Ruhr-Uni ansässig sind und die wegen ihrer internationalen Ausrichtung für amerikanische Studierende sehr attraktiv sind. Nebenprodukt der Besuche in den US-Unis ist der persönliche Kontakt zu den dort Verantwortlichen. Daraus können neue Partnerschaften entstehen, die es Bochumer Studierenden vereinfachen würden, in den USA zu studieren.

Unbekanntes Terrain

Das zweite Ziel von ConRuhr ist das Knüpfen von Netzwerken zwischen Ruhrgebiets- und amerikanischen Akademikern. Unter anderem können Prof. Kinne und Dr. Renninger Bochumer Professoren beim Organisieren von Treffen, Events, Diskussionen oder Konferenzen in den USA helfen. Im September wurden auf diese Weise Professoren aus Duisburg-Essen und New York zusammengebracht. In dem Gebäude, wo das Verbindungsbüro untergebracht ist, gibt es vier große Konferenz- bzw. Hörsäle. „Diese Räume können wir auch jederzeit Bochumer Professorinnen und Professoren zur Verfügung stellen, wenn sie sich beispielsweise mit US-Kollegen treffen möchten”, betont LeeAnn Renninger.
Das dritte wesentliche Ziel betrifft das Ruhrgebiet als solches. ConRuhr möchte es als einen Ort von exzellenter Forschung und Lehre darstellen. „Das Ruhrgebiet ist bisher relativ unbekannt in den USA. Wenn überhaupt, gilt es als Beispiel für erfolgreichen Wandel vom Industriegebiet in eine moderne Technologieregion”, erläutert Prof. Kinne. „Natürlich spielen bei Fußballbegeisterten auch einzelne Städte eine Rolle und last but not least Verwandtschaft und Herkunft aus der Region. Es muss jedoch auch vermittelt werden, dass sich das Ruhrgebiet nicht nur durch seine Dichte an Forschungsinstitutionen und Universitäten auszeichnet, sondern auch durch seine kulturelle Dichte”, fährt er fort.
Dafür bleibt Kinne und Renninger noch viel Zeit, denn wie gesagt: Es ist gerade mal gut ein Jahr vergangen, dass das Verbindungsbüro Ruhrgebiet/New York ins United Nations Plaza gezogen ist. Und einen Erfolg ganz anderer Art hat ConRuhr in den Augen von Rolf Kinne ohnehin schon erzielt: „In dem gemeinsamen Ziel, das Ruhrgebiet besser zu präsentieren, sind die Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen näher zusammengerückt.”

Infos & Kontakt: www.con-ruhr.org, office@conruhr.org

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Letzte Änderung: 2.1.2006| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik