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(00162) 15.06.2001 13:29

Verleihung der Gebrüder Eickhoff-Preise 2001


Bochum, 15.06.2001
Nr. 163

Sensorloser Otto-Motor spart Benzin
Mit Spray-Modell Verbrennungsprozesse optimieren
Verleihung der Gebrüder Eickhoff-Preise 2001

Die Entwicklung eines sensorlosen Otto-Motors, der mit
geringem Elektronikaufwand Kraftstoff spart, ist das
Ergebnis der Dissertation von Dr.-Ing. Stefan Butzmann
(Betreuer: Prof. Dr.-Ing. Joachim Melbert, Fakultät für
Elektrotechnik und Informationstechnik). Aus der
Dissertation von Dr.-Ing. Olaf Rumberg geht ein Verfahren
zur Modellierung von Sprays hervor, das es erlauben wird,
Verbrennungsprozesse zu optimieren (Betreuer: Prof. Dr.-Ing.
Bernd Rogg, Fakultät für Maschinenbau). Beide Arbeiten
werden am 22. Juni 2001 mit dem Gebrüder-Eickhoff-Preis 2001
ausgezeichnet (10.15 Uhr, im Haus Gebr. Eickhoff,
Hunscheidstr. 176, 44789 Bochum).

Aufprallgeschwindigkeit der Ventile regeln

Seit der Erfindung des Otto-Motors sind die Öffnungs- und
Schließzeiten der Gaswechselventile fest an die
Kurbelwellenstellung gekoppelt – leider, denn günstiger wäre
eine zeitlich variable Steuerung der Ventile. Sie erlaubt
nicht nur Benzineinsparungen bis zu 15%, sondern auch eine
deutliche Erhöhung des Drehmoments und geringere
Schadstoffemissionen. Bisher scheiterte die Einführung eines
solchen Systems an einer fehlenden Regelung für die
Ventilbewegung und an fehlenden Sensoren. Stefan Butzmann
machte aus der Not eine Tugend: Er entwickelte in seiner
Dissertation „Sensorlose Regelung elektromagnetischer
Aktuatoren für die Betätigung von Gaswechselventilen im
Otto-Motor“ eine Regelung, die ohne Sensoren auskommt und
trotzdem die gewünschte niedrige Aufprallgeschwindigkeit der
Ventile erzielt. Ein Vorteil seiner Methode gegenüber
anderen ist ein sehr geringer Elektronikaufwand. Der Motor
wurde bereits auf der Internationalen Automobilausstellung
1999 dem Fachpublikum vorgestellt.

Allgegenwärtige Sprays simulieren

Neue Wege zur theoretischen Beschreibung von Sprays - etwa
Deo-Sprays im Haushalt, Spraylackierung in der Industrie und
Sprays in Einspritzmotoren - zeigt Olaf Rumberg in seiner
Dissertation „Modellierung und Simulation turbulenter
reaktiver Sprays“. Er entwickelte u.a. ein Modell, mit dem
die wesentlichen physikalischen Prozesse in Sprays
detailliert beschrieben und simuliert werden können. Auf
dieser Basis werden Effizienz, Schadstoffemission und
Schadstoffkontrolle in praktischen Verbrennungsprozessen in
Zukunft optimiert werden können. Darüber hinaus entwickelte
Rumberg einen Computer-Code, der es erlaubt, die komplette
„Statistik“ wirklicher Sprays zu berechnen. Diese Methode
lässt Rückschlüsse zu, die herkömmliche Berechnungsmethoden
nicht ermöglichen.

Weitere Informationen

Prof. Dr.-Ing. Joachim Melbert, Fakultät für Elektrotechnik
und Informationstechnik, Tel. 0234/32-23137, Fax:
0234/32-14168, Prof. Dr.-Ing. Bernd Rogg, Fakultät für
Maschinenbau der RUB, Tel. 0234/32-22896, Fax:
0234/32-14162, 44780 Bochum.

Programm

Begrüßung – Dr. Paul Rheinländer, Geschäftsführer der Gebr.
Eickhoff mbH
Grußwort – Prof. Dr.-Ing. Johann F. Böhme, Dekan der
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der RUB
Verleihung des Preises für Maschinenbau – Prof. Dr.-Ing.
Ewald Georg Welp, Dekan der Fakultät für Maschinenbau der
RUB,
Verleihung des Preises für Elektrotechnik und
Informationstechnik – Prof. Dr.-Ing. Johann F. Böhme


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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