Gelöste K-Frage
Gerhard Möller ist neuer Sprecher der NRW-Universitätskanzler/innen
Seit September ist der Kanzler der Ruhr-Uni,
Gerhard Möller, zugleich Sprecher aller 14 Kanzlerinnen
und Kanzler der Universitäten in Nordrhein-Westfalen.
Während seiner Amtszeit steht ihm eine zusätzliche
Mitarbeiterin zur Seite: Dr. Stefanie Niemann hat ihr
Büro auf der 1. Etage im Verwaltungsgebäude.
Zuvor arbeitete sie an der RWTH Aachen für den
Vorgänger von Gerhard Möller, Dr. Michael
Stückradt, der im Sommer das Amt des Staatssekretärs
im NRW-Wissenschaftsministerium übernommen hat.
Arne Dessaul sprach mit dem Kanzler über sein neues
Amt.
RUBENS: Herr Möller, können Sie kurz das
Prinzip des Zusammenschlusses der NRW-Kanzler/innen
erklären?
Gerhard Möller: Angelehnt an die Landesrektorenkonferenz
(LRK) existiert auch eine Konferenz der Universitätskanzlerinnen
und -kanzler in Nordrhein-Westfalen. Wir treffen uns
etwa acht Mal pro Jahr. Die Fachhochschulen und auch
die Kunst- und Musikhochschulen haben ihre eigenen Konferenzen.
Im Gegensatz zur LRK geht es bei der Kanzlerkonferenz
weniger um die Vertretung und Außendarstellung
der Hochschulen. Stattdessen befassen wir uns mit aktuellen
Fragen der Administration und koordinieren uns.
RUBENS: Welche aktuellen Fragen gibt es?
Gerhard Möller: Eine ganze Fülle. Ein Dauerbrenner
ist die Einführung des Globalhaushaltes an den
NRW-Hochschulen (s. RUBENS
89, die Redaktion). Hinzu kommen allgemeine Haushalts-
und Ressourcenthemen, der Bereich Bau und Liegenschaften
sowie die anstehende Hochschulgesetzgebung. Wir werden
uns dazu äußern und eine eindeutige Position
beziehen. Sehr aktuell sind auch die Studiengebühren,
die jetzt „Studienbeiträge“ heißen.
Hier entsteht zurzeit das Studienbeitragsgesetz, bei
dem die Landesregierung die Kanzlerkonferenz um Mitwirkung
gebeten hat.
RUBENS: Inwiefern?
Gerhard Möller: Wir sollen Experten aus den Unis
benennen, aus den Verwaltungen, den Justitiaraten und
Studiensekretariaten, die der Landesregierung mögliche
Probleme nennen können, die sich beim Umsetzen
und Ausgestalten des Studienbeitragsgesetzes im Tagesgeschäft
ergeben könnten. Die Ansichten dieser Experten
aus der Praxis sollen in das Gesetz einfließen,
um von vornherein Schwierigkeiten auszuschließen.
Das heißt, die Kanzlerkonferenz und ihr Sprecher
sind für die Landesregierung Ansprechpartner für
bestimmte Themen.
RUBENS: Wie lange werden Sie das Amt des Sprechers ausüben?
Gerhard Möller: Drei Jahre lang, das haben wir
bei der Wahl ausdrücklich so festgelegt.
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