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(00288) 01.10.2001 14:23

Hilfen für eine treffende Patientenverfügung


Bochum, 01.10.2001
Nr. 286

Wege durch den Verfügungswald
Hilfen für eine treffende Patientenverfügung
Neue Veröffentlichung: Überblick und Dokumentation

Durchblick im Dschungel der verschiedenen Empfehlungen für
die Formulierung und Festschreibung des letzten Willens
bietet das Buch „Ratgeber Patientenverfügung. Vorgedacht
oder selbstverfasst?“, das jetzt im LIT-Verlag erscheint. Es
hilft mit Beispielen und Begriffserklärungen bei der
Auseinandersetzung mit dem schwierigen Thema und bietet
nicht zuletzt Textbausteine und Denkanstöße für die
Abfassung eigener Wünsche an.

Überblick im Überangebot

Der Ratgeber verschafft allen Interessierten, Patienten,
Medizinern, Pflegepersonal, Betreuern und Juristen, zunächst
einen Überblick über die verschiedenen Formen und Modelle
der Patientenverfügung, die unter zahlreichen
unterschiedlichen Namen auf dem Markt angeboten werden. Der
Ratgeber umfasst über 20 verschiedene Volltexte von
Verfügungsmustern und ermöglicht dem Leser einen Blick auf
eine Vielzahl von Formulierungsvorschlägen. So gelingt die
Vorbereitung einer individuellen persönlichen
Patientenverfügungen sehr viel differenzierter.

Vor- und Nachteile verschiedener Verfügungstypen

Auch ein historischer Abriss der letzten 20 Jahre der
Patientenverfügung findet sich im Ratgeber. Die Autoren
stellen Vor- und Nachteile der verschiedenen Typen von
Erklärungen – vom Ankreuzformular bis zur ausführlichen
Erklärung, die Charakter und Selbstvorstellung umfasst – vor
und hinterfragen ihre Tauglichkeit: Gibt der Text den Willen
des Patienten wieder, auch wenn dieser sich mit der Zeit und
der Situation wandelt? Entscheidet der Patient womöglich
zwar nach seinem Willen, nicht aber für sein Wohl? Welche
Fähigkeiten sollte ein Vorsorgebevollmächtigter haben?

Überblick und Wissen – Rüstzeug für die eigene Erklärung

Ein Glossar klärt zudem die wichtigsten medizinischen
Begriffe, mit denen schwerkranke Patienten sich konfrontiert
sehen können. Verfügungswillige finden im Ratgeber
Textbausteine als Anregung für eine eigene Erklärung.
Außerdem haben die Autoren eine Auswahl von
Verfügungsdokumenten und eine Liste von 150 fertigen
Verfügungen zusammengestellt. Das Buch bietet keine
Patentlösung für alle Menschen an, sondern verschafft dem
Leser den notwendigen Durchblick und damit das Rüstzeug, um
selbst eine individuelle Verfügung verfassen zu können.

Interdisziplinäres Autorenteam

Die Autoren verfügen über Kompetenzen im Bereich Jura,
Medizin, Philosophie und Theologie. Dr. Thorsten Jacobi hat
sich an der Evangelischen Akademie Iserlohn mit Fragen
ethischer Urteilsbildung im Bereich der Medizinethik
beschäftigt. Dr. Arnd May hat zu ethischen Aspekten der
Patientenverfügung in der Philosophie promoviert. Prof. Dr.
Rita Kielstein arbeitet als Dialyseärztin seit Jahren zu
Fragen der Patientenverfügung. Prof. Dr. Werner Bienwald ist
Juraprofessor, Autor zweier Kommentare zum Betreuungsrecht
und hat zahlreiche Veröffentlichungen zum Betreuungsrecht
verfasst.

Titelaufnahme

Thorsten Jacobi, Arnd T. May, Rita Kielstein, Werner
Bienwald (Hrsg.): Ratgeber Patientenverfügung. Vorgedacht
oder selbstverfasst? ( = Ethik in der Praxis / Practical
Ethics Materialien / Documentation Bd. 2) LIT-Verlag,
Münster 2001, 146 S., ISBN 3-8258-5637-2, 24,80 DM

Weitere Informationen

Dr. Arnd T. May, Zentrum für Medizinische Ethik,
Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-22749
oder 0700 BIOETHIK (2463
8445), Fax: 0234/32-14598, Email:
arnd.may@ruhr-uni-bochum.de



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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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