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Knochendichtemessung - QCT

Informationen

Info
Die DXA Untersuchung steht nicht mehr in unserer Abteilung zur Verfügung!
QCT wird weiterhin regelmä&sz30.01.2013

Was ist das?

Bei dieser Untersuchung wird die Dichte, also der Mineralsalzgehalt, des Knochens bestimmt. Der Begriff Osteo-Densitometrie leitet sich zum einen Teil aus dem Griechischen und zum anderen aus dem Lateinischen ab. Die griechischen Wortteile "osteo" und "metrie" können mit Knochen und Messung übersetzt werden. "Densus" ist der lateinische Wortteil und bedeutet dicht.

Wie funktioniert die Knochendichte-Messung?

Es gibt mehrere Verfahren, um die Knochendichte zu bestimmen. Der größte Teil beruht auf dem Prinzip der Röntgenuntersuchung. Siehe weiter unten.

Externe Youtube-Videos zur Demonstration:

1. Was ist Osteoporose?

2. Wie wird Osteoporose diagnostiziert?

Osteoporose, ich?

Die Untersuchung wird vor allem durchgeführt bei Verdacht auf Osteoporose. Osteoporose ist eine Verminderung der Knochenmasse und -stabilität, sowie der Veränderung der Knochenstruktur, beides assoziiert mit einer erhöhten Brüchigkeit der Knochen. Als Osteopenie bezeichnet man eine verminderte Knochendichte.

Besonders in folgenden Fällen wird eine Knochendichte-Messung veranlasst:

  • Bei deutlichen Osteoporose-Beschwerden, wie Knochenschmerzen, Rundrücken, gehäuften Knochenbrüchen, von Frauen vor der Menopause.
  • Bei deutlichen Beschwerden von Männern mit erhöhtem Osteoporose-Risiko: Ein erhöhtes Osteoporose-Risiko besteht z.B. bei Alkohol- und / oder Nikotinmissbrauch, gehäufter Osteoporose in der Familie, Diabetikern oder Mangelernährung.
  • Bei Frauen nach der Menopause mit erhöhtem Osteoporose-Risiko.
  • Bei Östrogenmangel.
  • Bei primärerm Hyperparathyreoidismus.
  • Zur Verlaufskontrolle der Osteoporose und / oder zur Therapiekontrolle.
  • Bei Verdacht auf Osteomalazie: Dabei handelt es sich um eine Verminderung der Knochendichte aufgrund eines mangelhaften Einbaus von Mineralstoffen in den Knochen.
  • Nach Knochenbrüchen ohne adäquates Trauma.

Die Osteoporose ist die häufigste generalisierte Skeletterkrankung. Betroffen sind in besonderem Maße postmenopausale Frauen, bei denen der Östrogenverlust zu einem verstärkten Abbau des Knochens führt, aber auch andere 'Risikopatienten', z.B. Patienten, die aufgrund ihrer Erkrankung langfristig Cortisonpräparate einnehmen müssen.

Typische osteoporotische Knochenbrüche sind Wirbelkörperfrakturen, häufig ohne großes Trauma, Hüftfrakturen und Radiusfrakturen. Auch andere Frakturen beim älteren Menschen können osteoporosebedingt sein. Der Knochendichtemessung kommt zur Zeit die größte Bedeutung in der Diagnose der Osteoporose zu. Dabei gilt, daß je niedriger die Knochendichte ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, in Zukunft eine Fraktur zu erleiden.

Wie läuft eine Knochendichte-Messung ab?

Die Diagnostik der Osteoporose mittels Knochendichtemessung wird in der Radiologischen Abteilung des St. Josef-Hospital seit 1990 betrieben. Nachdem anfangs lediglich eine Methode der Knochendichtemessung, die Zwei-Spektren-Röntgenabsorptiometrie, zur Verfügung stand, sind im Laufe der Jahre weitere Methoden hinzugekommen, die zum Teil in Methodikstudien ausgewertet werden. Die zur Zeit in unserer Klinik verfügbaren Methoden sind:

1. Die quantitative Computertomographie QCT

Diese Untersuchung wird bei uns im Institut angeboten.
Sowohl zur Diagnose, als auch zur Verlaufskontrolle einer Osteoporose wird dieses Verfahren eingesetzt. Das Prinzip dieser Untersuchung ist die Computer-Tomographie (CT). Die quantitative Computertomographie erlaubt eine überlagerungsfreie Messung lediglich des trabekulären Knochens im Wirbelkörper. Der trabekuläre Knochen ist stoffwechselaktiver als der kortikale Knochen und in zahlreichen Vergleichsstudien erwies sich die diagnostische Sensitivität der QCT-Messung als hervorragend. Somit kann die Knochenfestigkeit genauer angegeben werden. Die Strahlenbelastung der Untersuchung ist jedoch höher als bei der DXA-Untersuchung.

2. Die Zwei-Spektren-Röntgenabsorptiometrie DXA

Diese Untersuchung wird bei uns im Institut nicht mehr angeboten.
Die quantitative digitale Radiographie (QDR oder DEXA): Sie wird vor allem zur Verlaufskontrolle der Osteoporose eingesetzt, da sie eine geringere Strahlenbelastung mit sich bringt als die QCT. Auch bei ihr handelt es sich um eine Röntgenuntersuchung. Die DXA-Methode (dual-energy-X-ray-absorptiometry oder auch Röntgen-Absorptions-Messung) erlaubt eine relativ strahlenarme Messung des Knochenmineralgehaltes am Stammskelett (Lendenwirbelsäule, Hüfte) und am peripheren Skelett (Radius). Je geringer der Kalziumgehalt, desto poröser der Knochen und desto leichter können die Röntgenstrahlen den Knochen durchdringen.
Sie ist die weltweit verbreitetste Methode der Knochendichtemessung. Die gute Präzision, wie auch die geringe Strahlenbelastung lassen diese Methode als geeignet für Verlaufskontrollen erscheinen. Nachteilig ist die Aussagefähigkeit insbesondere bei älteren Menschen. Hier kommt es duch Verkalkung der Arterien und duch degenerative Veränderungen zu Überlagerungen, welche die Messergebnnisse beeinflussen können.


Hologic QDR 1000 DXA - Arbeitsplatz


3. Die Photodensitometrie

Diese Untersuchung wird bei uns im Institut nicht mehr angeboten.
Die Photodensitometrie ist die älteste Methode zur quantitativen Erfassung einer Knochendichte. In der Regel wird dabei ein Standard bekannter Dichte, z.B. ein Aluminiumkeil, mit dem interessierenden Knochen, in der Regel die Hand, geröntgt. Danach werden die Dichtewerte des Keiles mit der Untersuchungsregion verglichen. Diese Methode ist einfach durchzuführen und führt auch zu keiner großen Strahlenbelastung des Patienten. Ein wesentlicher Nachteil ist jedoch, daß die Untersuchung nur am peripheren Skelett durchgeführt werden kann.

4. Die quantitative Ultraschallmessung

Diese Untersuchung wird bei uns im Institut nicht mehr angeboten.
Die quantitative Ultraschalluntersuchung ist eine neue Methode in der Diagnostik der Osteoporose, die ihren Ursprung in der industriellen Materialprüfung hat. Ultraschallabschwächung und Ultraschallgeschwindigkeit können dabei gemessen werden. In unserer Klinik wird ein Gerät zur Messung der Ultraschallgeschwindigkeit an den Fingern benutzt. Ultraschallmessungen zur Diagnose der Osteoporose sind bisher noch nicht etabliert, und somit wird dieses Gerät auch in unserer Klinik zu Studienzwecken genutzt. Bisherige klinische Ergebnisse der quantitativen Ultraschallmessungen sind jedoch sehr vielversprechend, so daß eine Anwendung in der klinischen Diagnose der Osteoporose abzusehen ist. Ein weiterer wesentlicher Pluspunkt der quantitativen Ultraschalluntersuchung ist das vollständige Fehlen von Strahlenbelastung.

Vorbeugung

Sport

Und nicht vergessen:
Körperliche Aktivität ist für Osteoporose-Kranke aus mehreren Gründen unverzichtbar: Regelmäßiges Körpertraining schützt nicht nur vor Knochenfrakturen, sondern fördert außerdem die Selbständigkeit im Alltag. Und es hilft, Pflegebedürftigkeit zu vermeiden. Als Sportarten empfehlen sich insbesondere Wandern, Nordic Walking, Radfahren und Tai Chi. Denn: auch sehr wirksame Medikamente wie Bisphosphonate wirken kaum bei Immobilität.
Man muß sich jedoch anhand der eigenen Fitness und Knochendichte orientieren.

Medikamente

Mit Medikamenten läßt sich bei Osteoporose-Kranken nicht nur die Knochendichte erhöhen, sondern auch die Frakturrate senken. Kalzium und Vitamin D3 werden in den Leitlinien des Dachverbands Osteologie (DVO) als Basistherapie empfohlen. Von den Osteoporose-spezifischen Medikamenten gelten die beiden Bisphosphonate Alendronat und Risedronat sowie der selektive Östrogen-Rezeptor-Modulator Raloxifen aufgrund guter Studiendaten als erste Wahl.

Für Frauen mit manifester Osteoporose gibt es seit Ende 2003 eine neue Option: Teriparatid zur täglichen subkutanen Injektion stimuliert die Bildung neuer Knochensubstanz und senkt die Wirbelfrakturrate signifikant. Neu hinzugekommen ist für Frauen in der Postmenopause mit Osteoporose auch Strontiumranelat. Das Mittel steigert den Knochenaufbau und hemmt den Abbau. Die Wirbelfrakturrate wird mit täglich 2 g Strontiumranelat oral signifikant gesenkt.

Kunst

Einen künstlerischen Ansatz zur Aufklärung wählt Oliviero Toscani in seinem Buch "Osteoporosis – A Photographic Vision". Eine Ausstellung seiner Werke fand schon in mehreren Großstädten statt, u.a. in Berlin im Juni 2005.


 

 


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