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RUBENS 103

2. Januar 2006


Leute an der Ruhr-Uni


Personalmeldungen




Neu ernannt
Seit Dezember 2005 besetzt Prof. Dr. Uta Wilkens den Lehrstuhl Arbeitsmanagement und Personal am Institut für Arbeitswissenschaft der Ruhr-Uni. Zu ihren Arbeits- und Forschungsschwerpunkte zählen das Management von Wissensarbeitern, die Diagnostik und das Management von Kompetenzen, die Internationalisierung kleiner und mittlerer Unternehmen sowie die Strategieprozessforschung. Uta Wilkens (geboren 1967) studierte ab 1987 Wirtschaftspädagogik in Göttingen, ab 1989 Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspädagogik in Berlin (FU). Mit zwei Diplomabschlüssen in der Tasche – Diplom-Kauffrau (1992) und Diplom-Handelslehrerin (1994) – zog es sie 1994 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an die TU Chemnitz. Dort erwarb sie 1998 ihren Doktortitel, auch die Venia legendi für das Fach Betriebswirtschaftslehre wurde ihr dort verliehen (2004). In der Zwischenzeit (Herbst 2000) war sie als Dozentin am Japan Advanced Institute of Science and Technology tätig. Vor ihrem Ruf an die Ruhr-Uni hatte Uta Wilkens den Lehrstuhl für Allgemeine BWL, insbes. Personalmanagement und Organisation, an der Wissenschaftlichen Hochschule im badischen Lahr inne (Oktober 2004 bis November 2005). Für ihre neue Aufgabe am Institut für Arbeitswissenschaft (IAW) hat sie sich weitere Ziele gesteckt. So möchte Prof. Wilkens prozessbegleitende Forschungsprojekte zur Kompetenzentwicklung in Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft forcieren, Wirtschaftskooperationen des IAW weiter ausbauen und den Bereich der universitären Weiterbildung stärken.

Ehre
Die „Eugene Feenberg Memorial Medal 2005“ erhielt der Prof. em. Dr. Hermann Kümmel. In den mehr als 60 Jahren, in denen er sich der Physik widmet, hat er die Vielteilchenphysik entscheidend geprägt. Kümmel kam 1969 ans Bochumer Institut für Theoretische Physik und baute es zu einem der führenden Zentren in der Vielteilchen-Quantentheorie aus. Bei einer Konferenz für „Recent Progress in Many-Body Theories“ (5.-9.12.05 in Buenos Aires) wurde er gemeinsam mit Raymond Bishop (Uni Manchester) für die Entwicklung der Coupled-Cluster-Methode (einer Quanten-Vielteilchen-Theorie) und ihre Anwendung auf viele Probleme der Physik geehrt. Die Medaille erinnert an die Beiträge von Eugene Feenberg zur Vielteilchenphysik. Zwei der bisher neun Geehrten erhielten später den Nobelpreis.
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Für ihre herausragenden Dissertationen an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft haben Dr. Stephanie Freiwald und Dr. Marcus Bieker den Ernst-Zander-Preis 2005 erhalten. Er wurde Ende November auf der Absolventenfeier der Fakultät im Audimax verliehen: 101 Absolventen erhielten ihre Urkunden.
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Über eine Anschubfinanzierung von je 6.000 Euro können sich Wibke Bayer und Dr. Ida Haußleiter freuen: Sie wurden im Dezember bei der Forum-Tagung der Medizinischen Fakultät mit dem Förderpreis der Sophia & Fritz Heinemann Stiftung ausgezeichnet. Der Preis war 2005 für Themen der Tumorforschung ausgelobt worden.
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Das internationale H.E.S.S.-Experiment, an dem die Astronomen der Ruhr-Uni um Prof. Dr. Reinhard Schlickeiser beteiligt sind, gehörte zu den fünf Finalisten des Descartes Research Prize 2005 und erhält eine Förderung von 30.000 Euro. Der Preis wird von der EU an herausragende Europäische Forscherteams vergeben. Das H.E.S.S.-Team untersucht höchstenergetische Strahlung im Universum.

Nachrufe
Die Ruhr-Uni trauert um Prof. em. Dr.-Ing. Wolfgang Zerna und um Prof. Dr.-Ing. Heinz-Dieter Köpper, die beide viele Jahre lang an der Fakultät für Bauingenieurwesen tätig gewesen sind. Heinz-Dieter Köpper lehrte seit seiner Promotion in den 70er-Jahren u. a. als Honorarprofessor am Lehrstuhl und Institut für Stahlbeton- und Spannbetonbau, er starb am 4. September 2005. Wolfgang Zerna starb am 14. November 2005 im Alter von 89 Jahren. Er kam 1967 nach Bochum. Als Gründungssenator der Ruhr-Uni ab 1964 sowie als erster Direktor des Institutes für Konstruktiven Ingenieurbau (KIB) und als Inhaber des Lehrstuhls KIB I (Massivbau bzw. Stahlbeton- und Spannbetonbau) hat er den Grundstein für das Bochumer Bauingenieurwesen gelegt und die Fakultät maßgeblich aufgebaut und geprägt. Die „Zerna-Schule“ steht in der Fachwelt für Ingenieurfähigkeiten, die theoretisch fundiertes analytisches Denken mit pragmatischem Denken erfolgsgerichtet verbinden. Die klassischen Aufgabenfelder des Massivbaus hat Zerna insbesondere um den Energietechnischen Ingenieurbau bereichert: (Kern-)Kraftwerke, Großkühltürme, Spannbetondruckbehälter, Tragwerksdynamik für Extrem-Szenarien usw. Auch hat er in hervorragender Weise die Entwicklung moderner wissenschaftlicher Methoden im Bauingenieurwesen über Deutschland hinaus beeinflusst und so nicht nur zur Reputation der Fakultät, sondern auch der Ruhr-Universität, an der er 68-jährig emeritiert wurde, nachhaltig beigetragen.

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Letzte Änderung: 2.1.2006| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik