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(00334) 05.11.2001 13:35

Vom Sinn und Unsinn westlicher Förderung


Bochum, 05.11.2001
Nr. 332

Vom Sinn und Unsinn westlicher Förderung
Bilanz der Zusammenarbeit mit Russland/GUS
9. Arbeitsbesprechung über Hochschulkontakte

Die Zusammenarbeit mit den verschiedensten Einrichtungen in 
Russland und den GUS-Staaten hat sowohl im Bereich von 
Hochschule und Wissenschaft als auch im Rahmen der 
Städtepartnerschaften und Nichtstaatlichen Organisationen 
ihre Pionierphase hinter sich. Eine kritische Bilanz ihrer 
Erfolge und Misserfolge zieht daher die 9. 
Arbeitsbesprechung über Hochschulkontakte zwischen NRW und 
Russland / der GUS unter dem Titel "Vom Sinn und Unsinn 
westlicher Förderung in Russland", die am 8. und 9. November 
2001 an der Ruhr-Universität (EuroEck, Spechtsweg 20, 44801 
Bochum) stattfindet.

Selbstverständnis neu bewerten

Die Konferenz will ein möglichst ungeschöntes Bild der 
bisherigen Zusammenarbeit zeichnen. "Unser Ziel ist es, 
sowohl die Leistungen als auch die Mängel westlicher 
Förderung offen zu benennen", so der Landesbeauftragte für 
Hochschulkontakte zu Russland Prof. Dr. Karl Eimermacher 
(Lotman Institut für Russische und Sowjetische Kultur der 
RUB). Eine (selbst)kritische Diskussion soll erörtern, 
welche Konzepte sich bewährt haben und welche sich als Um- 
oder gar Irrwege westlicher Förderpolitik erwiesen haben. 
Wie "hilfreich" und effizient ist die Kooperation? Wo wirkt 
sie korrumpierend statt fördernd? Wer sind die wahren 
Nutznießer? Welche sind die größten Fehler und wie lassen 
sie sich vermeiden? All diese Fragen stellen sich die 
Experten. "Gerade im Zusammenhang mit den aktuellen 
politischen Ereignissen scheint es nötig, die bisherigen 
Formen der Förderung zu überdenken und mit einem kritischen 
Blick auf das eigene - westliche wie östliche - 
Selbstverständnis neu zu bewerten", so Prof. Eimermacher.

Alternativen entwickeln

Doch es geht nicht nur um einen Rückblick; eine 
Herausforderung der Tagung ist auch, zukünftige Alternativen 
der Förderung zu konzipieren. Dazu sind Referenten aus 
Russland und Deutschland eingeladen, die über ihre 
Beobachtung und ihre Erfahrungen mit westlicher Förderung in 
Russland und den Staaten der GUS berichten. Sie beleuchten 
die bisherigen Förderaktivitäten aus deutscher und 
russischer Sicht, um ihre Stärken und Schwächen zu 
analysieren. In einem gemeinsamen Erfahrungsaustausch sollen 
die Möglichkeiten und Chancen westlicher Förderung 
ausgelotet und tragfähige Modelle für die Zukunft gesucht 
werden.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Karl Eimermacher, Dr. Anne Hartmann, Lotman 
Institut für Russische und Sowjetische Kultur der 
Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-25605, 
Fax: 0234/32-14243, Email: lirsk@ruhr-uni-bochum.de, 
Internet: http://www.ruhr-uni-bochum.de/lirsk

Programm

Donnerstag, 8. November 2001

10.00 Uhr: Prof. Dr. Karl Eimermacher (RUB): Von Geldern und 
Menschen: Einsätze, Gewinne und Verluste bei der Förderung
10.30 Uhr: Sonja Margolina (Berlin): Hilfe und Korruption, 
oder die Tücken des Altruismus
11.30 Uhr: Dr. Christine Teichmann (Universität 
Halle-Wittenberg): Hochschulkooperation Ost-West auf dem 
Prüfstand: Wo liegen die Defizite in der Förderung?
14.30 Uhr: Ekaterina Genieva (Bibl. für ausländische 
Literatur, Moskau): Russland und Deutschland: Zusammenarbeit 
in Europa
15.30 Uhr: Irina Iurna (Ford Foundation Moskau): The donor's 
responsibility for influencing the environment: theory and 
reality
16.30 Uhr: Dr. Andreas Förster (DAMU, Berlin): Westliche 
Förderung für partnerschaftliche Projekte - Erfahrungen 
einer deutsch-russischen Alumni-Vereinigung
17.30 Uhr: Podiumsdiskussion: Ausgetretene Pfade - neue 
Wege? Richtungen und Perspektiven der Förderung.
Mit Dr. Joachim Köhler (Schleswig-Holsteinischer Landtag), 
Dr. Klaus Waschik (Lotman Institut), Ekaterina Genieva 
(Bibl. für ausländische Literatur, Moskau), Irina Iurna 
(Ford Foundation Moskau), Prof. Dr. Zitzlsperger (Univ. der 
Bundeswehr, München).

Freitag, 9. November 2001

9.30 Uhr: Prof. Dr. Manfred Heinemann (Universität 
Hannover): Sisyphus auf dem Weg nach Europa ohne Ziel? 
Hochschulreformen in der postkommunistischen Gesellschaft
10.30 Uhr: Prof. Dr. Bernd Bonwetsch (RUB): Zwischen 
Entprovinzialisierung und Enttäuschung: Acht Jahre 
Kooperation Bochum - Kemerovo/Westsibirien
11.30 Uhr: Jens Siegert (Heinrich Böll Stiftung, Moskau): 
Capacity Building im NGO-Bereich
14.00 Uhr: Dr. Hans-Heinrich Bukow (RUB): Wo uns der Schuh 
drückt - eine (selbst-) kritische Bilanz
14.45 Uhr: Prof. Dr. V.V. Gvozdev (Universität Kursk): 
Kursk: Eine russische "Provinz"-Hochschule und ihre 
Entwicklungsoption durch effektive internationale Kooperation
15.30 Uhr: Prof. Dr. Svetlana Kibardina (Universität 
Vologda): Der Weg zu einer erfolgreichen Kooperation
16.30 Uhr: Zusammenfassung


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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