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Research Department: Closed Carbon Cycle Economy

Beispiele für relevante Forschungsthemen

Im Laufe der letzten Monate haben Kolleginnen und Kollegen aus allen Bereichen der Ruhr-Universität Fragestellungen der Closed Carbon Cycle Economy diskutiert. Das Ergebnis ist eine Themenmatrix, die, obwohl sicher bei weitem noch nicht komplett, die Komplexität der Fragestellung verdeutlicht. Am Beispiel von acht Teilaspekten der Closed Carbon Cycle Economy bzw. der Transition hin zu einem solchen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem sei hier gezeigt, dass ausnahmslos alle Aufgabenstellungen multidisziplinäre Ansätze erfordern.

 

Gründungsmitglieder

Mit der Institution der Research Departments verfügt die Ruhr-Universität über ein Instrument, mit dem sich multidisziplinäre Fragestellungen in idealer Weise adressieren lassen und mit dem sich Kolleginnen und Kollegen aus dem Umfeld der Ruhr-Universität in gemeinsame Arbeiten einbinden lassen.
Als Gründungsmitglieder haben sich an der Ausarbeitung des Konzepts des neuen Research Departments beteiligt:

Designierte Sprecher des neuen Research Departments sind Prof. Dr. Roland Span, Dekan der Fakultät für Maschinenbau, und Prof. Dr. Johann-Christian Pielow, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Berg- und Energierecht.

 

Ausbildung einer regionalen Forschungsstruktur

Neben den an der Ruhr-Universität beschäftigten Mitgliedern wird angesichts der Komplexität des Themas die Einbindung assoziierter Mitglieder eine wichtige Rolle spielen. Regional bestehen in den relevanten Themenbereichen enge fachliche Verbindungen zum Beispiel zum Fraunhofer UMSICHT Institut, zu den Max-Planck Instituten für Chemische Konversion und Kohlenforschung, zum DLR-Institut für Antriebstechnik, zum Forschungszentrum Jülich, zur Hochschule Bochum und natürlich zu den Nachbaruniversitäten in Duisburg/Essen und Dortmund, mit denen die Ruhr-Universität im Rahmen der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) kooperiert.  Durch die vorgesehene Anbindung von Kolleginnen und Kollegen dieser Einrichtungen erfüllt das neue Research Department ein politisch klar artikuliertes Ziel: Bündelung der spezifischen Stärken aller in akademische Forschung und Entwicklung involvierten Institutionen, von Fachhochschulen über Universitäten, Fraunhofer- und Helmholtz- bis hin zu Max-Planck-Instituten, in die Bearbeitung gesellschaftlich relevanter Fragestellungen.

Durch die Bündelung von Aktivitäten an und im Umfeld der Ruhr-Universität entsteht ein international sichtbarer Forschungsschwerpunkt; das Research Department Closed Carbon Cycle Economy strebt eine enge Kooperation mit in diesem Bereich international führenden Forschungseinrichtungen an. In der wissenschaftlichen Arbeit sollen Auswirkungen auf Regional- und Stadtentwicklung aber ebenso adressiert werden wie globale Zusammenhänge.

 

Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses

Entsprechend der Tradition der Research Departments und im Bemühen langfristig einen möglichst großen forschungspolitischen Impact zu erzielen, ist zentrales Anliegen des Research Departments Closed Carbon Cycle Economy die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf der Ebene von PostDocs. Diese sollen als Young Researchers aufgenommen und sowohl zu eigenständigen Forschungsarbeiten als auch zur Beteiligung an kooperativen Forschungsvorhaben ermutigt werden.

 

Vorarbeiten

Die Struktur des beantragten Research Departments unterscheidet sich grundlegend von der Struktur der bisherigen Research Departments. Während diese an fachwissenschaftlich abgegrenzten Themen orientiert sind, muss die Struktur des Research Departments Closed Carbon Cycle Economy aus einer gemeinsamen Zielsetzung, einer gemeinsamen Vision abgeleitet werden. Um einen relevanten Beitrag zur Erreichung des Ziels leisten zu können, werden Arbeiten von Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedensten Fachbereichen zusammengeführt. Daraus resultiert eine viel interdisziplinärere Struktur, die aber gerade die Stärken der Volluniversität unterstreicht. Vor diesem Hintergrund ist es schwierig, Vorarbeiten im Bereich des zu gründenden Research Departments klar zu umreißen. Es gibt kein Förderprogramm, das so interdisziplinär aufgestellt und finanziell so gut ausgestattet ist, dass in ihm alle Mitglieder des Research Departments gemeinsam einen Antrag stellen könnten. Die für das Research Department Closed Carbon Cycle Economy relevanten wissenschaftlichen Fragestellungen stehen aber in unmittelbarem Zusammenhang mit einer ganzen Reihe national und international sichtbarer wissenschaftlicher Aktivitäten an der Ruhr-Universität. Genannt seien hier nur:

  • Das Research Department Materialforschung
  • Das Research Department Subsurface Modeling and Engineering
  • Der SFB/Transregio Oxyflame (gemeinsam mit RWTH Aachen und TU Darmstadt)
  • Der SFB/Transregio Vom Atom zur Turbinenschaufel (gemeinsam mit FAU Erlangen/Nürnberg)
  • Der ausgelaufene SFB Metall-Substrat-Wechselwirkungen in der heterogenen Katalyse
  • Das Marie‐Curie Programm DOHIP: Design of energy efficient High Pressure Processes
  • Das Fortschrittskolleg Energieeffizienz im Quartier (i.R.v. Fortschritt NRW, gemeinsam mit TU Dortmund und Univ. Duisburg-Essen)
  • Die ausgelaufene NRW-Forschungsschule Energieeffiziente Produktion und Logistik (gemeinsam mit TU Dortmund)
  • Die ausgelaufene Leibniz-Graduiertenschule RITaK - Rohstoffversorgung, Innovation, Technologie alter Kulturen
  • Das ausgelaufene BMBF-Projekt KuLaRuhr - Nachhaltige urbane Kulturlandschaft in der Metropole Ruhr (gemeinsam mit  Univ. Duisburg-Essen)

Ansprechpartner

Prof. Dr.-Ing. Roland Span
Institut für Thermo- und Fluiddynamik
Fakultät für Maschinenbau

Ruhr-Universität Bochum
44780 Bochum
Tel. 0234/32-23033
E-Mail: roland.span@thermo.rub.de