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(00240) 20.08.2001 16:33

Vier hochrangige Ehrungen an der RUB


Bochum, 20.08.2001
Nr. 239

„Vier für die RUB“
Senat beschließt hochrangige Ehrungen
Bekanntgabe zur 40. GdF-Jahreshauptversammlung

Aus Anlass der heutigen Jahreshauptversammlung der
Gesellschaft der Freunde der Ruhr-Universität Bochum (GdF)
wird Rektor Prof. Dr. Dietmar Petzina die im Wintersemester
2001/2002 stattfindenden Ehrungen der Universität bekannt
geben: Fritz Bahlo, GdF-Vorsitzender seit 1998, und
Nobelpreisträger Prof. Dr. Manfred Eigen werden die
Ehrenbürgerwürde erhalten, Horst Görtz wird mit der
Universitätsmedaille geehrt werden und Dr. Hubert Schneider
(Fakultät für Geschichtswissenschaft) wird die Ehrennadel
erhalten. Die  Jahreshauptversammlung steht diesmal ganz im
Zeichen des 40-jährigen Jubiläums der GdF. Bei der
Festveranstaltung um 15 Uhr im Großen Saal des Bochumer
Rathauses wird u. a. NRW-Ministerpräsident Wolfgang Clement
sprechen.

Glücksfall für Bochum und die RUB

Fritz Bahlo, 1938 in Bochum geboren, hat in Berlin Jura und
Volkswirtschaft studiert und 1969 an der neu gegründeten
Ruhr-Universität seinen Abschluss gemacht. Nach einer
steilen Karriere ist Bahlo seit 1990 Vorstandsvorsitzender
der Sparkasse Bochum. Seine Neigung zu Kunst und Kultur
zusammen mit seinem gesellschaftspolitischen Engagement
haben sich nicht nur für die Stadt Bochum, sondern auch für
die RUB als Glücksfall herausgestellt. Bahlo hat zur
Gewöhnung der Bürger an die neue Universität beigetragen,
sich in unterschiedlichen Funktionen für die RUB engagiert –
z. B. im Akademischen Förderungswerk – und 1998 den Vorsitz
der Gesellschaft der Freunde von Wolfgang Clement
übernommen. Mit der Ehrenbürgerwürde erkennt die RUB sein
hervorragendes Engagement an und nimmt ihn wieder in die
akademische Gemeinschaft auf.

Berühmter Sohn der Stadt

Ebenfalls ein „Bochumer Jung“ ist Prof. Manfred Eigen,
Jahrgang 1927. Nach seinem Abitur am Humanistischen
Gymnasium in Bochum studierte er Physik und Chemie in
Göttingen und arbeitete seit 1953 am Max-Planck-Institut für
physikalische Chemie, dessen Leiter er 1957 wurde. Er
entwickelte kinetische Messtechniken, mit denen er vor allem
ultraschnelle Reaktionen in Wasser verfolgen konnte. Die
zahlreichen Ehrungen und Auszeichnungen für diese Verfahren
krönte 1967 der Nobelpreis für Chemie (zusammen mit R.G.W.
Norrish und G. Porter), den Eigen schon mit 40 Jahren
erhielt. Die Ehrenbürgerwürde der Ruhr-Universität soll den
Generalisten wieder an seine Heimatstadt binden. Sie soll
die RUB und den Wissenschaftsstandort Bochum international
sichtbar machen und ein Zeichen setzen für den Neuanfang im
Ruhrgebiet: Seinen Bürgern soll bewusst werden, dass ihre
Region nicht nur in Sport und Politik, sondern auch in der
Wissenschaft bedeutende Namen hervorgebracht hat.

IT-Sicherheit am Standort Bochum

Anerkennung und Dank spricht die RUB mit der Verleihung der
Universitätsmedaille an Horst Görtz aus. Görtz, 1937 in
Solingen geboren, ist seit 40 Jahren in der IT-Branche tätig
und hat sich in seiner beispiellosen Unternehmerkarriere vor
allem um die IT-Sicherheit verdient gemacht. Als Fachmann
auf diesem Gebiet hat er verschiedene Aufsichtsrats- und
Beiratsmandate in der Industrie inne und war
Vorstandsmitglied in deutschen und europäischen
Fachverbänden. Die 1996 gegründete Horst-Görtz-Stiftung
dient der gemeinnützigen Förderung von Wissenschaft und
Technik in Forschung und Lehre. Der bisher größte Teil der
von ihr bereitgestellten Mittel fließen in das RUB-Projekt
EURUBITS (Europäisches Kompetenzzentrum für IT-Sicherheit an
der Ruhr-Universität Bochum). Diese interdisziplinäre
Einrichtung ist bundesweit einmalig. Sie soll den Standort
Bochum zu einem Schwerpunkt der Aus- und Weiterbildung sowie
der Problemlösung und Entwicklung in IT-Sicherheit machen.

Aufarbeitung deutscher Geschichte

Mit der Ehrennadel zollt die RUB Prof. Hubert Schneider ihre
Anerkennung für sein vorbildliches Engagement. Der 1941 in
Karlsruhe geborene Historiker arbeitet seit 1974 an der
Ruhr-Universität und hat sich in ihren späten Gründerjahren
durch seine Arbeit in Gremien der Fakultät, im
Universitätsparlament und im Vorstand der Assistentenschaft
hervorgetan. Generationen von Studierenden werden ihn durch
die von ihm mitgeprägte Schule des „integrierten
Proseminars“ in Erinnerung behalten. Zwei seiner Projekte
haben die RUB und die Stadt Bochum besonders geprägt: zum
einen der Studierendenaustausch mit der Jagiellonischen
Universität Krakau, der dieses Jahr bereits zum sechsten Mal
stattfindet und die Verständigung und Annäherung von
Deutschen und Polen fördern soll; zum anderen der Verein
„Erinnern für die Zukunft e.V.“. Sein Ziel ist es, ehemalige
Bochumer Juden erstmals wieder in die Stadt einzuladen. Die
ersten Gäste kamen 1995. Die Arbeit des Vereins hat den
Umgang mit der Bochumer Vergangenheit entscheidend
beeinflusst.

GdF: seit 40 Jahren für die RUB aktiv

Die Gesellschaft der Freunde der RUB wurde im Juli 1961 –
einen Tag nach dem Beschluss des Landtags, in Bochum eine
Universität zu errichten – gegründet. Heute zählt sie gut
1000 Mitglieder. Sie setzt sich vor allem dafür ein,
Studierende und junge Wissenschaftler zu fördern, die
Verbindung der Wissenschaft zu Praxis und die internationale
wissenschaftliche Zusammenarbeit zu stärken und positiv in
die Öffentlichkeit zu wirken. So unterstützt sie das
Musischen Zentrum, die studentische Initiative boSKop, das
Videofestival und das Campus-Radio und verleiht Preise für
hervorragende wissenschaftliche Arbeit. Außerdem ist sie an
der Akademie der Ruhr-Universität gGmbH beteiligt und
Mitherausgeberin des Wissenschaftsmagazins RUBIN. Auch
Hochschulball und Campusfest verdankt die RUB unter anderem
dem Engagement der GdF.

Weitere Informationen

Zu den Ehrungen: Helga Triebwasser, Dezernat für
Angelegenheiten der Selbstverwaltung, Hochschulstruktur und
Planung, Tel.: 1234/ 32-22923/-24

Zur GdF: Dr. Bernhard Wiebel, Geschäftsführer der
Gesellschaft der Freunde der Ruhr-Universität Bochum e.V.,
44780 Bochum, Tel. 0234/32-29191

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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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