Druck für
Studierende
Ruhr-Uni
öffnet als erste NRW-Hochschule ihre Hausdruckerei
Was bisher ein Privileg von Verwaltung und Fakultäten
war, kann nun auch von Studierenden genutzt werden: Das
Druckzentrum bietet seinen Service rund ums Papier jetzt
allen auf dem Campus an. Die Ruhr-Uni ist damit die erste
Hochschule in Nordrhein-Westfalen, die ihre Hausdruckerei
auch für Studierende öffnet.
Als „Quantensprung“ bezeichnet der Leiter
des Druckzentrums Mihran Müller-Bickert dieses Novum.
Gleichzeitig freut er sich auf das neue Klientel, dem
er einiges zu bieten hat: „Wir drucken, kopieren,
binden und laminieren matt und glänzend bis A0+“,
zählt Müller-Bickert auf. Das ist aber noch
lange nicht alles. Studierende, die nach einer attraktiven
Form für ihre Abschlussarbeit suchen, werden im Druckzentrum
ebenfalls fündig. Dabei hält das Team eine ganze
Reihe von Mustern bereit, um den Studierenden zu zeigen,
in welcher Verpackung ihre Arbeit am besten wirkt. Unterschiedliche
Bindungen – wie die klassische Spiralbindung, Rundumbindung,
Buchbindungen mit Leim und Fälzelstreifen oder Heißleimbindungen
mit standardisierten oder individuellen Umschlägen
in schillernden Farben – stehen auf der Angebotsliste.
Auch wenn der Kreativität hier wenig Grenzen gesetzt
sind, verweist Müller-Bickert auf das Problem unterschiedlicher
Prüfungsordnungen: „Die Studierenden sollten
die layouterischen Richtlinien ihrer Fakultät kennen,
bevor sie zu uns kommen.“
PDF als Standard
PDF-Dateien sind der Standard für die Vorlage,
aber auch andere Formate können nach Absprache
berücksichtigt werden. Studierende bezahlen für
eine DIN-A-4-Seite bei digitaler Vorlage drei Cent,
für eine Doppelseite fallen 4,1 Cent an. Die Druck-
und Kopierarbeiten sind als Digital- und Offsetdruck
bis zum Format A3++ in schwarz/weiß und Farbe
auf unterschiedlichen Papieren und Kartonagen für
die Skripte, Buchreihen oder Bücher möglich.
Demnächst bietet das 18-köpfige Team des Druckzentrums
den Kunden auch Plots und Kopien bis A0+ an; ab 2006
wird es möglich sein, Lasergravuren durchführen
zu lassen. Mit dieser Technik werden Bücher, Schilder,
Glas oder Plexiglas mit Motiven und Schriften verziert.
Bereits jetzt gehören Serienbriefe und Flyer zum
Repertoire – ein Angebot, das nicht zuletzt die
Fachschaften interessieren dürfte.
Das Duckzentrum hilft auch beim Aufladen oder Umbuchen
der CopyCard für die Campuskopierer. Geöffnet
hat es – für alle Frühaufsteher unter
den Studierenden – montags bis freitags ab 7.30
h, die Kasse schließt um 16.30 h. Wem die Ortsbeschreibung
UV 01/44 auch nach Jahren auf dem Campus nichts sagt,
der kann einfach von der Uni-Brücke her kommend,
am Musischen Zentrum vorbei, die Wendeltreppe Richtung
Poststelle/Bushaltestelle nehmen. In den „Katakomben“
des Verwaltungsgebäudes (durch das man mit dem
Aufzug im Foyer auch ans Ziel gelangt) findet sich das
Druckzentrum.
Infos: Druckzentrum der Ruhr-Uni,
UV 01/44; Tel. -24134; E-Mail: druckzentrum@uv.rub.de;
Intranet: www.druckzentrum.rub.de
"Bestenfalls sofort"
Über den neuen Service des Druckzentrums
sprach RUBENS mit dessen Leiter Mihran Müller-Bickert.
RUBENS: Was ist das Besondere an Ihrem Angebot
für Studierende?
Müller-Bickert: Wir bieten hohe Qualität und
guten Service. Allein bei den Bindearbeiten können
die Kunden zwischen zehn verschiedenen Arten wählen.
Was viele ebenfalls nicht wissen, ist, dass wir Dissertationen
in sehr guter Qualität drucken und binden. Die
Möglichkeiten sind vielfältig und wir bieten
eine große Auswahl an Materialien wie Papiere
und Kartonagen zu moderaten Preisen.
RUBENS: Wo informieren sich die Kunden am besten über
Ihre Leistungen und Preise?
Müller-Bickert: Im Intranet oder direkt bei uns.
Information und Beratung sind auf jeden Fall wichtig.
Manche Studierenden wissen nicht, welche Möglichkeiten
sie bei der Bindung ihrer Abschlussarbeit haben. Zudem
haben wir Staffelrabatte, also sinkende Preise bei höherer
Stückzahl, was bei Dissertationen interessant sein
kann.
RUBENS: Das neue Semester beginnt und möglicherweise
stürmen die Studierenden in Ihr Druckzentrum –
sind Sie einer großen Nachfrage gewachsen?
Müller-Bickert: Das dürfte kein Problem sein.
Natürlich kann sich schon mal eine kleine Schlange
bilden, aber wir versuchen natürlich den Wünschen
der Kunden nachzukommen und uns auf Terminvorgaben einzustellen.
Unsere Maschinen und Drucker sind sehr leistungsstark.
Je nach Bindeart brauchen wir bis zu einem Arbeitstag
für die Fertigstellung. Weniger aufwändige
Bindungen gehen natürlich auch sofort, beispielsweise
schnelle Klemmbindungen für sehr eilige Sachen.
Zunächst ist es aber wichtig, dass uns die Studierenden
hier im UV-Gebäude überhaupt finden. Dazu
werden wir noch die Beschriftung etwas verbessern.
Evelyn
Echle
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