Forschungsschwerpunkte und laufende Forschungsprojekte

Zwischen Zivilreligion und privatisierter Kirchlichkeit. Zum Profil einer Öffentlichen Religionspädagogik in der Schule

Die Relevanz des RU in der öffentlichen Schule ist prekär. Von den einen als Ort der Überlieferung der Glaubenssprache und so als letztes kompensatorisches Residuum religiöser Erziehung angesichts des sukzessiven religiös-sozialisatorischen Funktionsverlustes der Familie legitimiert, von anderen als unverzichtbare Agentur zur Wertevermittlung in einer pluralen, funktional ausdifferenzierten Gesellschaft immerhin noch akzeptiert, sehen andere den RU als überflüssiges Fach mit ideologischer Tendenz. Die Religionspädagogik kann, so der Ansatz dieses Projektes darauf nur angemessen reagieren, wenn sie sich als eine Öffentliche Religi-onspädagogik artikuliert.
Das Projekt profiliert das Konzept einer Öffentlichen Religionspädagogik im konstruktiv-kritischen Diskurs mit Konzepten der Zivilreligion, der Öffentlichen Theologie und Theorien allgemeiner und religiöser Bildung.


Auswahl an Veröffentlichungen zum Thema

  • Grümme, Bernhard, Religionsunterricht und Politik. Bestandsaufnahme - Grundsatzüberlegungen - Perspektiven für eine politische Dimension des RU, Stuttgart 2009.
  • Grümme, Bernhard, Pluralitätsfähige Religionspädagogik und die verschiedenen Denkformen im Umgang mit Fremdheit und Differenz; in: Ulrich Schwab, Hans-Georg Ziebertz, Rudolf Englert, Friedrich Schweitzer, Pluralitätsfähige Religionspädagogik 2011.
  • Grümme, Bernhard, Die Politische Dimension religiöser Bildung. Streit um die her-meneutischen Grundlagen; in: ZPT 3 (2012) 284-290.