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(00124) 29.04.2003 13:15

Neues Diagnose-System erkennt chronischen Rückenschmerz frühzeitig


Bochum, 29.04.2003
Nr. 124


Chronischen Rückenschmerz frühzeitig erkennen
Marktreifes computergestütztes Diagnose-System
RUB-Medizin: Screening psychosozialer Faktoren


Wie hoch das Risiko ist, dass Patienten mit akuten
Rückenschmerzen chronische Beschwerden entwickeln, können
Ärzte mit einer einfachen Tastatur und wenigen Fragen
ermitteln. Das PC-gestützte Diagnose-System haben Prof. Dr.
Monika Hasenbring, Dr. Dirk Hallner und Dipl.-Psych.
Bernhard Klasen (Medizinische Fakultät der Ruhr-Universität
Bochum) entwickelt. Es erstellt ein detailliertes
Risikoprofil des Schmerzpatienten und gibt Empfehlungen für
die weitere Behandlung. Das „Telemedizinische
Patienten-Diagnose-System – Screening psychosozialer
Risikofaktoren“ (tpdsSPR) ist inzwischen marktreif, die
rubitec GmbH der RUB vertreibt das System.

Foto und ausführliche Informationen im Internet

Ein Foto des Diagnose-Systems (Patienten-Tastatur) steht am
Ende dieser Presseinformation zum Herunterladen bereit, s.
u.
Ausführliche Informationen über das Diagnose-System stehen
im Internet unter
http://www.tpds.de

So funktioniert das System

Voraussetzung für das Diagnose-System ist ein herkömmlicher
PC mit Windows-Betriebssystem. Die Patiententastatur wird an
den Rechner angeschlossen. Sie ist so gestaltet, dass auch
Patienten ohne Computererfahrung sie problemlos bedienen
können. Am Bildschirm beantworten sie dann einfache Fragen:
Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf psychologischen und
psychosozialen Faktoren, die häufig chronische
Rückenschmerzen bedingen, z. B. Angst, Depressivität, Schon-
und Vermeidungsverhalten sowie Durchhaltestrategien. Bis zu
20 dieser Faktoren erfasst das Programm und erstellt daraus
einen Befund, der grafisch angezeigt wird.

Studienergebnisse als Basis

Grundlage des Diagnose-Systems sind die Ergebnisse
mehrjähriger Verlaufsstudien, die Forscher um Prof. Monika
Hasenbring – zum Teil mit Unterstützung des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung – durchgeführt
haben. Die Studie zeigt, dass es möglich ist, chronische
Rückenschmerzen vorherzusagen. Mit einem therapeutischen
Angebot, das individuell auf den Patienten und sein
Verhalten zugeschnitten ist, lässt sich das Risiko einer
chronischen Erkrankung senken.

Kostenfaktor chronischer Schmerz

Chronische Rückenschmerzen sind der häufigste Grund für
vorzeitigen Ruhestand und  verursachen immense Kosten in
Deutschland: bis zu 17 Milliarden Euro jährlich, davon sind
ca. 5 Milliarden Behandlungskosten. Da akute Rückenschmerzen
in den meisten Fällen nach kurzer Zeit zurückgehen, muss
sich die Aufmerksamkeit des Arztes darauf richten,
frühzeitig Patienten zu erkennen, die ein großes Risiko für
eine chronische Erkrankung aufweisen. Der Schlüssel dazu
sind so genannte psychosoziale Faktoren („yellow flags“).
Sie ermöglichen die beste Vorhersage des Krankheitsverlaufs;
bis zu 80 Prozent der Patienten, die chronische Schmerzen
entwickeln und nicht mehr an ihren Arbeitsplatz
zurückkehren, lassen sich auf diesem Weg frühzeitig
identifizieren.

Vorzugspreis: Bis 30.6. bestellen

Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte können das
Diagnose-System in der Basisversion bis zum 30. Juni 2003
zum Vorzugspreis von 1.970 Euro bestellen. Danach kostet das
System 2.465 Euro.

Weitere Informationen

Dr. Thomas Marx, rubitec Gesellschaft für Innovation und
Technologie der Ruhr-Universität Bochum mbH, Vertrieb, Tel.
0234/32-11933, Fax: 0234/32-14194, E-Mail: vertrieb@tpds.de
Dr. Dirk Hallner, Abteilung für Medizinische Psychologie und
Soziologie, Medizinische Fakultät der Ruhr-Universität
Bochum, MA 0/141, Tel. 0234/32-25441, E-Mail: info@tpds.de
Internet: http://www.tpds.de


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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