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RUBENS 102

1. Dezember 2005

Die Kraft der Gabel

Vier Monate vor Wiedereröffnung der Mensa

Noch erinnert wenig daran, dass in der neuen Mensa der Ruhr-Uni ab dem 10. April 2006 täglich zehntausende Essensportionen über den Tisch gehen werden. Doch inmitten von knöcheltiefem Staub und den Geräuschen von schwerem Baugerät entsteht seit zwei Jahren der neue Mittelpunkt der Uni.

Auf 4.000 Quadratmetern soll sich den Studierenden zum Beginn des Sommersemesters 2006 ein reichhaltiges kulinarisches Angebot, ein Ort der Entspannung vom Uni-Alltag und die Möglichkeit zu regem geistigen Austausch bieten. Das wünschen sich zumindest die Planer der neuen Mensa. „Wir wollten nicht nur eine Flächenrenovierung, wir haben uns auch Gedanken um eine konzeptionelle Veränderung gemacht“, erläutert Jörg zur Oven, Leiter der Wirtschaftsbetriebe im Akademischen Förderungswerk (Akafö), und damit verantwortlich für Mensen und Cafeten.
Beim Essensangebot will die neue Mensa dabei den verschiedenen Anforderungen der Studierenden gerecht werden. „Dreifache Bedürfnisbefriedigung“, wie es zur Oven formuliert. Im Klartext: Ein „Sprinterbereich“ soll für die schnelle Verpflegung mit Brötchen und Snacks sorgen, das gewohnte „Komponentenessen“ soll weiter seinen festen Platz haben. Zukünftig soll es außerdem möglich sein, mit frisch zubereitetem Essen den Hunger zu stillen. Im Zentrum der mittleren Ebene der Mensa soll eine offene Küche stehen – Kochen vor den Augen der Gäste als kulinarischer Clou.
Weitere Neuerungen sollen das Ambiente der Mensa aufwerten. Das Foyer, früher Heimat der beliebten Ladenzeile, wird künftig ein Bistro beherbergen. „Es soll zum zentralen Treffpunkt werden“, erklärt zur Oven. Besonders für die Sommermonate attraktiv: Die Terrassenlandschaft, die inklusive eines kleinen Teiches zwischen Audimax und Mensa entsteht.

500 Testesser

Doch ganz im Sinne der „konzeptionellen Veränderung“ soll die Nutzung des Mensa-Gebäudes nicht allein auf die Gastronomie beschränkt sein. Die neuen Räumlichkeiten sollen auch dazu beitragen, das Veranstaltungsspektrum der Ruhr-Uni zu erweitern. Ein neues Veranstaltungszentrum mit vier Räumen zwischen 50 und 350 Plätzen soll sich als „gute Stube“ der Ruhr-Uni etablieren. Allerdings bleibt dahinter noch ein Fragezeichen. „Es gibt noch keine Erfahrungen mit der Nachfrage“, sagt Jörg zur Oven, dem aber schon verschiedene Nutzungsmöglichkeiten vorschweben.
Ohnehin stellt sich die Frage, wie das 36 Mio. Euro teure Projekt des Akafö und des Bau- und Liegenschaftsbetriebs von den Studierenden angenommen wird. „Viele Leute, vor allem neue Studierende, kennen die alte Mensa gar nicht mehr“, gibt zur Oven zu Bedenken. Deshalb will das Akafö den Studierenden in den nächsten Monaten über Werbeaktionen das neue Konzept näher bringen. Die Poster mit dem der Star-Wars-Reihe entlehnten Motto „May the fork be with you“ prangen schon jetzt am Provisorium Querforum West, ab Januar 2006 wird der Dienstag zum „Kinotag“ mit zahlreichen Aktionen. Zudem können per Verlosung 500 Personen ein Testessen eine Woche vor der offiziellen Eröffnung gewinnen (Bewerbung demnächst unter www.akafoe.de).

Felix Guth
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Letzte Änderung: 30.11.2005| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik