Stufen bilden

Das Ziel – ein besseres Studium

Mehr Struktur im Magisterstudium, Auslandssemester ohne Zeitverlust und kein „dickes Ende“ mit allen Prüfungen zum Schluss des Studiums – diese Vision war in den 1990er Jahren die treibende Kraft hinter der Studienreform an der RUB.

Die Strategie – Vordenken: Modellversuch Magisterstudium

Schon lange bevor die Universitäten Europas die sog. Bologna-Erklärung zur Schaffung eines europaweiten Hochschulraums mit einheitlichen Rahmenbedingungen unterzeichneten, setzte die RUB auf gestufte Studiengänge und startete 1993 einen Modellversuch im Magisterstudium. Studienbegleitende Prüfungen, der Bachelor nach sieben Semestern als erster berufsqualifizierender, international anerkannter Abschluss und die Vermittlung von berufsrelevanten Schlüsselqualifikationen wie Fremdsprachen, EDV-Kenntnissen oder Präsentationsfähigkeit waren die Eckpunkte.

Die Umsetzung – Erfahrung zahlt sich aus

Der Mut zum Modellversuch wurde mit sinkenden Abbrecherquoten und Studienzeiten belohnt. Im europaweiten Bologna-Prozess konnte die RUB dann durchstarten. Als eine der ersten hat sie ihr Studienangebot flächendeckend auf die gestufte Bachelor-Master-Struktur umgestellt. Auch die Lehrerausbildung reformierte sie nach diesem Vorbild: Studierende treffen die Entscheidung für den Lehrerberuf erst nach dem Bachelor-Abschluss – das heißt auf der Basis einer klaren Vorstellung des Fachs und des Berufsbilds.

Die RUB hat die Reform der Studienstruktur zügig und konsequent abgeschlossen. Sie liegt im bundesweiten Vergleich in der Spitzengruppe bei der umfassenden Umstellung auf gestufte Studiengänge. Schon früh konnte sie daher in die weitere Überarbeitung der Inhalte einsteigen um die Studienbedingungen nochmals zu verbessern.