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RUBENS 101

1. November 2005


Gelöste K-Frage


Gerhard Möller ist neuer Sprecher der NRW-Universitätskanzler/innen

 

Seit September ist der Kanzler der Ruhr-Uni, Gerhard Möller, zugleich Sprecher aller 14 Kanzlerinnen und Kanzler der Universitäten in Nordrhein-Westfalen. Während seiner Amtszeit steht ihm eine zusätzliche Mitarbeiterin zur Seite: Dr. Stefanie Niemann hat ihr Büro auf der 1. Etage im Verwaltungsgebäude. Zuvor arbeitete sie an der RWTH Aachen für den Vorgänger von Gerhard Möller, Dr. Michael Stückradt, der im Sommer das Amt des Staatssekretärs im NRW-Wissenschaftsministerium übernommen hat. Arne Dessaul sprach mit dem Kanzler über sein neues Amt.

RUBENS: Herr Möller, können Sie kurz das Prinzip des Zusammenschlusses der NRW-Kanzler/innen erklären?
Gerhard Möller: Angelehnt an die Landesrektorenkonferenz (LRK) existiert auch eine Konferenz der Universitätskanzlerinnen und -kanzler in Nordrhein-Westfalen. Wir treffen uns etwa acht Mal pro Jahr. Die Fachhochschulen und auch die Kunst- und Musikhochschulen haben ihre eigenen Konferenzen. Im Gegensatz zur LRK geht es bei der Kanzlerkonferenz weniger um die Vertretung und Außendarstellung der Hochschulen. Stattdessen befassen wir uns mit aktuellen Fragen der Administration und koordinieren uns.

RUBENS: Welche aktuellen Fragen gibt es?
Gerhard Möller: Eine ganze Fülle. Ein Dauerbrenner ist die Einführung des Globalhaushaltes an den NRW-Hochschulen (s. RUBENS 89, die Redaktion). Hinzu kommen allgemeine Haushalts- und Ressourcenthemen, der Bereich Bau und Liegenschaften sowie die anstehende Hochschulgesetzgebung. Wir werden uns dazu äußern und eine eindeutige Position beziehen. Sehr aktuell sind auch die Studiengebühren, die jetzt „Studienbeiträge“ heißen. Hier entsteht zurzeit das Studienbeitragsgesetz, bei dem die Landesregierung die Kanzlerkonferenz um Mitwirkung gebeten hat.

RUBENS: Inwiefern?
Gerhard Möller: Wir sollen Experten aus den Unis benennen, aus den Verwaltungen, den Justitiaraten und Studiensekretariaten, die der Landesregierung mögliche Probleme nennen können, die sich beim Umsetzen und Ausgestalten des Studienbeitragsgesetzes im Tagesgeschäft ergeben könnten. Die Ansichten dieser Experten aus der Praxis sollen in das Gesetz einfließen, um von vornherein Schwierigkeiten auszuschließen. Das heißt, die Kanzlerkonferenz und ihr Sprecher sind für die Landesregierung Ansprechpartner für bestimmte Themen.

RUBENS: Wie lange werden Sie das Amt des Sprechers ausüben?
Gerhard Möller: Drei Jahre lang, das haben wir bei der Wahl ausdrücklich so festgelegt.

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Letzte Änderung: 31.10.2005| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik