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(00387) 12.12.2001 12:42
RUBIN 2/2001: Kunstsprache an Hörererwartungen anpassen
Bochum, 12.12.2001
Nr. 383
RUBIN 2/2001: Sprechen beginnt nicht im Mund
Kunstsprache an Hörererwartungen anpassen
Gemeinsam: Ingenieur- und Kommunikationswissenschaft
Wenn Maschinen sprechen, dann klingt das auch so: Selbst wenn der Text
aus gesprochenen Bausteinen besteht, kann jeder Zuhörer ihn sogleich von
einer menschlichen Äußerung unterscheiden. Der Grund dafür sind die
Erwartungen an die Sprache unseres Gegenübers. Diesen Hörerwartungen
geht PD Dr. Ute Jekosch (Institut für Kommunikatiosakustik der RUB) auf
den Grund. Mit dem so gewonnenen Wissen wollen die Forscher Kunstsprache
optimieren.
RUBIN im Internet
RUBIN mit Bildern zum Herunterladen im Internet finden Sie unter:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/rubin
Sprache ist kein Baukastensystem
Mit der Sprache äußern Menschen nicht nur inhaltliche Informationen.
Sprachliche Äußerungen sind ebenso beeinflusst von den Gefühlen des
Sprechers, den Erwartungen des Zuhörers und der Sprechsituation. So
sprechen wir automatisch lauter, wenn es um uns herum laut ist, und
langsamer, wenn wir merken, dass unser Zuhörer nicht folgen kann.
Künstlich erzeugte Sprache, die oft nur aus Bestandteilen eines
Baukastens aus Silben und Lauten zusammengepuzzelt ist, ist zwar heute
gut verständlich, klingt aber für Zuhörer unnatürlich, weil ihr die
Anpassung an den Zweck der Äußerung und die Sprechsituation fehlen.
Merkmale nachträglich integrieren
„Unser Ziel ist es, künstliche Sprache nachträglich um jene typischen
Merkmale des Verwendungszusammenhangs zu erweitern, die der Hörer
kompromisslos erwartet“, erläutert Ute Jekosch. Um die Sprachsynthese –
etwa für Vorlesesysteme für Blinde oder Verkehrsleitsysteme im Auto – zu
optimieren, untersucht sie die Erwartungen, die Menschen an sprachliche
Äußerungen haben. Wie hängen das lautsprachliche Verhalten und die
kommunikative Absicht voneinander ab? Dieser Frage geht die
Kommunikationswissenschaftlerin gemeinsam mit Ingenieuren nach.
Gegenwärtig sammeln sie etwa geschriebene und gesprochene Texte aller
möglichen Verkehrshinweise und ermitteln die Erwartungen der Hörer:
Welchen Sprechstil bevorzugen sie? Sollen Richtungsanweisungen
formuliert werden? Soll Verbindlichkeit ausgedrückt werden? Welche
Störgeräusche sind zu erwarten? Fernziel ist die grundlegende
Erforschung von Hörererwartungen an sprachliche Äußerungen.
RUBIN 2/2001 erschienen
Den vollständigen Beitrag lesen Sie in RUBIN 2/2001, wo Sie auch
folgende Themen finden: Magnetes Geheimnis; Partnerwahl mit
(r)evolutionärem Trick; Vom Fremdkörper zum biologisch aktiven
Implantat; „Kurz eingenickt“ – die Folgen für Mensch und Gesellschaft;
„Eigenlob stinkt, Herr Schröder“; In der Rubrik „Forschung für den
Transfer“: Keep it simple: Kosmak und iLiros, in der Rubrik „Studieren
und forschen“: Gold und Silber scheibchenweise. RUBIN ist in der
Pressestelle der RUB für 5 DM erhältlich.
Weitere Informationen
PD Dr. Ute Jekosch, Institut für Kommunikationsakustik, Fakultät für
Elektrotechnik und Informationstechnik der Ruhr-Universität Bochum,
44780 Bochum, Tel. 0234/32-22493, Fax: 0234/32-14165, Email:
jekosch@ika.ruhr-uni-bochum.de
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Mit freundlichen Gruessen
Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de
Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle
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