Radiologie Bochum Ruhr-uni-Bochum
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Institut für Radiologie und Nuklearmedizin

Historisches

Chefarzt Dr. med. Otto Spanke

Die Radiologische Klinik - bis dahin der Medizinischen Klinik zugeordnet - wurde am 1.4.1962 selbständige Abteilung und zu diesem Zeitpunkt zusätzlich mit den Aufgaben der radiologischen Tumortherapie betraut.

Ihr erster Chefarzt war Herr Dr. Otto Spanke. Dort traf er damals auf zwei Röntgenzimmer, die von den beiden Ordensschwestern Sr. Leobaldine und Norbertine betreut wurden.

Das Amt des Chefarztes hatte Herr Dr. Spanke bis zum 31.3.1989 inne. Als ärztlicher "Einzelkämpfer" beginnend konnte er sich schließlich ein ärztliches Mitarbeiterteam von zwei Oberärzten und neun Assistenzärzten für den diagnostischen und strahlentherapeutischen Bereich schaffen.


Die diagnostische Abteilung war mit allen zur konventionellen Diagnostik erforderlichen Geräten ausgerüstet und besaß schon zum damaligen Zeitpunkt einen Angiographie-Arbeitsplatz, der die Darstellung der Zerebralarterien in Zwei-Ebenen-Technik ermöglichte. Nach mehreren Umrüstungen wurde dieser Bereich im Jahre 1990 auf die Digitale Subtraktionsangiographie umgerüstet.

 

Sonographie und CT

Die erste Anschaffung eines Sonographiegerätes erfolgte etwa 1980. Die bereits seit langer Zeit geplante Computertomographie konnte im Jahre 1984 in Betrieb genommen werden, wurde 1996 erneuert und erfreute sich alsbald aufgrund moderner Geräte- und subtiler Untersuchungstechnik sowie Befunderstellung durch engagiertes Personal einer großen Zuweisungsfrequenz aus dem eigenen Hause und aus anderen Krankenhäusern innerhalb und außerhalb Bochums.
Im April 2005 erfolgte die Installation des neuen Siemens Somatom Sensation 16 Zeilen Multislice CT. Mit diesem erweiterten sich die Anwendungsmöglichkeiten (z.B. virtuelle Koloskopie, CT Colonoscopy). Die Anzahl der Untersuchungen stieg aufgrund kürzerer Scanzeiten.

Nuklearmedizin

Die auch heute noch der Abteilung für Radiologische Diagnostik zugehörige Isotopenabteilung wurde 1969 eröffnet. Ihre Ausrüstung bestand zunächst in einem Nieren- und Schilddrüsenmeßplatz, wurde jedoch schon 1972 um die erste Anger-Gammakamera erweitert; 1990 konnte diese durch eine "ECT"-Kamera ersetzt werden, die die Erstellung von szintigraphischen Querschnittsbildern einzelner Organe ermöglicht.

Ein Probenwechsler für nuklearmedizinische Blutuntersuchungen wurde bereits Anfang der 70iger Jahre angeschafft. Diese nuklearmedizinischen Blutuntersuchungen wurden jedoch Mitte der neunziger Jahre abgeschafft, da vergleichbare Methoden mittlerweile auch im medizinischen Labor ohne die Verwendung radioaktiver Substanzen durchgeführt werden können.

 

Universitätsklinik

Bereits mit Beginn des "Bochumer Modells" wurde das St. Josef-Hospital in die Studentenausbildung einbezogen. Die Leiter der Radiologischen Klinik haben sich dieser Verpflichtung gern gestellt und vermitteln den Studenten in den Vorlesungen, Kursen und Praktika praxisnah radiologisches Fachwissen.

 

Prof. Dr. med. Odo Köster

Mit der Übernahme der Klinikleitung und der Lehrtätigkeit durch Herrn Prof. Dr. Odo Köster am 1. Januar 1990 und der gleichzeitigen Neubildung der Abteilung für Strahlentherapie (Leitende Ärztin: Frau Dr. M. Kißler) verlegten sich auch die Arbeitsschwerpunkte der Klinik mehr in den Bereich der digitalen Bildgebung durch Computertomographie (CT), Digitale Subtraktionsangiographie (DSA) und Kernspintomographie, wobei insbesondere CT und DSA dem therapeutischen Bereich größeres Gewicht verliehen.

Neubau 2000

Die wohl für alle Mitarbeiter und Patienten augenfälligste Veränderung des Radiologischen Instituts fand in den letzten Jahren durch die Erweiterung der Räumlichkeiten in den Neubau statt. Die Zeit bis zur Fertigstellung brachte für alle Mitarbeiter einiges an Unbill mit sich, angefangen vom Baulärm bis hin zu teilweise chaotischen Umzugsaktionen. Selbst Schilda machte vor der Radiologie nicht halt, fragt sich doch mancher Aussenstehende vielleicht, warum die schöne, ja beinahe verschwenderisch großzügige Fensterfront aufgrund der Bildschirmarbeitsplätze verklebt werden mußte.

Für die Größe der Radiologischen Klinik mit ihren ärztlichen Mitarbeitern, medizinisch technischen Assistent(inn)en und weiteren Schreib- und Bürokräften sowie den hinzugekommenen Methoden und Großgeräten war die Erweiterung der alten Abteilung eine Notwendigkeit. Erstmals besitzt die Abteilung einen Sozialraum für die Mitarbeiter, einige Arztzimmer sowie eine kleine Bibliothek.



Arbeiten im Radiologischen Institut

Das Spektrum der geleisteten Arbeiten ist groß und bezieht sich nicht nur auf die radiologische Darstellung verschiedenster Organe. Viel organisatorische Arbeit ist zu leisten, angefangen von der Erfassung der Patientendaten durch die unermüdlichen Kräfte an der "Rezeption". Tüten müssen beschriftet, geordnet, abgelegt und herausgesucht werden, und da Ordnung ja bekanntlich das halbe Leben ist, hat mancher sicher schon mal den Eindruck gewonnen, sein halbes Leben wirklich in der Röntgenabteilung verbringen zu müssen. Hier leistet Frau Schneider im Hellraum unschätzbare Dienste (...manchmal ist die Röntgentüte eben doch auf der Station, wenn auch nicht immer).

Die Sekretärinnen und Schreibkräfte der Abteilung sind den ganzen Tag im Einsatz, die Unzulänglichkeiten der Aussprache der befundenden Ärzte auszugleichen und aus dem Gemurmel (während des Umbaus mit zusätzlichem Baulärm) einen verständlichen Bericht zu erstellen. Last but not least verbleiben auch die zahlreichen Hilfs- und Reinigungskräfte, die dafür sorgen, daß die Abteilung am Morgen auch noch betretbar ist und immer schnell und bereitwillig einspringen, wenn noch etwas zu erledigen ist. Natürlich sind nicht zu vergessen die Ärztlichen Mitarbeiter, die befundend und beratend Ihren Tag verbringen und die medizinisch technischen Assistent(-inn)en in ihren Bemühungen um die beste Einstellung und Belichtung sowie die reibungslose Organisation ihrer Arbeitsplätze, zum Wohle der Patienten.


 

Forschung

Als Universitätsklinik im Rahmen des Bochumer Modells beinhaltet das Aufgabenspektrum der Klinik neben dem bereits erwähnten Unterricht auch die Möglichkeit der Forschung. Zu den Forschungsschwerpunkten der Radiologischen Klinik gehört die Knochendichtemessung zur Diagnose der Osteoporose. Wesentliche Beiträge zur Magenentleerung und Schluckstörungen bei unterschiedlichen Erkrankungen konnten in unserer nuklearmedizinischen Abteilung geleistet werden. Die enge Zusammenarbeit mit anderen Kliniken unseres Hauses wird durch weitere Forschungsschwerpunkte in der Diagnostik von Wirbelsäulenerkrankungen und in der Diagnostik von Erkrankungen des zentralen Nervensystems belegt. Sie erfährt eine Erweiterung durch die im Zuge der Anschaffung der MRT neu entstehenden Methoden zur Diagnostik von Herz- und Gefäßerkrankungen sowie der Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und der Haut. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Forschungsseite .

Zukunft

Die zukünftige Entwicklung der radiologischen Abteilung wird in dem Aufbau neuer Strukturen zur Ablage und Verbreitung digitaler Bilder liegen. Mit der zunehmenden Digitalisierung und der Verfügbarkeit moderner Computer auf den Stationen wird sich die Befundung der Untersuchung und die Befundmitteilung verändern. Mit der Einrichtung eines Systems zur Speicherung der digitalen Daten aus CT, MRT und Durchleuchtung hat diese Zukunft in der Radiologie bereits begonnen. Es ist zu hoffen, daß die eingeführten Systeme in Zukunft die Verbreitung von Befunden wie von Bildmaterial im Haus erleichtern werden und somit den Helfern und den Hilfesuchenden im Krankenhaus dienen.




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