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(00339) 08.11.2001 14:02
Mit künstlicher Intelligenz gegen Hautkrebs
Bochum, 08.11.2001
Nr. 337
Mit künstlicher Intelligenz gegen Hautkrebs
Neues System gleicht mit fast 50 Parametern ab
Weltweites Netz von Hautkliniken liefert Daten
Nur ein harmloses Muttermal oder womöglich eine
lebensbedrohliche Krebserkrankung - um diese Frage schneller
und sicherer zu beantworten, hilft Hautärzten nun erstmals
das neue DANAOS-Expertensystem. Es gleicht die Aufnahme des
Mals mit fast 50 Parametern wie Größe, Asymmetrie und
Farbverteilung ab und stellt seine Ergebnisse sowohl in
Zahlen als auch in Grafiken dar. Das System wurde von der ZN
Visiomed AG, einem Tochterunternehmen der ZN Vision
Technologies AG, in Zusammenarbeit mit der Dermatologischen
Klinik der Ruhr-Universität Bochum entwickelt.
Mehr als ABCD
Um ein normales Hautmal von einem bösartigen Hautkrebs zu
unterscheiden, wenden Ärzte die so genannte ABCD-Regel an:
Sie prüfen seine Asymmetrie, seine Begrenzung, seine Farbe
(Color) und seinen Durchmesser. "Eine Steigerung der
diagnostischen Sicherheit ist jedoch nur durch eine
Erweiterung der Messskala möglich", erläutert Dr. Klaus
Hoffmann, leitender Oberarzt der Dermatologischen Klinik der
Ruhr-Universität Bochum. Das DANAOS-Expertensystem, das aus
einem Kamerasystem und einer neuartigen
Bildauswertungssoftware besteht, berücksichtigt daher fast
50 Parameter bei seiner Bewertung des Hautmals.
Risikoabschätzung per Computer
Die Abbildungseigenschaften des Kamerasystems microDERM, wie
Beleuchtung, Vergrößerung, Auflösung und Farbwerte, sind
fest definiert. Diese Standards garantieren die korrekte
Übermittlung der Charakteristika eines Hautmals an den
Computer. Die Software analysiert die so gewonnenen Daten
und stellt sie für den Arzt numerisch und grafisch dar.
Außerdem erstellt der Computer schon während der
Bildaufnahme eine Risikoabschätzung. An zwei Graphen und
einem numerischen Risikowert (Score) kann der Arzt dann die
Gefährlichkeit des Mals ablesen.
Lernfähiges System
Eine technologische und medizinische Besonderheit ist der
bislang einmalige Einsatz neuronaler Netze zum Aufbau der
microDERM-Software. "Diese Technik garantiert die
intelligente und flexible Verarbeitung von Daten und
dazugehörigen Parametern. Die Kapazitäten dieser lernenden
Strukturen sind praktisch unbegrenzt", so Dr. Stefan Gehlen
vom Vorstand der ZN Visiomed. Um das System zu "trainieren",
gaben die Entwickler die Daten der weltweit größten
Multicenter-Studie DANAOS ein. 14 europäische Kliniken
schlossen sich zu diesem Projekt zusammen und arbeiteten
mehr als drei Jahre am Aufbau der Bildersammlung. Die
Falldatenbank enthält über 21.000 Hautmale und weist so die
gesamte Bandbreite an Hautmalen in verschiedensten Formen,
histologisch hinterlegt, auf.
Auch Gesichts- und Personenerkennung
Diese einzigartige Technologie begründet den
durchschlagenden Erfolg in der intelligenten
Informationsverarbeitung. Diese Forschungsergebnisse haben
vor allem im Bereich der Gesichts- und Personenerkennung für
die Sicherheits- und Überwachungstechnik industriellen
Einsatz gefunden. Die ZN Vision Technologies AG ist hier
weltweit führend.
Weitere Informationen
Jürgen Richter, ZN Visiomed AG, A Division of ZN Vision
Technologies AG, Universitätsstrasse 160, 44801 Bochum, Tel.
0234/9787-76, Fax 0234/9787-75, Email:
juergen.richter@visiomed.de, Internet: http://www.zn-ag.com
Bildunterzeilen
Die microDERM-Kamera
Screenshot des Expertensystems
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Mit freundlichen Gruessen
Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de
Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle
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