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(00205) 18.07.2001 14:02

Buchveröffentlichung: Lernen und Leben der russischen Studierenden


Bochum, 18.07.2001
Nr. 206

Russland: Jugend im Umbruch
Lernen und Leben der russischen Studierenden
Buchveröffentlichung des Lotman-Instituts

Eine Bilanz der langjährigen Kontakte zwischen
NRW-Universitäten und russischen Hochschulen zieht die jetzt
vom Lotman-Institut für russische und sowjetische Kultur
(LIRSK) herausgegebene Broschüre „Russland im Umbruch –
Jugend im Aufbruch?“. Sowohl russische als auch deutsche
Wissenschaftler schildern darin ihre Eindrücke der neuen
Entwicklungen des Studentenlebens in der ehemaligen
Sowjetunion: Größere Freiheit und Offenheit der Wissenschaft
stehen finanziellen und sozialen Problemen gegenüber. Die
Broschüre basiert auf der Arbeitsbesprechung über
Hochschulkontakte zwischen NRW und Russland/der GUS vom
19./20. Oktober 2000.

Jugend gestaltet die Zukunft

Wie überall wird auch in Russland von der Jugend erwartet,
dass sie die Zukunft gestaltet. Wie gehen die jungen Leute
dort mit dieser Erwartung um? Unter welchen Bedingungen
können sie sich bilden und ihr Leben selbst gestalten? Diese
Fragen beleuchtet die Broschüre aus der Innen- und der
Außenperspektive. Aus den verschiedenen Beiträgen ergibt
sich ein widersprüchliches Bild: „Erfreuliche Entwicklungen
sind z. B. die merkliche Zunahme vieler übersetzter und
neuer Lehrwerke. Es entsteht eine Konkurrenzsituation, in
der jeder auf dem neuesten Wissensstand sein muss“, stellt
Prof. Eimermacher fest. Ausländische Förderprogramme und
Netzwerke haben außerdem eine Wandlung des Lehrstils und
–inhalts bewirkt, und das Verhältnis zwischen Lehrenden und
Lernenden beginnt lockerer zu werden.

Materielle Probleme erschweren das Leben

Dem gegenüber stehen jedoch vor allem finanzielle Probleme.
Ein unzureichendes Stipendiensystem, die Unterfinanzierung
der Grundlagenforschung und die fehlenden Gelder für
internetbasierten Unterricht sind nur einige der Steine, die
den Hochschulen im Weg liegen. Die materiellen
Schwierigkeiten prägen schon das Leben in der Familie.
Gesundheit, soziale Integration und Bildung sind für
russische Jugendliche nicht gesichert. Eine Hochschulbildung
stellt in ihrem Bewusstsein keinen Garant für eine spätere
erfolgreiche Berufstätigkeit dar – die meisten von ihnen
betrachten sie als Glückssache.

Ermüdungserscheinungen keine Chance geben

Um die Netzwerke deutscher und russischer Universitäten
weiter auszubauen und zu stärken, müsse vor allem der
drohenden Stagnation begegnet werden, so Eimermacher.
Ermüdungserscheinungen auf westlicher Seite und auch der
Wegfall von Fördergeldern im bisherigen Umfang dürfen der
Entwicklung neuer, flexibler Programme nicht im Weg stehen.

Titelaufnahme

Eimermacher, Karl; Hartmann, Anne (Hg.): Russland im Umbruch
– Jugend im Aufbruch? Bochum 2001, ISBN 3-932382-14-5

Weitere Informationen

Prof. Dr. Karl Eimermacher, Dr. Anne Hartmann,
Lotman-Institut für russische und sowjetische Kultur der
Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, Tel.
0234/32-23370/-25605, Fax: 0234/32-14243, Email:
lirsk@ruhr-uni-bochum.de, Internet:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/lirsk



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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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