Leute an der Ruhr-Uni
Personalmeldungen
Neu ernannt
Seit Dezember 2005 besetzt Prof. Dr. Uta Wilkens
den Lehrstuhl Arbeitsmanagement und Personal am Institut
für Arbeitswissenschaft der Ruhr-Uni. Zu ihren
Arbeits- und Forschungsschwerpunkte zählen das
Management von Wissensarbeitern, die Diagnostik und
das Management von Kompetenzen, die Internationalisierung
kleiner und mittlerer Unternehmen sowie die Strategieprozessforschung.
Uta Wilkens (geboren 1967) studierte ab 1987 Wirtschaftspädagogik
in Göttingen, ab 1989 Betriebswirtschaftslehre
und Wirtschaftspädagogik in Berlin (FU). Mit zwei
Diplomabschlüssen in der Tasche – Diplom-Kauffrau
(1992) und Diplom-Handelslehrerin (1994) – zog
es sie 1994 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an die
TU Chemnitz. Dort erwarb sie 1998 ihren Doktortitel,
auch die Venia legendi für das Fach Betriebswirtschaftslehre
wurde ihr dort verliehen (2004). In der Zwischenzeit
(Herbst 2000) war sie als Dozentin am Japan Advanced
Institute of Science and Technology tätig. Vor
ihrem Ruf an die Ruhr-Uni hatte Uta Wilkens den Lehrstuhl
für Allgemeine BWL, insbes. Personalmanagement
und Organisation, an der Wissenschaftlichen Hochschule
im badischen Lahr inne (Oktober 2004 bis November 2005).
Für ihre neue Aufgabe am Institut für Arbeitswissenschaft
(IAW) hat sie sich weitere Ziele gesteckt. So möchte
Prof. Wilkens prozessbegleitende Forschungsprojekte
zur Kompetenzentwicklung in Zusammenarbeit mit der regionalen
Wirtschaft forcieren, Wirtschaftskooperationen des IAW
weiter ausbauen und den Bereich der universitären
Weiterbildung stärken.
Ehre
Die „Eugene Feenberg Memorial Medal 2005“
erhielt der Prof. em. Dr. Hermann Kümmel.
In den mehr als 60 Jahren, in denen er sich der Physik
widmet, hat er die Vielteilchenphysik entscheidend geprägt.
Kümmel kam 1969 ans Bochumer Institut für
Theoretische Physik und baute es zu einem der führenden
Zentren in der Vielteilchen-Quantentheorie aus. Bei
einer Konferenz für „Recent Progress in Many-Body
Theories“ (5.-9.12.05 in Buenos Aires) wurde er
gemeinsam mit Raymond Bishop (Uni Manchester) für
die Entwicklung der Coupled-Cluster-Methode (einer Quanten-Vielteilchen-Theorie)
und ihre Anwendung auf viele Probleme der Physik geehrt.
Die Medaille erinnert an die Beiträge von Eugene
Feenberg zur Vielteilchenphysik. Zwei der bisher neun
Geehrten erhielten später den Nobelpreis.
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Für ihre herausragenden Dissertationen an der Fakultät
für Wirtschaftswissenschaft haben Dr. Stephanie
Freiwald und Dr. Marcus Bieker den
Ernst-Zander-Preis 2005 erhalten. Er wurde Ende November
auf der Absolventenfeier der Fakultät im Audimax
verliehen: 101 Absolventen erhielten ihre Urkunden.
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Über eine Anschubfinanzierung von je 6.000 Euro
können sich Wibke Bayer und Dr.
Ida Haußleiter freuen: Sie wurden im
Dezember bei der Forum-Tagung der Medizinischen Fakultät
mit dem Förderpreis der Sophia & Fritz Heinemann
Stiftung ausgezeichnet. Der Preis war 2005 für
Themen der Tumorforschung ausgelobt worden.
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Das internationale H.E.S.S.-Experiment, an dem die Astronomen
der Ruhr-Uni um Prof. Dr. Reinhard Schlickeiser
beteiligt sind, gehörte zu den fünf Finalisten
des Descartes Research Prize 2005 und erhält eine
Förderung von 30.000 Euro. Der Preis wird von der
EU an herausragende Europäische Forscherteams vergeben.
Das H.E.S.S.-Team untersucht höchstenergetische
Strahlung im Universum.
Nachrufe
Die Ruhr-Uni trauert um Prof. em. Dr.-Ing. Wolfgang
Zerna und um Prof. Dr.-Ing. Heinz-Dieter
Köpper, die beide viele Jahre lang an
der Fakultät für Bauingenieurwesen tätig
gewesen sind. Heinz-Dieter Köpper lehrte seit seiner
Promotion in den 70er-Jahren u. a. als Honorarprofessor
am Lehrstuhl und Institut für Stahlbeton- und Spannbetonbau,
er starb am 4. September 2005. Wolfgang Zerna starb
am 14. November 2005 im Alter von 89 Jahren. Er kam
1967 nach Bochum. Als Gründungssenator der Ruhr-Uni
ab 1964 sowie als erster Direktor des Institutes für
Konstruktiven Ingenieurbau (KIB) und als Inhaber des
Lehrstuhls KIB I (Massivbau bzw. Stahlbeton- und Spannbetonbau)
hat er den Grundstein für das Bochumer Bauingenieurwesen
gelegt und die Fakultät maßgeblich aufgebaut
und geprägt. Die „Zerna-Schule“ steht
in der Fachwelt für Ingenieurfähigkeiten,
die theoretisch fundiertes analytisches Denken mit pragmatischem
Denken erfolgsgerichtet verbinden. Die klassischen Aufgabenfelder
des Massivbaus hat Zerna insbesondere um den Energietechnischen
Ingenieurbau bereichert: (Kern-)Kraftwerke, Großkühltürme,
Spannbetondruckbehälter, Tragwerksdynamik für
Extrem-Szenarien usw. Auch hat er in hervorragender
Weise die Entwicklung moderner wissenschaftlicher Methoden
im Bauingenieurwesen über Deutschland hinaus beeinflusst
und so nicht nur zur Reputation der Fakultät, sondern
auch der Ruhr-Universität, an der er 68-jährig
emeritiert wurde, nachhaltig beigetragen.
ad/md
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