Doppelter Abiturjahrgang 2013 – FAQs


© RUB/Marion Nelle

Das Team für alle Fragen: Die Projektgruppe RUB.2013 weiß auf viele Fragen rund um den Doppelten Abiturjahrgang Antwort. Sollten Sie hier nicht die Informationen finden, die Sie suchen, schreiben Sie uns: info@rub2013.de.

Allgemeine Hinweise zum Doppelten Abiturjahrgang und den erwarteten erhöhten Studienanfängern finden Sie auch auf der Homepage des Ministeriums.

 

Was bedeutet Doppelter Abiturjahrgang?

Im Jahr 2013 wird in Nordrhein-Westfalen die Schulzeit in den Gymnasien von neun auf acht Jahre verkürzt. Das bedeutet, dass in diesem Jahr zwei Abiturjahrgänge gleichzeitig die Allgemeine Hochschulreife erlangen und die Zahl der Hochschulzugangsberechtigten steigt. Nicht alle Abiturienten werden 2013 auch ein Studium in NRW aufnehmen, normalerweise beginnen etwa 30-40 Prozent sofort nach dem Abitur ein Studium. Viele entscheiden sich für eine Berufsausbildung, gehen für einige Zeit ins Ausland oder absolvieren zunächst ein Praktikum oder einen Freiwilligendienst. Nach Schätzungen des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung in NRW (MIWF) werden im Jahr 2013 etwa 111.000 Studienberechtigte an den Universitäten in Nordrhein-Westfalen erwartet, das sind ca. 19.000 mehr als 2012.

 

Ist die RUB gut auf den Doppelten Abiturjahrgang vorbereitet?

Wir haben das Jahr 2011 dazu genutzt, die nötigen Maßnahmen zu planen und arbeiten 2012 und 2013 daran, diese für die Studierenden des Doppelten Abiturjahrgangs so umzusetzen und vorzubereiten, dass sie zum Wintersemester 2013/2014 einsatzbereit sind. Die RUB freut sich auf ihre künftigen Studierenden!

 

Wenn ich zum Doppelten Abiturjahrgang gehöre, …

… werde ich dann überhaupt einen Studienplatz bekommen?

Natürlich lässt sich ein Platz in Ihrem Wunschstudiengang an Ihrer Wunschuni nicht garantieren. Meistens klappt es aber mit einem Platz in einem ähnlichen Fach oder mit dem Wunschstudiengang an einer anderen Uni. Nutzen Sie dazu so früh wie möglich die Beratungsangebote an der RUB und überlegen Sie gemeinsam mit unseren Beraterinnen und Beratern, welches Studium an welchem Ort am besten zu Ihnen, Ihren Interessen und Fähigkeiten passt.

 

… habe ich nur die Chance auf einen Studienplatz, wenn ich ein anderes Fach oder eine andere Hochschule wähle als gewünscht?

Nein. Natürlich haben grundsätzlich alle Studienberechtigten die gleiche Chance auf einen Studienplatz. Wie weit die Anzahl an Bewerbern die Anzahl an zu vergebenden Studienplätzen übersteigt, hängt vom Fach und vom Hochschulstandort ab. Wenn Sie an der RUB studieren möchten, nutzen Sie so früh wie möglich unsere Beratungsangebote und überlegen Sie gemeinsam mit unseren Beratern, welches Studium am besten zu Ihnen, Ihren Interessen und Fähigkeiten passt.

 

… habe ich mit einem durchschnittlichen Abitur überhaupt eine Chance auf einen Studienplatz?

Das hängt vom Fach ab. In Fächern, die einen sehr hohen NC haben, müssen Sie mit einem durchschnittlichen Abitur mit längeren Wartezeiten rechnen. In Fächern ohne NC können Sie sich immer einschreiben.

 

… wird es dann auf allen Fächern einen NC geben?

Es gibt noch einige wenige Fächer, die bisher ohne NC ausgekommen sind. Da sich dies aber in den nächsten Jahren ändern kann, geben wir Ihnen den Tipp, sich vor der Einschreibung bei den Fachberaterinnen und Fachberatern oder der Zentralen Studienberatung zu informieren.

 

… wie wird dann die Betreuung der Studierenden durch die Professoren gewährleistet?

Die Ruhr-Uni Bochum macht sich dafür stark, dass sich das Betreuungsverhältnis nicht verschlechtert. An Lehrstühlen, an denen einige Lehrende in ein paar Jahren in den Ruhestand gehen, stellt die RUB frühzeitig deren Nachfolgerinnen und Nachfolger ein, sodass die Stellen für diesen Zeitraum doppelt besetzt sind. An anderen Lehrstühlen wird es zusätzliches wissenschaftliches Personal geben, das die Lehrenden bei der Studierendenbetreuung unterstützt. So ist verlässlich jemand da, der Ihnen bei Fragen und Problemen weiterhelfen kann.

 

… wird mein Studium dadurch länger dauern oder kann ich erst später mit dem Studium anfangen?

Das hängt in erster Linie von Ihnen selbst ab. Wenn Sie die erforderlichen Voraussetzungen erfüllen und ein bisschen Flexibilität bei der Fächerwahl mitbringen, werden Sie auch einen Studienplatz erhalten. Und wenn Sie in jedem Semester die erforderlichen Credit Points erbringen, werden Sie das Studium auch in der regulären Zeit erfolgreich abschließen können. Die Fakultäten werden das Fächerangebot an die erhöhte Studierendenzahl anpassen, sodass alle die nötigen Kurse besuchen können.

 

… werde ich gegenüber den älteren Bewerbern bei Vergabe der Studienplätze benachteiligt?

Nein. Die Hochschulzugangsberechtigungen der G9 und G8 Jahrgänge sind absolut gleichwertig. Alle Studierenden haben grundsätzlich die gleichen Chancen auf einen Studienplatz. Ältere Bewerber, welche die erforderlichen Wartesemester vorweisen können, erhalten ihre Studienplätze über die so genannte Wartezeitquote und stehen deshalb nie in direkter Konkurrenz zu denjenigen, die sich neu bewerben. Für die Bewerbung um einen Studienplatz zählt in erster Linie die Abschlussnote. Wenn Sie Fragen zu Ihrer individuellen Situation haben, wenden Sie sich am besten an die Zentrale Studienberatung.

 

… werde ich bei der Vergabe der Plätze in teilnehmerbegrenzten Kursen benachteiligt?

Nein. Grundsätzlich haben alle Studierenden die gleichen Chancen auf die Teilnahme an einem Seminar. Die Plätze in Seminaren mit Teilnehmerbegrenzung werden entweder nach der Reihenfolge der Anmeldung oder per Losverfahren vergeben. Bei Aufbaumodulen müssen bestimmte andere Seminare vorher besucht worden sein, um teilnehmen zu können. Informieren Sie sich in jedem Fall frühzeitig bei Ihrem Studienfachberater oder Seminarleiter, wie das Anmeldeverfahren in Ihrem Studiengang gehandhabt wird und wie hoch die Nachfrage nach den Kursen dort ist. Dann können Sie Ihren Semesterverlaufsplan entsprechend strukturieren und einen passenden Semesterwochenstundenplan zusammenstellen.

Es ist unser Ziel, dass alle Studierenden ihr Studium in der Regelstudienzeit abschließen können. In manchen Fächern sind teilnehmerbegrenzte Kurse erforderlich, um die Qualität der Lehre sicherzustellen. Die Fakultäten bieten in diesen Fällen mehrere Kurse an, sodass alle Studierenden innerhalb ihrer in der Regel 6 BA-Semester alle obligatorischen Kurse besuchen können. Ein bisschen Flexibilität wird aber vorausgesetzt, da Sie nicht unbedingt alle gewünschten Kurse in dem gewünschten Semester besuchen können und nicht alle Kurse mehrmals angeboten werden (falls es sich um Wahlpflichtthemen handelt). Sprechen Sie im Einzelfall frühzeitig mit dem Studienberater Ihres Faches. Gemeinsam werden Sie sicher eine Lösung finden.

 

… wie stehen dann meine Chancen, später auf dem Arbeitsmarkt unterzukommen?

Das hängt stark von Ihrem Fach und Ihrer Abschlussnote ab und kann pauschal nicht beantwortet werden. In einigen Fächern gibt es erfahrungsgemäß immer einen Überschuss an Absolventen gegenüber der Nachfrage auf dem Markt und in anderen werden Fachkräfte händeringend gesucht. Sie sollten deshalb bereits vor der Aufnahme des Studiums prüfen, wie damit die Chancen stehen, auf dem Arbeitsmarkt gut unterzukommen, und die Studienfachwahl danach ausrichten. In vielen Branchen wird es in naher Zukunft einen gravierenden Fachkräftemangel geben, der für Sie von Vorteil sein kann.

 

… gibt es dann an der RUB Engpässe bei Parkplätzen, in der Mensa oder in der Bibliothek?

Zu den Stoßzeiten kann es sicherlich mal eng werden, im Großen und Ganzen versuchen wir, die Kapazitäten schon frühzeitig so zu erhöhen und uns auf die zusätzlichen Studierenden einzustellen, sodass nicht mehr Gedränge als gewöhnlich entsteht. Wir vom Projekt RUB.2013 führen Gespräche mit den Verantwortlichen der betreffenden Bereiche, damit Sie Ihr Studium erfolgreich absolvieren können.

 

… wer hilft mir bei Fragen und Problemen?

Da gibt es je nach Problem verschiedene Ansprechpartner. Bei allgemeinen Fragen rund um Einschreibung, Formalitäten und Studium hilft Ihnen die Zentrale Studienberatung der RUB weiter. Bei Fragen, die Ihr Fach betreffen, wenden Sie sich bitte an den Studienberater Ihres Faches oder die Fachschaft. Kontakte erhalten Sie meist über das Sekretariat Ihres Studienfachs oder die Fakultät. Viele Fragen werden oft schon bei den Einführungsveranstaltungen und den Orientierungstutorien beantwortet, die alle Studiengänge in der ersten Vorlesungswoche anbieten. Allgemeine Infos finden Sie auch auf der Homepage der RUB oder den Fakultätsseiten.

 

… werde ich einen Wohnheimplatz bekommen, wenn ich von außerhalb komme?

In den Jahren 2011 und 2012 werden die an mehreren Wohnheimen notwendigen Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen sein, sodass in den Bedarfsjahren ab 2013 mehr Wohnheimplätze zur Verfügung stehen, die den erhöhten Bedarf abfangen können. Wenn Sie auf einen Wohnheimplatz angewiesen sind, sollten Sie sich so früh wie möglich darum bemühen, da der Andrang erfahrungsgemäß zunimmt, je näher der Semesterbeginn rückt. Vielleicht kommt ja auch ein WG-Zimmer oder ein kleines Appartement für Sie in Frage, nach dem Sie parallel Ausschau halten können, falls es mit dem Wohnheimplatz nicht auf Anhieb klappt. Informationen zu Zimmerbelegung und –auslastung erhalten Sie beim AkaFö.

 

Werden durch die erhöhten Studierendenzahlen in Zukunft mehr Vorlesungen und Seminare früh morgens, spät abends oder als Blockveranstaltung am Wochenende oder in der vorlesungsfreien Zeit gehalten?

Um die vorhandenen Ressourcen optimal zu nutzen und ausreichend Vorlesungen und Seminare anbieten zu können, müssen auch die Randzeiten stärker einbezogen werden. Montags bis freitags findet der Lehrbetrieb in den Kernzeiten zwischen 8.00 und 20.00 Uhr statt. Blockveranstaltungen an den Wochenenden oder in der vorlesungsfreien Zeit wird es auch weiterhin geben und je nach Fach wird das Angebot dort sicher auch noch weiter ausgebaut. In den Fächern, in denen gefragte Kurse nicht doppelt angeboten werden können, wird es Live-Übertragungen in weitere Räume oder Vorlesungsmitschnitte im Internet geben.

 

Wie können sich Eltern über die Studienbedingungen an der RUB informieren und ihre Kinder bei der Orientierungsphase unterstützen?

Die erste Anlaufstelle für Studierende und auch ihre Eltern und Lehrer ist die Zentrale Studienberatung. Dort können sie sich persönlich und individuell beraten lassen oder an den regelmäßig angebotenen Informationsveranstaltungen teilnehmen. Beim Tag der offenen Tür oder dem Langen Abend der Studienberatung gibt es auch spezielle Angebote für Eltern und Lehrer. Das Informationsangebot wird in den kommenden Semestern noch weiter ausgebaut. Aktuelle Informationen dazu erhalten Sie bei der Zentralen Studienberatung.