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(00079) 17.03.2003 14:24

Familienalltag im Ruhrgebiet: ZEFIR befragt Einwohner in Städten und Gemeinden


Bochum, 17.03.2003
Nr. 79

Familienalltag im Ruhrgebiet
ZEFIR befragt Einwohner in Städten und Gemeinden
RUB-Studie zu Zufriedenheit und Lebenslage von Familien

Ob Eltern mit ihrem Leben wirklich zufrieden sind und wie die Situation
von Familien im Ruhrgebiet aussieht, testet jetzt das Zentrum für
Interdisziplinäre Ruhrgebietsforschung (ZEFIR) der Ruhr-Uni Bochum.
Unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier und im Auftrag
des NRW-Familienministeriums soll ZEFIR in Kooperation mit Bottrop,
Gelsenkirchen, Oberhausen, Herten sowie Bönen, Fröndenberg und
Holzwickede (Kreis Unna) herausfinden, wie es z.B. um die
Wohnraumversorgung oder die Sozialhilfebedürftigkeit steht. In den
nächsten Tagen erhalten 1000 Haushalte einen Fragebogen, der bis
spätestens 07. April vollständig ausgefüllt zurückzuschicken ist. Das
NRW-Familienministerium fördert dieses Projekt mit rund 91.000 Euro.

Statistische Merkmale zu „Lage der Familien“

Welche Informationen es zu verarbeiten gilt, darüber haben sich die
beteiligten Projektpartner zu Beginn verständigt, beispielsweise sind
das Daten zum Altersaufbau der Bevölkerung, Sozialhilfebezug,
Arbeitslosigkeit, Wohnraumversorgung, Kinderbetreuung,
Gesundheitsversorgung, Umweltbelastung und Schulwesen. Eine besondere
Bedeutung kommt den „Frühwarnindikatoren“ zu, die die Probleme von
Kindern, Jugendlichen und Familien rechtzeitig anzeigen. Ein
graphikgestütztes Informationssystem soll für den jeweiligen
Kooperationspartner offen konzipiert und einheitlich zugänglich sein.

Mit Berichterstattung Lücken schließen

Die kommunale Familienpolitik nimmt einen hohen Stellenwert ein, weil
sich die Lebensbedingungen in den Städten und Stadtteilen immer weiter
voneinander entfernen. Da amtliche Statistiken nur sehr begrenzt
Auskunft geben über Belastungen im Alltag und die Lebenssituation von
Eltern und Kindern, ist es notwendig, dass Gemeinden aktuelle
Informationen über die soziale Lage und Probleme von Kindern,
Jugendlichen und Eltern erhalten. Die jetzt anlaufende Befragung ist
Teil eines vom Familienministerium geförderten Pilotprojektes. Die
daraus entstehenden Daten sollen diese Lücken schließen. Sie gehen in
ein computergestütztes Informationssystem ein, das ZEFIR mit den Städten
und Gemeinden entwickelt. „Neu an dieser Form der
Familienberichterstattung ist“, betont Prof. Strohmeier, „dass sie
aktuelle und praxisrelevante Informationen für die Arbeit der in der
örtlichen Familienpolitik Tätigen in den Stadtteilen anbietet. So wird
es besser als bislang möglich, örtliche Problemlagen und
Handlungsbedarf  zu bestimmen und zugleich die Wirkungen lokaler Politik
zu erfassen. Neu an dem Projekt ist auch die funktionierende
ämterübergreifende Zusammenarbeit verschiedene Städte und Gemeinden im
Ruhrgebiet.“

Kernziel: Informationsfluss verbessern

Dieses System soll Informationen über soziale und ökonomische
Lebensverhältnisse von Familien sammeln, verdichten und Mitarbeitern in
den Verwaltungen einen besseren Zugriff bieten. Außerdem ist das Projekt
ein unterstützendes Mittel zur Gestaltung und Planung der kommunalen
Jugend-, Familien- und Sozialhilfepolitik. Ziel ist es, das
Informationssystem nach Abschluss der Pilotphase, die noch bis Oktober
2003 andauert, allen Kreisen und kreisfreien Städten im Lande zur
Verfügung zu stellen. „Mit diesem Modellprojekt, so Eva Nagel vom
NRW-Familienministerium, „wollen wir die Kommunen unterstützen, um in
der Stadt- und Kindergartenplanung, in der Jugendhilfe und anderen
Bereichen schneller und gezielter handeln zu können.“

Leistungen auf dem Prüfstand

Nach einer Bestandsaufnahme von familienpolitischen Leistungen,
bestimmen die einzelnen Gemeinden zusammen mit den Akteuren der
kommunalen Jugend- und Familienpolitik die Schwerpunktsetzungen.
Langfristig beurteilen Anwender das entwickelte Informationssystem in
den Stadt- und Kreisverwaltungen; ZEFIR passt dann gegebenenfalls an
spezifische Bedarfe an. Projektverlauf, Ergebnisse und Probleme werden
in einem Projektbericht dokumentiert.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier, Dipl. Soz.-Wiss. Götz Köhler,
Ruhr-Universität Bochum, Universitätsstraße 150, 44780 Bochum, Gebäude
GC 05/706, Tel.: 0234/32-26054, E-Mail:
Klaus.P.Strohmeier@ruhr-uni-bochum.de,
goetz.r.koehler@ruhr-uni-bochum.de oder
RUB / ZEFIR, Clemensstr. 17-19, 44789 Bochum, Tel. 0234-32-28675, Fax.
0234-32-14253, E-Mail: zefir@ruhr-uni-bochum.de,
http://www.ruhr-uni-bochum.de/zefir/, www.familienberichterstattung.de



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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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