Aufbau und Inhalt

Der Studiengang „Public History“ an der Ruhr-Universität Bochum ist ein konsekutiver Master-Studiengang über vier Semester. Er ist in zwei Bereiche aufgeteilt, einen vermittlungs- und einen fachwissenschaftlichen Teil. Jeder dieser beiden Teile bildet 30% der Endnote.

Die Module 1 bis 3 sind dem Bereich Public History zugeordnet.

Modul 1 soll den Studierenden die zentralen Konzepte und Theorien von Public History näherbringen. Die Studierenden erarbeiten sich erste Techniken zur Vermittlung historischen Wissens in eine breitere Öffentlichkeit. Das Modul besteht aus einer Ringvorlesung sowie einer Theoretischen Übung und einer Praktischen Übung. In der Ringvorlesung werden Phänomene der Public History und mögliche Berufsfelder für Public Historians vorgestellt. Die Veranstaltung wird gemeinsam von Lehrenden des Instituts sowie von Akteuren und Institutionen der Public History durchgeführt. In der Theoretischen Übung erarbeiten die Studierenden unterschiedliche theoretische Ansätze, Begriffe und Methoden von Public History, Geschichtsdidaktik und Rezeptionsforschung. In der Praktischen Übung entwickeln die Studierenden eigene kleinere Projekte und präsentieren diese. Die Modulnote fließt nicht in die M.A.-Note ein, es dient der Einführung in den Themenbereich „Public History“.

Modul 2 besteht aus zwei Seminaren und einer Exkursion. Die beiden Seminare stehen in einer engen thematischen Verknüpfung zueinander, da sie sich einmal fachwissenschaftlich und fachdidaktisch mit dem gleichen Themenfeld beschäftigen und dieses intensiv von beiden Seiten beleuchten. Abschluss des Moduls ist eine Exkursion zu einer für die Seminare relevanten geschichtsvermittelnden Institution. Die Modulprüfung besteht aus einer 45-minütigen mündlichen Prüfungen bei den Dozent(inn)en der beiden Seminare. Die Modulnote fließt zu 10% in die M.A.-Note ein.

Modul 3 ist ein praktisch orientiertes Modul. Es besteht aus einem Praktikum bei einer geschichtsvermittelnden Institution und soll semesterbegleitend besucht werden. Der zweite Modulteil ist ein Begleitseminar, das als Blockseminar abgehalten werden soll. Zum Abschluss dieses Begleitseminares wird ein Praktikumsbericht verfasst, der die Modulnote ergibt. Die Note des Moduls geht mit 20% in die M.A.-Note ein.

Die Module 4 bis 7 gehören zum fachwissenschaftlichen Teil des Studiengangs.

Modul 4 und 6 sind zwei identisch aufgebaute Module mit zwei unterschiedlichen Epochenschwerpunkten. Mindestens einer der beiden Schwerpunkte muss in der Neuzeit liegen. Eine Differenzierung in zwei Teilepochen der Neuzeit (z.B. Frühe Neuzeit, „langes 19. Jahrhundert“, Neueste Geschichte oder Zeitgeschichte) ist möglich. Ebenso kann einer der Epochenschwerpunkte in der Alten Geschichte oder im Mittelalter liegen, wenn der andere in der Neuzeit liegt. Es ist wichtig zu beachten: der für die Module 6 und 7 gewählte Epochenschwerpunkt gibt die Teilepoche für die Masterarbeit vor, sollte diese zu einer fachwissenschaftlichen Fragestellung geschrieben werden.
Beide Module bestehen aus einer Vorlesung, einem Hauptseminar und einem Oberseminar. In den Hauptseminaren ist eine Seminarbeit zu verfassen, die die Modulnoten ergibt. Modul 4 und 6 gehen zu jeweils 10% in die M.A.-Note ein.

Modul 5 ist mit dem selben Epochenschwerpunkt wie Modul 4 zu absovieren. Die in Modul 4 erworbenen instrumentalen und systematischen Kompetenzen sollen hier in einer Übung für Fortgeschrittene (ÜfF) und einem Kolloquium vertieft werden. In der ÜfF werden neue Forschungsfelder erarbeitet und präsentiert. In dem Kolloquium präsentieren die Studierenden eigenen Examens- und Forschungsarbeiten und diskutieren darüber. Die Modulnote ergibt sich aus einem Vortrag in der ÜfF. Das Modul fließt zu 5% in die M.A.-Note ein.

Modul 7 hat den selben Epochenschwerpunkt wie Modul 6. Es besteht aus einem Hauptseminar und einem Kolloquium und soll die fachwissenschaftliche Arbeit in dem jeweiligen Schwerpunkt vertiefen. Die im Seminar anzufertigende Seminararbeit bildet die Modulnote. Im Kolloquium soll die in der Vorbereitung befindliche Masterarbeit vorgestellt und diskutiert werden. Das Modul geht zu 5% in die Endnote ein.

Das Prüfungsmodul beinhaltet die Erstellung der Masterarbeit und ihre Verteidigung. Für die Masterarbeit ist ein Zeitraum von vier Monaten vorgesehen und sollte den Umfang von 200.000 Zeichen (ca. 80 Seiten) nicht überschreiten. Die Masterarbeit kann zu einer Fragestellung aus dem Bereich der Public History oder der Fachwissenschaft geschrieben werden. Sollte die Masterarbeit mit einem fachwissenschaftlichen Schwerpunkt geschrieben werden, muss dieser aus dem Epochenschwerpunkt B hervorgehen, also die selbe Teilepoche abdecken wie die Module 6 und 7.
Die Verteidigung der Masterarbeit findet bei dem Erstbetreuer sowie einem zweiten Prüfer/einer zweiten Prüferin aus dem Studiengang statt und dauert ca. 60 Minuten. Die Note des Prüfungsmoduls setzt sich zu 80% aus der Note der Masterarbeit und zu 20% aus der Note der mündlichen Prüfung zusammen.
Genauere Informationen zum Studienverlauf, dem Aufbau der Module sowie der Studien- und Prüfungsleistungen entnehmen Sie bitte dem Modulhandbuch.