8. Modul, überfachlich
Globale Herausforderungen und Interkulturelle Kompetenz
Kurzbeschreibung:
Ziel des Moduls ist die Charakterisierung der tiefen Restrukturierungen von Arbeits-, Beschäftigungs- und Partizipationsbedingungen, die mit den Prozessen wirtschaftlicher Globalisierung, sozialer Transnationalisierung und kultureller Pluralität einhergehen. Dabei bedarf die Organisationsgestaltung Kompetenzen, welche insbesondere die zunehmend grenzüberschreitende Organisation und Kooperation von Mitarbeitern fördern. Schließlich geht es um die Befähigung sowohl von Führungskräften als auch von Interessenvertretern, an der Entwicklung von grenzüberschreitenden Interessenaushandlungsprozessen mitwirken zu können. Dem Modul liegt ein prozessualer Kulturbegriff zugrunde. Als Kultur wird die Gesamtheit der von Individuen in Raum und Zeit selbst produzierten, multiplen Organisationsmuster, gesellschaftlichen Institutionen und Lebensweisen charakterisiert. Es wird von der These ausgegangen, dass das allgemeine gesellschaftliche Leben und insbesondere die Erwerbsarbeit multiinstitutionell strukturiert werden und insbesondere (schicht-)spezifische kulturelle Werte, Normen und Handlungslogiken sowohl innerhalb als auch über nationalstaatliche Grenzen hinaus aufweisen. Im Kontext ökonomischer Globalisierung und sozialer Transnationalisierung kommt es bereits zu einer Vielzahl von grenzüberschreitenden Kooperationen bei der Regulierung von Arbeits-, Beschäftigungs- und Partizipationsbedingungen, die im Laufe des Moduls behandelt werden. Vor diesem Hintergrund kennzeichnet interkulturelle Kompetenz die Fähigkeit von Mitarbeitern, in interkulturellen Interaktionen zwischen verschiedenen Kollektiven und Institutionen nachhaltig fehlende Normalität zu stiften und die eher durch Flüchtigkeit geprägte Interkultur zwischen unterschiedlichen Institutionen in Normalität, also schließlich Kultur umzuwandeln.
| Termin: | 17. - 18.06.2011 |
| Ort: | Ruhr-Universität Bochum - Raum NABF 03/290 |
| Zeit: | Beginn 9 Uhr Ende 18 Uhr |
| Dozent: | Dr. Manfred Wannöffel Gemeinsame Arbeitsstelle RUB/IGM, Fakultät für Sozialwissenschaft, Ruhr-Universität Bochum |

