[ vorherige ]
[ nächste ]
[ Übersicht nach Zeit ][ alphabetische Übersicht ]
(00069) 04.03.2002 14:51
Neu: "Zentrum Klinische Forschung" an der RUB
Bochum, 04.03.2002
Nr. 69
Von neuen Biomaterialien bis Krebsforschung
Bunte Mischung von Spitzenforschung unter einem Dach
RUB-Zentrum Klinische Forschung fertiggestellt
Der Startschuss ist gefallen: Der Bau- und
Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) hat heute der
Ruhr-Universität Bochum das neue Gebäude des „Zentrum
Klinische Forschung“ (ZKF) übergeben. Zehn Gruppen von
Spitzenforschern können sich nun unter einem Dach auf mehr
als 1.300 qm an die Arbeit machen. Die bislang in Bochum und
Herne verstreuten Forschungseinrichtungen der Medizinischen
Fakultät werden hier gebündelt und mit modernster
Technologie ausgestattet. Das ZKF führt die vorklinische und
theoretische Medizin des Campus mit den leistungsfähigsten
Partnern aus der klinischen Forschung zusammen. Von der
intensiven Kooperation unterschiedlicher Forschungsprojekte
verspricht sich die Medizinische Fakultät erhebliche
Synergieeffekte.
Fotos im Internet
Fotos vom ZKF können heruntergeladen werden unter
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressemitteilungen/ (heutiges
Datum)
Langfassung im Netz
Eine Langfassung mit detaillierten Informationen zu den
einzelen Arbeitsgruppen ist ebenso dort verfügbar.
Modernste Gebäudetechnik
Der dreigeschossige Neubau wurde in unmittelbarer
Nachbarschaft zur Medizinischen Fakultät gegenüber von
U-Bahn Station und Uni-Center errichtet. Die klar
gegliederte Fassade setzt einen deutlichen architektonischen
Akzent im Norden des Campus. Auf 1.385 qm Nutzfläche stehen
mehr als 50 Wissenschaftlern fünf abgeschlossene
Laborbereiche zur Verfügung, darunter auch solche hoher
Sicherheitsstufen (S1 und S2). Dort können die Forscher z.B.
mit Radionukliden arbeiten. Das Zentrum ist mit modernster
Gebäudetechnik ausgestattet. Die Lüftungsanlage fördert
stündlich 22.000 Kubikmeter klimatisierte Luft durch das
Gebäude. Störungen werden automatisch an die ständig
besetzte Leitzentrale der RUB gemeldet. Alle Arbeitsplätze
sind elektronisch vernetzt. Für den Neubau wurden ca. 5,8
Mio. Euro investiert. Auf der Westseite kann das Gebäude in
einem zweiten Bauabschnitt erweitert werden.
Wettbewerb der Projekte
Gemeinsame Nutzung von teuren Geräten und
Spitzentechnologien, räumliche Nähe zu Spezialisten auf
verschiedensten methodisch und wissenschaftlich verknüpften
Gebieten – attraktiver kann medizinische Forschung kaum
sein. Dementsprechend viele Wissenschaftler bewarben sich um
die Möglichkeit zur klinischen Grundlagenforschung im ZKF.
Um eine optimale Vergabe der Räume zu gewährleisten, ließ
die Medizinische Fakultät in einem Wettbewerb jedes Projekt
von ihrer Forschungskommission ausgiebig prüfen. Für die
Auswahl der Projekte war die Qualität ebenso wichtig wie die
Innovationskraft und die Bereitschaft zur Kooperation.
Weiterhin wurde vorausgesetzt, dass die Projekte durch
Drittmittel finanziert werden. Das ZKF bietet nur die
Infrastruktur und die Grundausstattung für die Forschung auf
begrenzte Zeit und Widerruf. Der Erfolg der laufenden
Arbeiten wird regelmäßig begutachtet. So soll sicher
gestellt werden, dass die hochwertigsten Arbeitsgruppen hier
zusammenfinden und unter bestmöglichen Bedingungen forschen
können.
Neue AG Neuronale Nabelschnurstammzellen
Unter den zehn ausgewählten Arbeitsgruppen sind insbesondere
molekulare und genetische Forschungsschwerpunkte vertreten.
Die Projekte beschäftigen sich unter anderem mit der
Verbesserung von Therapiemöglichkeiten für Erkrankungen des
Magen-Darm-Traktes und der Lunge. So soll hier über den
Dickdarm- und Bauchspeicheldrüsenkrebs, ebenso über die
Rolle einiger Enzyme bei Lungentumoren geforscht werden.
Eine neue Arbeitsgruppe wird sich mit neuronalen
Nabelschnurstammzellen beschäftigen; ihr Ziel ist es, zu
untersuchen, ob mit diesen Zellen Hirnschäden von „Frühchen“
behandelt werden können.
Hightech für die Bochumer Medizin: Neues Proteom-Center
Völlig neue Perspektiven eröffnet den Arbeitsgruppen die
Kooperation mit dem ebenfalls ins ZKF eingegliederten
Medizinischen Proteom-Center. Bisher ungelöste Probleme der
Proteinanalytik werden nun gemeinsam bearbeitet. Zusätzlich
können die Forscher auf die hochmoderne DNA-Chip-Technologie
zur automatischen Analyse von Tausenden von Genen
zurückgreifen. Die Arbeitsgruppe „Biomaterialien“ arbeitet
an der Herstellung eines neuartigen Kompositwerkstoffs. Ihr
Ziel sind Implantate für den Einsatz in der Mund-, Kiefer-
und Gesichtschirurgie, die das Einwachsen von Knochenzellen
begünstigen.
Forderung des Wissenschaftsrats nun erfüllt
Das ZKF wurde Mitte der 90er Jahre konzipiert, nachdem der
Wissenschaftsrat die RUB-Medizin evaluiert, ihr eine hohe
Ausbildungsqualität bescheinigt, gleichzeitig aber für
Bochum ein eigenes Zentrum für Klinische Forschung empfohlen
hatte. Maßgeblich an der Konzeption beteiligt waren von
universitärer Seite Prof. Dr. Wolfgang Opferkuch als
damaliger Dekan sowie die Professoren Dr. Peter Scheid und
Dr. Ludwig M. G. Heilmeyer. Aus dem politischen Umfeld wurde
das ZKF von Dr. Arno Kaiser vom Wissenschaftsministerium und
der heutigen Landesministerin Birgit Fischer unterstützt.
Ende 1998 erfolgte der erste Spatenstich. Nach der
Fertigstellung des Baus Ende 2001 sind nun auch die
technischen Prüfungen abgeschlossen. Der heutigen
Schlüsselübergabe durch den Bau und Liegenschaftsbetrieb NRW
Dortmund stand nichts mehr im Wege.
Weitere Informationen
Prof. Dr. Ulf Eysel, Forschungsdekan der Medizinischen
Fakultät, Ruhr-Universität Bochum, Gebäude MA, Raum 4/149,
Tel. 0234/32-23849, Fax 0234/32-14192, E-Mail:
eysel@neurop.ruhr-uni-bochum.de
--
RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB
Mit freundlichen Gruessen
Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de
Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle
RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB
ZKF_LANG.pdf


zurück zur Übersicht
nach Zeit |
alphabetisch