Wintersemester 2011/2012

Vorlesungen


Hauptseminare


Oberseminar


Kolloquium


Praktikum


Religiöses Lernen im RU: Konzeptionelle Entwicklungslinien und religionsdidaktische Prinzipien

Zeit: Do 8-10 | Raum: GA 03/149
Beginn: 13.10.2011 | VSPL: 05.10.2011 (020 096)
M.Ed: Modul A | M.Theol. M4
Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf

Inhalt


Das Fach "Religionsunterricht" spiegelt wie kaum ein anderes sozio-kulturelle Entwicklungen wider. Theologische Fragestellungen und Antwortversuche sowie die Fragen, was und wie Schüler/innen lernen sollen, um ihr Leben mündig und weltoffen zu gestalten, die Schüler/innen selbst und die "Philosophie der Schule" sind gleichsam Katalysatoren für die Konzeption eines innovativen, schülernahen und theologiekonstruktiven Religionsunterrichts.
In der Vorlesung geht es darum, verschiedene Entwicklungslinien darzustellen, die den Religionsunterricht in den verschiedenen Phasen seines Bestehens kennzeichneten und sie daraufhin zu befragen, was sie an Sinnstiftendem und Engführendem einbrachten und für heute zu denken geben.
Im zweiten Teil der Vorlesung sollen unterschiedliche religionsdidaktische Prinzipien reflektiert werden wie z. B. das Ästhetische Lernen, das Lernen mit Symbolen, Korrelieren Lernen etc. und für eine heutige Gestalt von Religionsunterricht auch anhand von Beispielen fruchtbar gemacht werden.


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Kunst und Kirche: Symbole, Bilder und Bauten – Ästhetische Zugänge zum Thema Kirche

Zeit: Mi 10-12 | Raum: GA 6/134
Beginn: 12.10.2011 | VSPL: 05.10.2011 (020 097)
MA: Modul VI | MEd: Modul E | M.Theol M13 (bzw.15)
Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf

Inhalt


Kirche steht bei Jugendlichen nicht hoch im Kurs. Beäugt aufgrund als rigid empfundener moralischer Vorschriften, in Misskredit gekommen aufgrund von Missbrauchsskandalen, als gestrig abgetan nicht zuletzt wegen einer antiquierten Sprache spielt Kirche für viele junge Menschen (und auch Erwachsene) kaum noch eine Rolle. Anders verhält es sich mit der Symbolsprache, die in Kirchenbauten zu finden, in Ritualen und Bildern anzutreffen ist.
Im Seminar geht es darum, über ästhetische Zugänge einen Zugang zum Thema Kirche zu gewinnen. Dazu sollen die Symbole Haus und Weg untersucht und erprobt werden, unterschiedliche Bilder erschlossen und Exkursionen unternommen werden.

Exkursion 1: Maria im Kapitol und Kölner Dom: 09.11.11 (08:00 - 19:00 Uhr)
Exkursion 2: Rudolf-Schwarz-Kirchen: 11.01.12 (08:00 - 18:00 Uhr)


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Forschendes Lernen: Begleitseminar zu Abschlussarbeiten in der Religionspädagogik und Religionsdidaktik

Zeit: Mi 8-10 | Raum: GABF 04/354
Beginn: 12.10.2011 | VSPL: 05.10.2011 (020 099)
Adressaten: BA und MA-Studierende, die ihre BA oder MA-Arbeit in Religionspädagogik oder Religionsdidaktik verfassen | BA: Modul VII
Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf

Inhalt


Das Seminar ist für Studierende gedacht, die im Bereich der Religionspädagogik und Religionsdidaktik ihre Magister-, MA-, MEd- oder BA-Arbeiten anfertigen. Im Seminar werden Teile der Arbeiten vorgestellt und bearbeitet sowie aktuelle Themen der Religionsdidaktik diskutiert.

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Kirche als Ursprung, Heimat und Ort des Glaubens heute?! - theologische, religionspädagogische und religionsdidaktische Perspektiven

Zeit: Do 16-18 | Raum: GA 6/134
Beginn: 13.10.2011 | VSPL: 05.10.2011 (020 102)
MEd: Modul E | M.Theol: M13
Johannes Heger

Inhalt


„Es weiß gottlob ein Kind von 7 Jaren, was die Kirche sei", so schrieb es 1537 Martin Luther in seinen "Schmalkaldischen Artikeln" zur Ausformung einer tragfähigen evangelischen Ekklesiologie. Von jener scheinbaren Selbstverständlichkeit ist heute kaum noch etwas zu spüren.
Aber nicht nur im Bereich des Verständnisses von Kirche sieht es so aus. Der aktuellen Shellstudie (2010) zufolge erachten nur 30% der Jugendlichen zwischen 12 und 25 Jahren den Glauben an Gott für relevant. Noch verheerendere Zahlen zeigen sich beim Kirchenbesuch sowie der Einstellung von Jugendlichen zur Kirche. Kirche wird – wie hier exemplarisch angedeutet – Jugendlichen und damit den Erwachsenen von morgen fremder und rückt aus ihrer Lebenswelt heraus. Entgegen des Eingangszitates hört und liest man – wie in einer quantitativen Studie Prokopfs (2009) – von Jugendlichen eher Sätze wie: „Was ich..., ja, Kirche! Die katholische Kirche ist für mich eher etwas Negatives (…).“
Somit wird die seminarbestimmende Grundfrage „Kirche als Ursprung, Heimat und Ort des Glaubens heute?!“ auf eine unschöne Art und Weise einsichtig, verständlich und nicht zuletzt drängend.
Es wäre ein Leichtes, vorschnelle Begründungsmuster, Situationsbeschreibungen und mögliche Ansätze zu einer Lösung des Problems zu entwickeln. Doch wo liegen die Probleme genau? Wie lässt sich die Grundfrage operationalisieren, um schließlich zu einer fundierten und differenzierten Antwort zu kommen? Und: Haben wir als Theologen/Religionspädagogen überhaupt eine Chance, durch Argumentation und didaktische Arrangements die beschriebene Problematik anzugehen oder abzufedern?

Mit diesen und vielen anderen Fragen werden Sie im Seminar direkt, offen und kritisch konfrontiert.


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"Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum?“ - Grundlagen der Religionspädagogik und der Didaktik des Religionsunterrichts

Zeit: Di 14-16 | Raum: GA 6/131
Beginn: 11.10.2011 | VSPL: 05.10.2011 (020 102)
BA: Modul VI, VII | M.Theol: M4
Johannes Heger

Inhalt


Im Eingangslied der Sesamstraße fragen singende Kinder ganz unbefangen und offen: „Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum?“ Diese scheinbar banalen und aus schulischem Kontext den meisten wahrscheinlich noch als klassische „W-Fragen“ bekannten Interrogativpronomen leisten bei korrekter Anwendung jedoch viel.
Wer diese Fragen beantworten kann, der hat das Sach- oder Themenobjekt der Nachfrage nicht nur umrissen, sondern beschrieben und geklärt. Genau diese vermeintlich kindliche, in Wahrheit aber höchst klare, logische und dadurch nicht zuletzt wissenschaftliche Funktion bietet Ihnen das Seminar im Hinblick auf „Grundlagen der Religionspädagogik und der Didaktik des Religionsunterrichts“.
Warum braucht es ein Fach Religionspädagogik und wo ordnet es sich im theologischen Fächerkanon ein? Wie kann die Religionspädagogik dazu beitragen, in Schule und Katechese eine gelungene Vermittlung von Glaube und Leben sowie Leben aus dem Glauben zu beflügeln? Was hat die Religionspädagogik an praxistauglichen Methoden – unter anderem dafür – zu bieten? Wieso ist es für mich als Theologiestudenten wichtig, eine kommende Praxis theoretisch zu reflektieren?
Nach dem Besuch dieses Seminars werden Sie in der Lage sein, diese und andere Fragen zu beantworten und sich dadurch ein solides Grundwissen im Bereich der Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts erworben haben.

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Jesus in der Gegenwartsliteratur

Zeit: Di 14-16 | Raum: GABF 04/714
Beginn: 11.10.11 | VSPL: bis 05.10.11 (020 103)
MA: Modul VI | MEd: Modul D | M.Theol: M13
Dr. Norbert Brieden

Inhalt


Die Faszination, die von der Gestalt des Jesus von Nazareth zu allen Zeiten ausging und auch in die Gegenwart ausstrahlt, wird besonders sichtbar im künstlerischen Umgang mit Jesus Christus. Neben der bildenden und der darstellenden Kunst sowie der Musik hat auch die Literatur zahlreiche Beispiele hervorgebracht, die Zugänge zu dem Mann aus Nazareth für ihr Publikum zu erschließen vermögen. Das Seminar konzentriert sich auf die literarischen Zeugnisse, um deren Potential zunächst für die Teilnehmenden selbst, dann aber auch für den Religionsunterricht der Schule zu erschließen.
In den ersten vier Sitzungen werden die theoretischen Voraussetzungen durch die Seminarleitung thematisiert: Was ist ein ästhetisches Urteil? In welchem Zusammenhang stehen Kunst und Religion? Mit welchen Zielen und Methoden kann Gegenwartsliteratur den Religionsunterricht zum Thema "Jesus" bereichern? Was sind Kriterien zur Auswahl von Literatur, die für unterschiedliche Altersstufen zum Nachdenken über die zentrale Gestalt des christlichen Glaubens anregt? Gemeinsam wird ein Seminarplan erstellt, der Anregungen aus den Leseerfahrungen der TeilnehmehrInnen gerne aufnimmt.
Die Spannweite reicht von Bestsellern wie "Sakrileg" (2004) von Dan Brown, experimentellen Werken wie "Das Evangelium nach Pilatus" (2005) von Eric Emmanuel Schmitt, komödiantischen Zugriffen wie "Die Bibel nach Biff" (2002) von Georges Moore oder "Das Evangelium nach Jimmy" von Didier van Cauwelaert (2004), historischen Romanen wie "Ein Mensch namens Jesus" von Gerald Messadié (1988), über den Versuch, Einsichten der historischen Jesusforschung in erzählender Form zu verbreiten, wie "Im Schatten des Galiläers" (1986) von Gerd Theißen, literarisch anspruchsvolle, spirituelle Vergegenwärtigungen wie die Christus-Trilogie von Patrick Roth ("Riverside. Christusnovelle", 1991, "Johnny Shines oder die Wiedererweckung der Toten", 1993, und "Corpus Christi", 1996), neue Perspektiven auf das Evangelium wie etwa durch die Evangelienromane von José Saramago ("Das Evangelium nach Jesus Christus", 1991) und Norman Mailer ("Das Jesus-Evangelium", 1997) bis zu provokanten Versuchen wie der durch die Verfilmung von Martin Scorsese nachträglich berühmt gewordene Roman "Die letzte Versuchung" (1951) von Nikos Kazantzakis oder den jüngst jerschienenen Roman von Philip Pullman: "Der gute Herr Jesus und der Schurke Christus" (2011).

Literaturhinweise


  • Kuschel, Karl-Josef: Jesus im Spiegel der Weltliteratur, Düsseldorf 2007 (2. überarbeitete Auflage).
  • Langenhorst, Georg: Literarische Texte im Religionsunterricht. Ein Handbuch für die Praxis, Freiburg/Basel/Wien 2011.


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Der Religionslehrer, die Religionslehrerin: Beruf oder Berufung?

Zeit: Mi 12-14 | Raum: GA 6/131
Beginn: 12.10.2011 | VSPL: 05.10.2011 (020 104)
MEd: Modul E
Dr. Norbert Brieden

Inhalt


"Religionslehrerinnen und Religionslehrer stehen mit ihrer Person auch für den Glauben der Kirche ein. Sie sind gesandt, Zeugen des Glaubens in der Schule zu sein. Für viele Schülerinnen und Schüler sind sie die Kontaktpersonen zur Kirche. Religionslehrerinnen und Religionslehrer werden so zu Brückenbauern zwischen Kirche und Schule." So heben die deutschen Bischöfe in ihrem Wort: "Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen" (2005, S. 34) die kirchliche Bedeutung der ReligionslehrerInnen hervor. Sie greifen das Bild des Brückenbauers auch in ihrer neuesten Veröffentlichung zum Thema: "Kirchliche Anforderungen an die Religionslehrerbildung" (2011) wieder auf, indem sie die Ausbildung zur beruflichen Identität und Spiritualität als eine von drei "Dimensionen der beruflichen Handlungsfähigkeit" begreifen (S. 16f). Die anderen beiden Dimensionen sind die "Urteils- und Dialogfähigkeit in religiösen und moralischen Fragen" (S. 14f) und die "religionspädago-gischen Kenntnisse und Fähigkeiten" (S. 15f).
Im Seminar wollen wir uns auf die dritte Dimension konzentrieren, die es Religionslehrer¬Innen erlauben soll, "mit ihrer Person für den Glauben der Kirche ein[zustehen]" (S. 47). Zur Vorbereitung auf das Seminar, das vom 12.-14. März 2012 an der Akademie in Schwerte stattfindet, befragen die Studierenden selbst erfahrene ReligionslehrerInnen zu ihrem beruflichen Selbstverständnis hinsichtlich ihrer kirchlich definierten Rolle eines "Brücken-bauers zwischen Kirche und Schule" (S. 17). Dazu wird in einer ersten Sitzung am Mittwoch, den 12.10., ein Interviewleitfaden diskutiert, der die Basis für die Gespräche mit den ReligionslehrerInnen bildet. Jeder Studierende muss zwei Personen interviewen, einen Religionslehrer und eine Religionslehrerin, eine Person, die an einer Gesamtschule arbeitet, und eine, die an einem Gymnasium wirkt. In einer zweiten Sitzung am Mittwoch, den 16.11., wird auf der Basis der Interviewerfahrungen - mindestens ein Interview muss bis dahin durchgeführt worden sein - gemeinsam ein Seminarplan erstellt. Bis zum 15.1.2012 müssen die Interviews transkribiert sein, so dass die Transkripte in den entsprechenden Kurs eingestellt und für alle TeilnehmerInnen zugänglich sind.
Die Teilnahme an dem Seminar: "Methoden empirischer Forschung in der Religionspädagogik" (Do 14-16, GABF 04/714) auf freiwilliger Basis wird empfohlen, insofern das Seminar intensiver auf die zu führenden Interviews vorbereiten kann.
Das Seminar in Schwerte ist auch für das Akademiepublikum geöffnet. Wir hoffen, dass beruflich tätige oder ehemalige ReligionslehrerInnen unseren Kreis bereichern, so dass wir aus ihren Diskussionsbeiträgen lernen können.

Die TeilnehmerInnenzahl ist begrenzt auf 25 TeilnehmerInnen. Die Kosten für Unterbringung und Verpflegung belaufen sich - bedingt durch Zuschüsse aus dem Erzbistum Paderborn aufgrund der Kooperationsveranstaltung mit der Akademie - pro TeilnehmerIn auf nur ca. 50 Euro.

Literaturhinweise


  • Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen, hg. v. Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (= Die deutschen Bischöfe 80) Bonn 2005.
  • Kirchliche Anforderungen an die Religionslehrerbildung (= Die deutschen Bischöfe 93) Bonn 2011. [Die Schriften der Bischöfe können auf der Internet-Seite der DBK kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden.]


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Methoden empirischer Forschung in der Religionspädagogik

Zeit: Do 14-16 | Raum: GABF 04/714
Beginn: 13.10.11 | VSPL: bis 05.10.11 (020 114)
BA: Modul VII | M.Theol: M13
Dr. Norbert Brieden

Inhalt


Die empirische Religionspädagogik hat in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung gewonnen. Wie ist beispielsweise wissenschaftlich überprüfbar nachzuweisen, welche religiösen Vorstellungen Kinder und Jugendliche heute bewegen? Welche Milieus bestimmen auf welche Weise, wie religiöse Denkmuster sich in den Köpfen Heranwachsender entwickeln? Welche Rolle können hierbei Institutionen wie Kirche und Schule heute noch spielen?
Um auf diese Fragen belastbare Antworten zu erhalten, wurden und werden quantitative und qualitative Methoden zur Erhebung empirischer Daten entwickelt (Fragebogen- und Interviewtechniken, Analysemethoden etc.). Im Seminar geht es darum, sich mit einer Auswahl qualitativer Methoden auf der Basis bereits erfolgter religionspädagogischer empirischer Untersuchungen vertraut zu machen. Das Seminar soll dazu anregen, beispielsweise als Hausarbeit im Wahlmodul VII des BA-Studiums eine eigene empirische Studie anzufertigen, die gegebenenfalls als BA-Arbeit ausbaufähig ist.
Im Studiengang Magister Theologiae vermittelt das Seminar exemplarisch, wie Prozesse des Christwerdens in heutiger Kultur und Gesellschaft empirisch erforscht und diskutiert werden. Vorausgesetzt wird bei den Teilnehmenden, sich in die Methodik empirischen Arbeitens zu vertiefen und eine Sitzung zu einer Methode zu gestalten, durch die eine religionspädagogisch relevante Fragestellung erforscht wurde.
Die Teilnahme wird auch jenen Master of Education-Studierenden auf freiwilliger Basis empfohlen, die das Blockseminar zum Beruf des Religionslehrers/der Religionslehrerin als fachdidaktisches Seminar in Modul E wählen.

Literaturhinweise


  • Porzelt, Burkard/Güth, Ralf (Hg.): Empirische Religionspädagogik. Grundlagen - Zugänge - Aktuelle Projekte, Münster 2000.
  • Riegel, Ulrich: Gott und Gender. Eine empirisch-religionspädagogische Untersuchung nach Geschlechtsvorstellungen in Gotteskonzepten, Münster 2004.
  • Stögbauer, Eva-Maria: Die Frage nach Gott und dem Leid bei Jugendlichen wahrnehmen: Eine qualitativ-empirische Spurensuche, Bad Heilbrunn 2010.


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Werte und nochmals Werte – Warum die Wertebildung in der Religionspädagogik so hoch im Kurs steht

Zeit: Di 18-19 | Raum: GABF 04/354
Beginn: 12.10.2011 | VSPL: 05.10.2011 (020 098)
Adressaten: Qualifikand/innen in der Religionspädagogik
Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf

Inhalt


Eine der nicht unproblematischen Argumentationsfiguren für die Legitimation des Religionsunterrichts in der öffentlichen Schule ist der Anspruch, dass der Religionsunterricht einen unverzichtbaren Beitrag zur Wertebildung leistet.
Im Oberseminar soll diese Argumentationsfigur problematisiert und auf dem Hintergrund subjektiver Theorien von Religionslehrer/innen diskutiert werden. Ebenso geht es darum, unterschiedliche religionssoziologische Studien zu Wertvorstellungen von Jugendlichen vorzustellen, Konzepte von Wertebildung zu prüfen und zu fragen, wie religiöses Lernen aussehen kann, das Wertebildung befördert.
Das Seminar richtet sich an Qualifikand/innen in der Religionspädagogik. Die Stunde am Dienstag wird ergänzt durch eine Blockveranstaltung Frei/Sa. (Termin wird noch bekannt gegeben)



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Religionspädagogik – Methodenkiste der Theologie? Zum wissenschaftstheoretischen Verständnis der Religionspädagogik

Zeit: Mi 17-18 | Raum: GABF 04/354
Beginn: 12.10.2011 | VSPL: 05.10.2011 (020 098)
Adressaten: MEd, MTh
Prof. Dr. Mirjam Schambeck sf

Inhalt


Im Kolloquium geht es darum, die Klischees, die der Religionspädagogik seit dem 20. Jh. anhaften, aufzudecken und ein wissenschaftstheoretisches Verständnis einer Religionspädagogik zu diskutieren, das den Fächerkanon der Theologie originär ergänzt und die Humanwissenschaften befruchtet. Auf diesem Hintergrund sollen aktuelle Tendenzen und Entwicklungen in der Religionspädagogik erörtert werden.

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Schulpraktische Studien: Erfahrungen mit dem Religionsunterricht

Zeit, Raum und Beginn nach Vereinbarung
VSPL: 30.09.2011 (020 106)
MEd: Modul A
Dr. Norbert Brieden

Inhalt


Das Blockseminar findet nach Absprache in einem Arbeitsraum der KOM (katholischen Hochschulgemeinde, Unicenter) für jene Studierenden statt, die im vergangenen Sommersemester (oder früher) das Vorbereitungsseminar für schulpraktische Studien besucht und während der vorlesungsfreien Zeit eigene Erfahrungen mit dem Religionsunterricht gemacht haben. Im Seminar wird an diesen Erfahrungen gearbeitet: Fragen werden entwickelt und Lösungsvorschläge diskutiert.

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Praktikumsvorbereitung: Religionsdidatkik und -methodik

Zeit: Di 8-10 | Raum: GA 6/134
Beginn: 11.10.2011 | VSPL: 05.10.2011 (020 105)
MEd: Modul A
Dr. Norbert Brieden

Inhalt


Die Religionsdidaktik analysiert Prozesse religiösen Lernens. In theoretischer Praxisreflexion und praktischer Erprobung der Theorie möchte sie Gesetzmäßigkeiten feststellen, die es erlauben, Hinweise zur Gestaltung religiöser Lernprozesse zu geben.
Zu Beginn des Seminars erfolgt eine Einführung in den Zusammenhang von Inhalt - Ziel - Methode, die durch eine von den Teilnehmenden gewählte allgemeine Einführung in die Planung von Religionsunterricht konkretisiert wird (Schmid, Lehmann, Brieden). Danach soll das Seminar am Beispiel von Sitzungen, die von den Studierenden gestaltet werden, in religionsdidaktische Grundbegriffe und die Aufgaben des Religionsunterrichts heute einführen, besonders durch eigene Reflexionseinheiten, die diese Sitzungen religionsdidaktisch aufarbeiten.
Das Seminar bereitet damit im Studiengang „Master of Education“ die fachbezogenen schulpraktischen Studien vor, welche die Studierenden in einem vierwöchigen Blockpraktikum absolvieren. Diese Studien werden vom Seminarleiter begleitet und während eines Blockseminars zu Beginn des folgenden Winterrsemesters gemeinsam reflektiert.

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