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(00106) 09.04.2003 14:44

Weltpremiere: "Test Deutsch als Fremdsprache" erstmals am PC


Gemeinsame Presseinformation des TestDaF-Instituts, der
FernUniversität Hagen und der Ruhr-Universität Bochum


Bochum, 09.04.2003
Nr. 106


Test „Deutsch als Fremdsprache“ erstmals am PC
Weltpremiere für computerbasierte Deutschprüfung
Ausländische Studienbewerber weisen Sprachkenntnisse nach


Den weltweit anerkannten Sprachtest „Deutsch als
Fremdsprache“ (TestDaF) absolvieren ausländische
Studienbewerber morgen erstmals am PC. Der von der
Forschergruppe um Professor Dr. Hans-Werner Six
(FernUniversität in Hagen) für den Computer weiter
entwickelte Test feiert im Seminar für Sprachlehrforschung
der Ruhr-Universität Bochum (Lehrstuhl Prof. Dr.
Karl-Richard Bausch) seine Premiere.. Die Daten der
Kandidatinnen und Kandidaten werden anschließend im
TestDaF-Institut in Hagen ausgewertet. Zeitgleich legen am
10.4. fast 1.700 Studienbewerber in 43 Ländern die Prüfung
im konventionellen „Papier- und Bleistift-Format“ ab.

Weiter als der weltberühmte TOEFL

Mit der Computer-Version hat der TestDaF dem weltberühmten
TOEFL (Test of English as a foreign language) etwas voraus:
Denn der „Klassiker“ unter den Sprachtests wird auf Papier
und in einer PC-Version ohne den „Mündlichen Ausdruck“
absolviert. Der standardisierte TestDaF ist seit zwei Jahren
die deutsche Entsprechung zum TOEFL. Die Ruhr-Universität
und die FernUniversität waren maßgeblich an der Entwicklung
des Deutschtests beteiligt. Im Jahr 2001 wurde das
gemeinsame TestDaF-Institut mit Sitz in Hagen gegründet und
der Test zum ersten Mal durchgeführt. In diesem Jahr werden
ihn bis zu 6.000 Studienbewerber absolvieren.

Auf dem Prüfstand: Lese-, Hörverstehen, schriftlicher und
mündlicher Ausdruck

Der computerbasierte Test (CBT) ermöglicht weltweit
erstmals, komplexe mündliche Sprachproduktionen mit Hilfe
des Computers zu prüfen. Der CBT erfasst simulierte
Gesprächssituationen und zeichnet sie elektronisch auf.
Darüber hinaus absolvieren die Prüfungsteilnehmer Aufgaben
zum Lese-, Hörverstehen und zum schriftlichen Ausdruck. Die
einzelnen Aufgaben sind in einer Datenbank gespeichert und
können sowohl für den CBT als auch für die Papierversion zu
kompletten Testsätzen zusammengestellt werden.

Sichere Übertragung der Testaufgaben

Die Prüfungsaufgaben werden verschlüsselt via Internet an
das Seminar für Sprachlehrforschung in Bochum geschickt.
Dort werden sie auf einem Server gespeichert und über ein
lokales Netz den Kandidaten zur Verfügung gestellt, dies
garantiert eine sichere Durchführung des Tests. Für die
Bearbeitung der TestDaF-Aufgaben steht den Kandidatinnen und
Kandidaten an den individuellen PCs eine einfache
Menüführung zur Verfügung. Wer ein wenig Erfahrung mit
Internet-Browsern und gängigen Textverarbeitungsprogrammen
hat, kommt mit dem CBT gut zurecht. Die Ergebnisse –
inklusive Sprachaufzeichnungen – werden wiederum
verschlüsselt nach Hagen übermittelt, wo sie schließlich
ausgewertet werden.

Wegweisendes Projekt für heutige Studierendengeneration

Nach der erfolgreichen Weltpremiere sollen in Zukunft die
weltweiten Testzentren die Prüfung am Computer parallel zur
Papierform anbieten. „Das passt hervorragend in unser
Konzept vom Lernraum Virtuelle Universität“, sagt der Rektor
der FernUniversität Hagen, Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer, und
zeigt sich erfreut, dass die FernUniversität mit dem
computerbasierten Test nun auch im Bereich der Sprachtests
an einem wegweisenden Projekt beteiligt sei. „Die heutige
Studierendengeneration nutzt den PC und das Internet mit
einer großen Selbstverständlichkeit und Souveränität. Von
daher ist es folgerichtig, auch diesen Test computerbasiert
anzubieten“, ergänzt Prof. Dr.-Ing. Gerhard Wagner, Rektor
der Ruhr-Universität Bochum. Er hofft außerdem, dass das
neue Verfahren noch mehr ausländische Studierende nach
Deutschland lockt.

Das TestDaF-Institut

Alle deutschen Universitäten und Fachhochschulen erkennen
den TestDaF als Nachweis der Deutschkenntnisse ausländischer
Studienbewerber an. Das TestDaF-Institut wurde 2001 als
An-Institut der Universitäten Bochum und Hagen gegründet.
Den standardisierten Test bieten derzeit mehr als 250
lizenzierte Testzentren in 70 Ländern weltweit an. Das
Institut erstellt, erprobt und korrigiert die Aufgaben in
Kooperation mit dem Seminar für Sprachlehrforschung der RUB.
Eine ständige Qualitätskontrolle garantiert, dass alle
Kandidaten den Test unter gleichen Bedingungen absolvieren –
unabhängig vom Prüfungsort und -termin. Träger des
TestDaF-Instituts ist die Gesellschaft für akademische
Testentwicklung e. V., der die Hochschulrektorenkonferenz,
der Deutsche Akademische Austauschdienst, das
Goethe-Institut Inter Nationes, die FernUniversität Hagen,
die Ruhr-Universität Bochum, die Universität Leipzig und der
Fachverband Deutsch als Fremdsprache angehören.

Weitere Informationen

Dr. Hans-Joachim Althaus, Leiter des TestDaF-Instituts,
Elberfelder Str. 103, 58084 Hagen, Tel. 02331/987-4080,
E-Mail: info@testdaf.de, Internet: http://www.testdaf.de

Prof. Dr. Karl-Richard Bausch, Seminar für
Sprachlehrforschung, Fakultät für Philologie der
Ruhr-Universität Bochum, GB 7/162, Tel. 0234/32-25182,
E-Mail:
karl-richard.bausch@rub.de

Prof. Dr. Hans-Werner Six, Lehrgebiet Software Engineering /
Praktische Informatik III, FernUniversität in Hagen,
Informatikzentrum, Universitätsstr. 1, 58084 Hagen, Tel.
02331-987-2964, E-Mail: hw.six@fernuni-hagen.de


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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