Wintersemester 2015/2016

Vorlesungen


Hauptseminare


Oberseminar



Glauben lernen? Einführung in die Religionspädagogik

Zeit: Di 10-12 | Raum: NB 02/99
Beginn: 03.11.2015 | VSPL: (Nr. 020091)
BA: Modul VI | Magister Theologiae M4
Dozent: Prof. Dr. Bernhard Grümme

Den Glauben lehren und lernen zu wollen birgt unter den Bedingungen einer pluralisierten und globalisierten Welt enorme Herausforderungen. Gängige Muster der Glaubensweitergabe sind deutlich an ihre Grenzen gelangt. Religiöse Milieus sind ausdifferenziert. Kulturelle, kirchliche und lebensweltliche Verwurzelungen des Glaubens sind verblasst, ohne dass Religion verschwunden ist. Religion ist einerseits unsichtbar geworden, drängt aber andererseits mit Macht in die Öffentlichkeit. Wie soll unter solchen Bedingungen von Pluralisierung und Säkularisierung Glaube gelernt werden können? Welche Lernorte des Glaubens gibt es und welche innere Logik des Glaubenlehrens und Glaubenlernens findet sich dort? Was passiert mit Religion und Glaube, wenn sie in Bildungskontexte eintreten?
Die Vorlesung will nach einer Ausleuchtung des Kontextes gegenwärtigen Glaubenlehrens und Glaubenlernens im Lichte bildungstheoretischer Überlegungen Konzepte, Dimensionen und Prinzipien der Religionsdidaktik und der Katechese diskutieren.


Einführung in die Religionsdidaktik

Zeit: Fr 10-12 | Raum: GA 03/149
Beginn: 30.10.2015 | VSPL: (Nr. 020095)
BA: Modul VII | Magister Theologiae M13
Dozent: Prof. Dr. Bernhard Grümme

Glauben lehren als Akt geistlicher Gewalt oder Hilfe zur Menschwerdungen des Menschen? Welcher Stellenwert kommt dabei dem Religionsunterricht zu? Fungiert er als letzte Bastion kirchlicher Sozialisation in der allgemeinen „Verdunstung des Glaubens“? Oder steht er vielleicht doch im Dienste der Mündigkeit der Schülerinnen und Schüler angesichts ihrer „unsichtbaren Religion“ (Luckmann) und hätte damit durch seinen Beitrag zum schulischen Bildungsauftrag seinen unverzichtbaren Platz in der öffentlichen Schule? Reicht aber dazu eine reine Information über Religion aus oder müsste dieser Religionsunterricht nicht doch konfessionell geprägt sein?

Ein breites Themenspektrum eröffnet sich angesichts dessen für die Vorlesung. Vor dem Hintergrund der Erarbeitung eines pluralitätsfähigen Religionsbegriffs werden religionsdidaktische Konzepte ebenso in näheren Augenschein genommen wie Begründungen und Zielsetzung des Religionsunterrichtes und die Rolle der Schülerinnen und Schüler wie der Unterrichtenden.

Religionspädagogische Anthropologie

Zeit: Fr 12-14 | Raum: GABF 04/714
Beginn: 30.10.2015 | VSPL: (Nr. 020090)
BA: Modul VII | Magister Theologiae M13
Dozent: Prof. Dr. Bernhard Grümme

Jedes Lernen wird von Einstellungen und Vorannahmen über den Menschen beeinflusst. Von Menschenbildern ist die Rede, die in Erziehung, Bildung und Unterricht wirksam werden – auch im Religionsunterricht. Dabei fungiert eine Anthropologie als Kriterium für gute und schlechte religionspädagogische Praxis. Andererseits neigen Bilder zu Verkrustungen und machtbedingten Festlegungen. Wie aber kann dann religiöse Bildung auf Menschenbilder zurückgreifen?
Diesen komplexen wie provokativen Fragen geht das vorliegende Hauptseminar nach.

Religionspädagogik nach der Schoah

Zeit: Fr 14-16 | Raum: GA 6/131
Beginn: 05.02.2016 | VSPL: (Nr. 020092)
Magister Theologiae M4
MEd nach alter Ordnung: Modul B | MEd nach neuer Ordnung: Modul E
Dozent: Prof. Dr. Bernhard Grümme

Jede Gottesrede ist im Lichte der Shoah in eine tiefe Krise geraten. Dies gilt für Theologie wie für Religionspädagogik. Wie können, wie müssen religiöse Bildungsprozesse angelegt sein, die diesem „Zivilisationsbruch“ entsprechen wollen? Welche Lernwege gibt es? Welche Lernorte? Welche kontextuellen Bedingungen gibt es?
Das Hauptseminar versucht, sich auf eine besondere Weise diesen komplexen Herausforderungen zu stellen. Es ist als eine Kooperationsveranstaltung mit der Päpstlichen Universität Krakau angelegt. Die besonderen kontextuellen Verwurzelungen und Bedingungen auszulotend, die in einer gemeinsamen deutsch-polnischen Reflexion liegen, führt es je zur Hälfte polnische und deutsche Studierende wie Lehrende zusammen, um über eine Theologie und Religionspädagogik nach Auschwitz nachzudenken und Grenzen und Möglichkeiten von Gedenkstättenpädagogik in theoriegeleiteten Erkundungen kennenzulernen und zu reflektieren.


Perspektiven des Religionsunterrichts

Zeit: Di 12-14 | Raum: GABF 04/714
Beginn: 20.10.2015 | VSPL: (Nr. 020097)
MEd nach neuer Ordnung: Modul A
Dozent: Marcin Morawski

Religionsunterricht ist ein komplexer Gegenstand, der viele Dimensionen hat, die im Vorfeld bedacht und theoretisch ausgeleuchtet werden müssen, um den Anforderungen der Praxis gerecht zu werden.
In diesem Seminar soll es darum gehen, unterschiedliche Perspektiven des Religionsunterrichts aufzuzeigen und vor dem Hintergrund religionspädagogischer Konzepte zu erhellen, wobei die ausgewählten Ansätze vertieft und aus unterschiedlichen Blickwinkeln behandelt werden sollen.

Sprache vor dem Hintergrund der Bildungsgerechtigkeit

Zeit: Mo 8-10 | Raum: GABF 04/714
Beginn: 19.10.2015 | VSPL: (Nr. 020100)
BA: Optionalbereich (DSSZ Modul III)
Dozent: Marcin Morawski

In diesem Seminar soll es zunächst darum gehen, sich dem Begriff der Bildungsgerechtigkeit im theoretischen Kontext zu nähern.
Im zweiten Schritt soll die Bedeutung von Sprache für den Religionsunterricht herausgestellt und Konzepte zur Sprachförderung im Religionsunterricht untersucht und bewertet werden.
Anschließend werden eigene Konzepte zur Sprachförderung im Religionsunterricht entwickelt, erprobt und evaluiert.
Die Adressaten der Konzepte sind Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I. Es findet im Rahmen des Seminars eine Kooperation mit der Erich Kästner Gesamtschule in Bochum statt, so dass praxisnah gearbeitet werden kann.

Erfahrungen mit dem Religionsunterricht

Zeit: 24.10.2015 9-16 | Raum: N.N.
Beginn: 24.10.2015 | VSPL: (Nr. 020099)
MEd nach alter Ordnung: Modul A
Dozent: Marcin Morawski

Das Seminar richtet sich an die Studierenden, die das Seminar Religionsdidaktik- und Methodik besucht und das vierwöchige Praktikum absolviert haben.
Die Teilnehmer erhalten Gelegenheit, sich über ihre Erfahrungen im Praktikum auszutauschen, ihre Lehrerrolle sowie ihre gehaltenen Unterrichtsstunden zu reflektieren und Lösungsansätze für mögliche Probleme und Schwierigkeiten zu entwickeln.
Des Weiteren können Materialien ausgetauscht werden.

Religionspädagogisches Vorbereitungsseminar auf die Praxis

Zeit: Mi 8-10 | Raum: GA 6/134
Beginn: 21.10.2015 | VSPL: (Nr. 020098)
MEd nach alter Ordnung: Modul A | MEd nach neuer Ordnung: Modul A
Dozent: Marcin Morawski

Dieses Seminar dient sowohl der Vorbereitung auf das Blockpraktikum als auch auf das Praxissemester. Es sollen hierbei ausgewählte religionspädagogische Konzepte hinsichtlich ihrer Relevanz für die Praxis untersucht werden. Diese können Grundlage für theoriegeleitete Erkundungen im Rahmen des Praxissemesters bzw. für den Beobachtungsschwerpunkt im Rahmen des Blockpraktikums sein.
Planung, Durchführung und Reflexion von Religionsunterricht sind ebenfalls Gegenstand des Seminars. Dabei sollen u.a. folgende Fragestellungen berücksichtigt werden: Welche Vorgaben findet man in den Curricula? Wie wird ein Unterrichtsgegenstand zu einem Thema? Wie findet und formuliert man Unterrichtsziele? Wie lassen sich diese operationalisieren? Welche Materialien und Methoden eigenen sich, um die gesetzten Lernziele zu erreichen? Welche Kompetenzen können die Schüler erlangen? Wie baut man eine Stunde auf? (...)

"Ein Haus voller Glorie schauet!", Kirche im Religionsunterricht

Zeit: Di 8-10 | Raum: GABF 04/714
Beginn: 20.10.2015 | VSPL: (Nr. 020096)
MEd nach alter Ordnung: Modul E | MEd nach neuer Ordnung: Modul C
Dozent: Patrik Dzambo

Institutionalisierte Formen von Religion erfahren einen zunehmenden Bedeutungsverlust im gegenwärtigen Religionskontext. Doch was weiß die empirische Forschung konkret zum Verhältnis zwischen Kirche und Jugend heute und wie kann hiervon ausgehend das Phänomen Kirche in angemessener Weise in religiösen Lernprozessen thematisiert werden? Welche religionsdidaktischen Konzepte gibt es hierzu? Im Seminar soll diesen Problemhorizonten praxisbezogen nachgegangen und damit „Kirche“ aus unterschiedlichen Blickwinkeln behandelt werden.

"Train hard, or go home!" Moderne Körperkonstruktionen als Herausforderung einer zeitsensiblen Religionspädagogik

Zeit: Di 16-18 | Raum: GABF 04/714
Beginn: 20.10.2015 | VSPL: (Nr. 020096)
BA: Modul VII
Dozent: Patrik Dzambo

Gegenwärtig hat der Körper in besonderem Maße Konjunktur. Ob in Fernsehformaten wie „Germanys next Topmodel“ oder "The Swan - Endlich schön", ob in Werbeslogans der wachsenden Fitness- und Kosmetikindustrie wie "Mc Fit. Einfach gut aussehen", oder in besonderen Körperkultpraktiken wie Tätowierungen und Piercings: der menschliche Körper wird zunehmend zum individuellen Gestaltungs-„Projekt“ (Posch) des Einzelnen und damit zum besonderen Instrument der jeweiligen Selbstinszenierung. Doch wie lässt sich dieses Projekt charakterisieren? Was ist der menschliche Körper und in welchem Verhältnis steht die Materie zum Geist? Arbeiten Frauen an anderen „Projekten“ als Männer? Welche sozialen Normen werden hier verkörpert, welche soziokulturellen Unterschiede gibt es?
Im folgenden Seminar soll diesen Fragen nachgegangen und damit ein vieldimensionaler Zugriff auf unterschiedliche Körperkonzepte geworfen werden. Hierbei wird insbesondere zu prüfen sein, wie diese Konzepte mit der jüdisch-christlichen Vorstellung zum Körper ins Gespräch gebracht werden können und welche theologisch-religionspädagogischen Herausforderungen sich hierbei ergeben.

Aktuelle Diskussionen der Religionspädagogik

Raum: n.V. | VSPL: (Nr. 020094)
Dozent: Prof. Dr. Bernhard Grümme

Im Oberseminar sollen aktuelle Debatten der Religionspädagogik wahrgenommen, diskutiert und kritisch beurteilt werden. Es richtet sich an Interessierte aus höheren MEd-Semestern, Examenskandidaten und Doktoranden.
Die Veranstaltungen finden jeweils dienstags, 16-20 Uhr statt. Beginn und Daten werden noch bekannt gegeben.