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(00220) 31.07.2001 14:40

Neues Handbuch: Psychologische Tests vermeiden Fehlentscheidungen


Bochum, 31.07.2001
Nr. 221

Durchblick im Dschungel der Testverfahren
Psychologische Tests vermeiden Fehlentscheidungen
Neues Handbuch hilft Personalmanagern

Eine übersichtliche Darstellung der bekanntesten
wirtschaftspsychologischen Testverfahren geben Prof. Dr.
Werner Sarges (Universität der Bundeswehr, Hamburg) und
Prof. Dr. Heinrich Wottawa (Fakultät für Psychologie der
RUB) Personalmanagern an die Hand: Qualitätsmerkmale,
Zeitaufwand, Kosten und Anwendungsgebiete stellen sie
allgemeinverständlich im jetzt erschienenen „Handbuch
wirtschaftspsychologischer Testverfahren“ (Pabst Verlag)
zusammen. Bisher kapitulierten viele Personalverantwortliche
vor dem Dschungel des qualitativ sehr unterschiedlichen
Überangebots und verzichteten lieber ganz auf
Persönlichkeits- und Leistungstests. Richtig angewandt
können sie jedoch Fehlentscheidungen bei der Bewerberauswahl
verhindern und so Geld und unnötigen Ärger ersparen.

Deutschland ist Entwicklungsland

„Was die Anwendungshäufigkeit psychologischer Tests in
Bewerbungsverfahren angeht, ist Deutschland immer noch
Entwicklungsland“, stellt Prof. Wottawa fest. Psychologische
Testverfahren, die Aufschluss über Persönlichkeits- und
Leistungsmerkmale geben können, werden z. B. in Spanien zehn
Mal so häufig eingesetzt wie hierzulande. Vor allem von den
so genannten „Soft Skills“ eines Bewerbers, wie etwa
Arbeitshaltung, Motivation und Teamfähigkeit, müssen sich
Personalverantwortliche zu oft überraschen lassen – diese
Merkmale gehen aus den Bewerbungsunterlagen und Zeugnissen
nicht hervor. Die Folge ist eine suboptimale
Bewerberauswahl. „Experten schätzen, dass in bis zu 90
Prozent der gescheiterten Arbeitsverhältnisse die
Persönlichkeit des Arbeitsnehmers ausschlaggebend war – ein
geeigneter Test hätte das vermeiden können“, so Wottawa.

Skepsis vor dem Überangebot

Grund für die Skepsis der Personalmanager gegenüber
psychologischen Tests ist vermutlich, dass sie zu wenig über
die Testverfahren wissen. Das Angebot ist riesig, die
Qualität äußerst unterschiedlich, die Auswahl entsprechend
schwierig. Um nichts falsch zu machen, verzichten viele
lieber ganz.

Drei Register erlauben gezielte Suche

Diesem Missstand will das Buch abhelfen: Die Autoren haben
die bekanntesten und verbreitetsten etwa 120 Testverfahren
für Eignungsdiagnostik und Personalauswahl zusammengestellt
und ihre Charakteristika allgemeinverständlich beschrieben.
Die wichtigsten Qualitätskriterien und für die Auswahl
relevanten Aspekte jedes Verfahrens haben sie übersichtlich
aufgelistet, etwa Zeitaufwand, Kosten und
Validitätsnachweise. Ein Schwerpunkt der Zusammenstellung
liegt auf computergestützten Tests, die die Durchführung
auch ohne geschultes Personal ermöglichen. Drei verschiedene
Register erlauben die gezielte Suche nach Merkmalen,
Inhaltsgruppen oder vorgesehenen Einsatzbereichen der Tests,
z. B. Zweck, Zielgruppe oder Inhalt.

Titelaufnahme

Sarges, Werner; Wottawa, Heinrich: Handbuch
wirtschaftspsychologischer Testverfahren. Pabst Science
Publishers Lengerich 2001, ISBN 3-935357-55-9

Weitere Informationen

Prof. Dr. Heinrich Wottawa, Fakultät für Psychologie der
Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-22676,
Fax: 0234/32-14564, Email:
heinrich.wottawa@ruhr-uni-bochum.de


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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