Sommersemester 2014

Vorlesung

Hauptseminare



Glauben lernen? Einführung in die Religionspädagogik

Zeit: Fr 10-12 | Raum: GA 03/149
Beginn: 11.04.2014 | VSPL: 17.04.2017 (Nr. 020091)
BA: Modul VI
Dozent: Prof. Dr. Bernhard Grümme

Den Glauben lehren und lernen zu wollen birgt unter den Bedingungen einer pluralisierten und globalisierten Welt enorme Herausforderungen. Gängige Muster der Glaubensweitergabe sind deutlich an ihre Grenzen gelangt. Religiöse Milieus sind ausdifferenziert. Kulturelle, kirchliche und lebensweltliche Verwurzelungen des Glaubens sind verblasst, ohne dass Religion verschwunden ist. Religion ist einerseits unsichtbar geworden, drängt aber andererseits mit Macht in die Öffentlichkeit. Wie soll unter solchen Bedingungen von Pluralisierung und Säkularisierung Glaube gelernt werden können ? Welche Lernorte des Glaubens gibt es und welche innere Logik des Glaubenlehrens und Glaubenlernens findet sich dort? Was passiert mit Religion und Glaube, wenn sie in Bildungskontexte eintreten?
Die Vorlesung will nach einer Ausleuchtung des Kontextes gegenwärtigen Glaubenlehrens und Glaubenlernens im Lichte bildungstheoretischer Überlegungen Konzepte, Dimensionen und Prinzipien der Religionsdidaktik und der Katechese diskutieren.


Religionsunterricht denken. Neue Konzeptionen zum RU

Zeit: Di 14-16 | Raum: GAFO 02/364
Beginn: 15.04.2014 | VSPL: 17.04.2014 (Nr. 020088)
BA. Modul VI
Dozent: Prof. Dr. Bernhard Grümme

Die Religionspädagogik ist in Bewegung gekommen. Eine Vielzahl an neuen Konzepten und Entwürfen zum Religionsunterricht ist entstanden. Man traut Konzepten zu, den oft in Miss-kredit geratenen Religionsunterricht zu verbessern. Andere hingegen sprechen bereits von einer „Neuen Unübersichtlichkeit“. Manche glauben gar, in der Vielzahl neu entstehender Konzepte vor allem das modische Diktat wohlfeiler Marktförmigkeit oder gar die Profilie-rungssucht ihrer Autoren erkennen zu können, während man andernorts die Relevanz von Konzepten für die konkrete Planung, Durchführung und Reflexion religionsunterrichtlicher Lehr-Lernprozesse grundsätzlich in Frage stellt.
Das Seminar will in dieser Situation einen Überblick über aktuelle Konzeptionen zum Religi-on erarbeiten und dabei der Frage nachgehen, inwiefern die Konzepte einen Beitrag zu einem guten Religionsunterricht leisten.
Von den Teilnehmern wird aktive Mitarbeit erwartet. Dazu zählt die vorbereitende Lektüre der im Blackboard eingestellten Texte.



Unpolitischer RU? Zur politischen Dimension religiöser Bildung

Zeit: Fr 12-14 | Raum: GC 03/142
Beginn: 11.04.2014 | VSPL: 17.04.2014 (Nr. 020089)
M.Ed: Modul C
Dozent: Prof. Dr. Bernhard Grümme

Was hat der RU eigentlich mit Politik zu tun? Sicher, gelegentlich wird auch im RU über politische Themen diskutiert. Aber hat der RU eine politische Dimension? Und wie politisch ist Jesu Reich-Gottes-Botschaft, wie politisch das Christentum?
Sieht man genauer hin, dann kann der RU sich seiner politischen Implikationen nicht entwinden. In vielfacher Hinsicht steht er in politischen Zusammenhängen. Es fängt schon an mit der Begründung des RU im Grundgesetz. Und wie oft nehmen Politikerinnen und Politiker Bezug auf den RU, um eigenen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Passt der RU nicht auf, analysiert er nicht kritisch die politischen Vernetzungen und Abhängigkeiten, in denen er steht, läuft er Gefahr, möglicherweise politischen Zwecken dienstbar gemacht zu werden. Und wie steht es mit dem politischen Bewusstsein von SchülerInnen und Studierenden? Andererseits scheinen manchmal Themen im RU dadurch um ihre politische Brisanz gebracht zu werden, dass sie in einen ethischen Horizont eingeschrieben werden. Diesem vielschichtigen wie spannenden Zusammenhängen will das Hauptseminar nachspüren.
Von den Teilnehmern wird aktive Mitarbeit erwartet. Dazu zählt die vorbereitende Lektüre der im Blackboard eingestellten Texte.


Bildungsgerechtigkeit als Thema für den RU

Zeit: Fr 14-16 | Raum: GABF 05/707
Beginn: 11.04.2014 | VSPL: 17.04.2014 (Nr. 020090)
M.Ed: Modul C
Dozent: Prof. Dr. Bernhard Grümme


Bildungsgerechtigkeit stellt nicht zuletzt in Deutschland ein brisantes Problem dar. Nach neuesten Bildungsstudien zeigt sich, dass in kaum einem anderen Land die Bildungserfolge so stark vom Status der Eltern abhängig und in einem eklatanten Maße Bildungschancen ungleich verteilt sind. Dies bildet sich auch im Schulsystem selber und in den unterschiedlichen Schulformen ab.
Derzeit wird deshalb in vielen Wissenschaften Bildungsgerechtigkeit intensiv erforscht. Die Religionspädagogik hat hier jedoch erheblichen Nachholbedarf. Ein solches Desiderat fällt umso schwerer ins Gewicht, als es gerade die Religionspädagogik sein müsste, die sich aus ihren Basisaxiomen der Gottesebenbildlichkeit und der Subjektorientierung mit Bildungsgerechtigkeit beschäftigen müsste. Immerhin geht es dieser zentral um die Mündigkeit und Autonomie der Lernenden. Ein Menschenrecht auf Bildung wird damit zur religionspädagogischen Sache selbst.
Stattdessen jedoch bemüht sich zwar die Religionspädagogik um Heterogenitätsfähigkeit und Pluralitätsfähigkeit, scheint aber dabei in einer kulturalistischen Verengung die soziokulturellen Faktoren religiösen Lernens abzublenden und ihre eigene Standortgebundenheit in einem bildungsbürgerlichen Milieu zu übersehen. Es kann sein, dass dadurch der Religionsunterricht das eigene Postulat der Subjektorientierung als einer „Sprachschule der Freiheit“ unterläuft und selber zur Bildungsungerechtigkeit beiträgt. Darum müsste die Auseinandersetzung damit grundlegend eingehen in religionspädagogische und religionsdidaktische Konzeptbildung. Sie müsste Konsequenzen haben für die Lehrerbildung, für die Planung und Gestaltung des RU bis in Ansätze der Kinder und Jugendtheologie hinein.
Dieses Seminar begreift die Bildungsgerechtigkeit als eine massive Herausforderung für religiöse Bildung in Schule und Gemeinde. Es analysiert besonders eklatante Bereiche der Bildungsungerechtigkeit, bewertet diese im Lichte eines interdisziplinär gewonnenen Gerechtigkeitsbegriffs und nimmt bildungstheoretische und unterrichtspraktische Aspekte religiösen Lehrens und Lernens in den Blick.
Von den Teilnehmern wird aktive Mitarbeit erwartet. Dazu zählt die vorbereitende Lektüre der im Blackboard eingestellten Texte.



Jesus Christus in Kunst, Film und Musik - Vermittlungsansätze für den RU

Zeit: Blockseminar: 28.06 und 05.07., jeweils 10-16 Uhr | Raum: GBCF 04/714
VSPL: 05.06.2014 (Nr. 020085)
M.Ed: Modul D
Dozent: Marcin Morwaski StR i.H.

Betrachtet man die Vielzahl an Kunstwerken, Filmen und Musikstücken, die Jesus Christus zum Gegenstand haben, wird deutlich, dass eine Auseinandersetzung mit dieser Thematik eine starke Faszination auf Menschen ausübt.
Bild, Film und Musik verfügen im Vergleich zum Text über eine eigene Sprache, die sich einer vollständigen Übersetzung ins Wort entzieht. Vielmehr kann diese Sprache einen anderen Zugang zur Wirklichkeit schaffen und den Rezipienten auf anderen Ebenen oder Kanälen ansprechen. Gegenwärtig scheinen die Rezeptionsgewohnheiten von Schülerinnen und Schülern häufig in Bildern, in bewegter oder unbewegter Form, wie auch der Musik näher zu stehen als dem Wort. Dies bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass die Schülerinnen und Schüler die "Grammatik" der o.g. Sprachformen beherrschen.

In diesem Seminar soll es um die Frage gehen, wie das Thema Jesus Christus anhand von Bildern, Filmen und Musikstücken im Unterricht vermittelt werden kann. Exemplarisch und praxisnah sollen Methoden für den Religionsunterricht vorgestellt und erprobt werden.
Dabei ist eine Auseinandersetzung mit den genuinen Sprachformen der drei Genres, insbesondere aber von Kunst und Film, grundlegend.

Religionsdidaktik und -methodik

Zeit: Di 12-14 | Raum: GA 06/134 |
Beginn: 22.04.14 | VSPL: (Nr. 020082)
M.Ed. Modul A
Dozentin: Stephanie Dahm

Die Religionsdidaktik analysiert Prozesse religiösen Lernens. In theoretischer Praxisreflexion und praktischer Erprobung der Theorie möchte sie Gesetzmäßigkeiten feststellen, die es erlauben, Hinweise zur Gestaltung religiöser Lernprozesse zu geben.
Das Seminar bereitet damit im Studiengang „Master of Education“ die fachbezogenen schulpraktischen Studien vor, welche die Studierenden in einem vierwöchigen Blockpraktikum absolvieren. Diese Studien werden vom Seminarleiter begleitet und während eines Blockseminars zu Beginn des folgenden Winterrsemesters gemeinsam reflektiert.

Erfahrungen mit dem Religionsunterricht

Zeit: Gruppe 1: 18./19.04.2014, 10-16 Uhr ; Gruppe 2: 25./26.04.2014, 10-16 Uhr
M.Ed. Modul A | VSPL: (Nr. 020083)
Dozentin: Stephanie Dahm