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RUBENS 101

1. November 2005


Stimmungsbild


Umfrage zu Studiengebühren im Internet läuft den ganzen November


Schwarzer Peter oder gute Gelegenheit? Die Meinungen sind geteilt zur Absicht der neuen Landesregierung, die Hochschulen selbst darüber entscheiden zu lassen, ob und in welcher Höhe sie Studiengebühren erheben. Die Ruhr-Uni geht einen besonderen Weg: Sie möchte zunächst herausfinden, was ihre Studierenden denken. Im November können sich alle Eingeschriebenen im Internet zu Studiengebühren äußern.

Das Gesetz ist zwar noch nicht beschlossen, doch der Entwurf von NRW-Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart liegt mittlerweile vor. Laut Gesetzentwurf ist aber davon auszugehen, dass demnächst das Studium fast überall in Nordrhein-Westfalen schon ab dem ersten Studiensemester Geld kostet. Voraussichtlich vom Wintersemester 2006/2007 an werden alle Erstsemester zahlen, ein Semester später ist auch der Rest der Studierenden dran. Maximal 500 Euro pro Semester soll das Studium kosten.
Ob und in welcher Höhe Gebühren eingeführt und welche Modelle dafür entwickelt werden, soll allerdings allein die Hochschule entscheiden. Nordrhein-Westfalen wäre damit das einzige Land, das seinen Hochschulen diese Freiheit einräumen würde. Dagegen wären die Einnahmen aus den Gebühren zweckgebunden: Sie müssten für die Verbesserung der Lehre und der Studienbedingungen verwendet werden.

Selbstverständlich anonym

Doch was denken die Studierenden der Ruhr-Uni über Studiengebühren? Genau diese Frage interessiert das Rektorat zurzeit. Deshalb hat es eine Internet-Umfrage in Auftrag gegeben; sie wird von der Pressestelle und der Stabstelle Informations- und Kommunikationstechnik betreut und durchgeführt. Mit einem persönlichen Passwort erreichen die Studierenden der Ruhr-Uni die entsprechende Webseite, wo sie verschiedene Fragen zum Thema Studiengebühren erwarten. Ganz oben steht natürlich die Frage, ob die Ruhr-Uni überhaupt Studiengebühren erheben soll. Aber es folgen weitere Fragen: Soll es beispielsweise für unterschiedliche Fächer auch unterschiedliche Gebühren geben, weil ein naturwissenschaftliches Studium aufgrund der Labore etc. teurer ist als ein geisteswissenschaftliches? Soll die Höhe der Gebühren in jedem Semester gleich sein oder soll sie steigen bzw. sinken? Für welche konkreten Projekte sollen die zusätzlichen Einnahmen genutzt werden? Für Labore? Für Bücher? Für Computer? Für Stipendien? Für Mentoren- und Tutorenprogramme? Für Studien- und Fachberatung? Anhand dieser und viele weiterer Fragen und Antworten möchte das Rektorat ein Stimmungsbild unter den Studierenden der Ruhr-Uni ermitteln.
Die Umfrage im Internet wird den gesamten November laufen, die Webseite wird am 2.11. frei geschaltet. Alle zu diesem Zeitpunkt eingeschriebenen Studierenden sind zur Teilnahme aufgerufen. Schließlich könnten sie dadurch den weiteren Entscheidungsprozess beeinflussen. Den geregelten Ablauf der Befragung (ausreichende Serverkapazität, keine doppelte Wahl etc.) sichert das Rechenzentrum. Selbstverständlich ist die Umfrage anonym und es werden keinerlei personenbezogene Daten gespeichert.
Info und Anmeldung zur Befragung zu Studiengebühren unter www.rub.de/umfrage


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Letzte Änderung: 31.10.2005| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik