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RUBENS 100

1. Oktober 2005

Trügerische Ruhe

Gebäudeserie: Institut für Pathologie



Jeder von uns kann sich sicher noch an sein erstes Semester an der RUB erinnern. Wer hat sich anfangs nicht in den Kellerräumen verirrt und verzweifelt einen Ausgang gesucht? Wieso liegt der mal auf 02 und mal auf 01? Und warum gibt es nicht überall eine Cafeteria? RUBENS liefert die Antworten – diesmal zum Institut für Pathologie.

Wer das im Sommer 2004 eröffnete Gebäude des „Instituts für Pathologie der Ruhr-Universität an den BG-Kliniken Bergmannsheil“ an einem normalen Vormittag durch die gläserne Drehtür betritt, den empfängt zunächst entspannte Ruhe. Das bis in die zweite Etage offene und durch Oberlichter von der Sonne beschienene Atrium wird dominiert von einem großen begrünten Beet; auf den Galerien in den oberen Etagen ist es still.
Von hier aus gelangen die rund 100 hier beschäftigten Mitarbeiter in ihre Büros und Labors. Dort allerdings leisten sie hinter verschlossenen Türen Schwerarbeit: Unter diagnostischen und wissenschaftlichen Aspekten begutachten sie jährlich Gewebeproben von über 50.000 Patienten mit modernsten licht- und elektronenmikroskopischen sowie molekularpathologischen Untersuchungsverfahren. Außerdem erstellen sie gemeinsam mit dem angegliederten Deutschen Mesotheliomregister über 2.000 fachpathologische Gutachten für Unfallversicherungsträger – vornehmlich unter der Fragestellung beruflich bedingter Lungenerkrankungen. Jedes Jahr werden ca. 600 Obduktionen in der Pathologie durchgeführt.

Unterirdisch


Die Ruhe trügt also – und sie ist auch nicht immer vorzufinden: Das neue Gebäude ist nicht zuletzt wegen seines geräumigen Eingangsbereichs, der eine Menge Platz für Posterausstellungen bietet oder auch fürs Büffet, besonders aber wegen seines gleich dahinter gelegenen Hörsaals mit 155 Plätzen begehrter Ort für Veranstaltungen aller Art. Das schicke Gebäude, mit viel Glas und roten Ziegeln auch von außen ein Schmuckstück, braucht sich nicht zu verstecken; hierher lädt man gerne Gäste ein.
Eine Besonderheit des Neubaus ist seine innovative Klimatechnik: Durch Rohre in den Betondecken fließt Wasser, das mit Hilfe der benachbarten neuen Energiezentrale des Bergmannsheils gekühlt wird. Eine energieaufwändige Klimaanlage wird dadurch unnötig. Moderne Lüftungstechnik stellt zudem die Einhaltung arbeitsschutzrechtlicher Anforderungen bei der Arbeit mit gesundheitsgefährdenden Stoffen sicher. Dank unterirdischer Verbindungsbauten kommt man auch bei Regen trockenen Fußes von den übrigen Gebäuden des Bergmannsheils in die neue Pathologie.

md
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Letzte Änderung: 30.09.2005| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik