[ vorherige ] [ nächste ] [ Übersicht nach Zeit ][ alphabetische Übersicht ]

(00255) 06.09.2001 14:47

Hochaktuelles von BSE bis Stammzellenforschung: GBM-Tagung in der RUB


GBM-Tagung: Schaufenster der Forschung
Hochaktuelles von BSE bis Stammzellforschung
Schülerkongress: Experimentierkurse sind ein Renner

Eine ganze Reihe hochaktueller Highlights hält die
diesjährige GBM-Herbsttagung an der RUB bereit:
Internationale Spitzenforscher – darunter zwei
Nobelpreisträger – stellen ihre Erkenntnisse z. B. zur
Übertragung von BSE, zur Embryonalentwicklung und zur
Struktur der molekularen Maschinen ATPase vor. Kontroverse
Meinungen lässt die Podiumsdiskussion zum Thema
Stammzellforschung mit Forschern verschiedener Fachbereiche
erwarten. Der Schülerkongress „Der genetische Fingerabdruck“
hat sich unter den Schulen der Umgebung bereits als Renner
herumgesprochen: 1750 SchülerInnen sind angemeldet. Ein
besonderer Leckerbissen ist die Ausstellung der Bilder des
amerikanischen Künstlers Kevin Clarke, die die enge
Beziehung zwischen Naturwissenschaft und Kunst verdeutlicht.

Auszeichnung für Ausrichterhochschulen

Die jährliche Herbsttagung der GBM bietet einen Überblick
über die aktuellen Entwicklungen in Biochemie und
Molekularbiologie. Sie wird jedes Jahr an einer anderen
Hochschule ausgerichtet und versteht sich auch als ein
Schaufenster der Forschung des jeweiligen Ausrichtungsortes,
dieses Jahr in die Universität Bochum. Sie organisiert die
Tagung zusammen mit der Universität Witten-Herdecke und dem
Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie Dortmund. Die
Tagung soll auch als eine Plattform für den
wissenschaftlichen Nachwuchs dienen: Von den ca. 750
Teilnehmern aus elf Ländern sind ein Drittel jünger als 35
Jahre. Außerdem stellen Nachwuchswissenschaftler auf rund
400 Postern ihre Forschungsarbeiten vor, und fünf
herausragende Promotions- bzw. Habilitationsarbeiten des
letzten Jahres werden prämiert. Der Arbeitskreis Studierende
in der GBM organisiert außerdem eine Podiumsdiskussion zur
Umstellung der Studiengänge vom Diplom auf den Bachelor- und
Master-Abschluss und einen Schülerinformationsstand sowie
eine Praktikumsbörse.

Glanzlichter Spezialvorträge

Besondere Glanzpunkte der Tagung sind die Spezialvorträge:
Im Eröffnungsvortrag am Sonntagnachmittag von
Nobelpreisträger Sir John E. Walker wird es um seine Funde
zur Struktur der ATPase gehen. Seine Erkenntnisse über ihren
Rotationsmechanismus hat das Forschungsgebiet der
molekularen Maschinen erst erschlossen. Das Thema ist auch
Gegenstand des Vortrags von M. Yoshida und der
anschließenden Diskussion über neue Methoden in der
Biochemie. Anlässlich der Verleihung der höchsten
Auszeichnung der GBM, der Otto-Warburg-Medaille, wird der
Preisträger J. Rothman einen Vortrag über die intrazelluläre
Membranfusion halten. Weitere Vorträge widmen sich der
Transkription des Erbguts und der Entstehung von RNA. In
einem Sondervortrag am Sonntagvormittag wird Adriano Agguzi
seine Funde über die Übertragung von Prionerkrankungen wie
BSE und die neue Variante der Creutzfeld-Jakob Krankheit
referieren. Am Montagabend spricht Nobelpreisträgerin
Christiane Nüsslein-Volhard über ihre bahnbrechenden
Erkenntnisse zur Embryonalentwicklung.

Kontroverses bei der Podiumsdiskussioon

Einem ebenfalls brandaktuellen Thema widmen sich Experten
verschiedener Fachrichtungen bei der Podiumsdiskussion zur
Stammzellforschung am Dienstag (18.30 Uhr). Welche
Anwendungsmöglichkeiten könnte die Stammzellforschung in
absehbarer Zeit bieten? Wie können Gesetze möglichen
Missbrauch unterbinden? Helfen nationale Vorschriften
überhaupt, wenn im Ausland andere gelten? Diese und andere
Fragen erörtern sie aus naturwissenschaftlicher,
theologischer, juristischer und medizinischer Sicht.

1750 SchülerInnen zu Gast

Die Gelegenheit, unter Anleitung gestandener Wissenschaftler
und mit hervorragender Laborausrüstung selbst zu
experimentieren, griffen gleich 70 Schulen der Umgebung beim
Schopf. 1750 Schülerinnen und Schüler sind zum
Schülerkongress „Der genetische Fingerabdruck“ angemeldet –
keine Spur vom viel beweinten Desinteresse der Jugendlichen
an naturwissenschaftlichen Themen. Die Faszination an der
Wissenschaft scheint den Schülern eher dadurch abhanden zu
kommen, dass den Schulen das Geld für die nötige Ausstattung
und für Fortbildungsangebote für Lehrerinnen und Lehrer
fehlt. Der längst ausgebuchte Schülerkongress, den die GBM,
das Schülerlabor der RUB und private Geldgeber wie die
Robert-Bosch-Stiftung und engagierte Firmen unterstützen,
zeigt diesen Bedarf nur zu deutlich.

Kunst trifft Wissenschaft

Und nicht nur Schüler zeigen sich an den Naturwissenschaften
interessiert, auch die Kunst beschäftigt sich mit den neuen
Entwicklungen. Wie Kunst und Wissenschaft sich gegenseitig
befruchten, zeigt die Ausstellung der Bilder von Kevin
Clarke „Der unsichtbare Körper“ im Foyer des Audimax.
Tägliche Führungen (12.30 Uhr) sollen den Zugang zu den
Bildern erleichtern. Die Geschichte der Verbindung zwischen
Kunst und Wissenschaft zeichnet ein Vortrag am
Dienstagvormittag (11 Uhr) nach. Kevin Clarke wird die ganze
Zeit anwesend sein und auch an einer Podiumsdiskussion über
„Bilder des Menschen - Kunst und Wissenschaft im Dialog“ am
Montagabend (17.30 Uhr) teilnehmen.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Rolf Heumann, Fakultät für Chemie der
Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-24230,
Fax: 0234/32-14105, Email: rolf.heumann@ruhr-uni-bochum.de,
 Dr. Jörg Maxton-Küchenmeister, Leiter der
GBM-Geschäftsstelle, Kennedyallee 70, Frankfurt a. M., Tel.
069/6303-396, Fax: 069/6303-397, Email: maxton@gbm-online.de

--
RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB

Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB



zurück zur Übersicht nach Zeit | alphabetisch