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(00151) 05.06.2001 14:39

Kolloquium des Internationalen Kontinentalen Bohrprogramms


Bochum, 05.06.2001
Nr. 152

Verständnis für das „System Erde“
Sicherung und Nutzung von Ressourcen
Kolloquium des Internationalen Kontinentalen Bohrprogramms

Am 7./8. Juni 2001 findet zum fünften Mal das jährliche
Kolloquium des Internationalen Kontinentalen Bohrprogramms
in der Ruhr-Universität Bochum statt, das als
Schwerpunkt-programm von der Deutschen
Forschungsgemeinschaft gefördert und durch die Bochumer
Geowissenschaftler Prof. Dr. Hans-Peter Harjes und Prof. Dr.
Bernhard Stöckhert koordi-niert wird. Im Rahmen dieser
Veranstaltung werden etwa 150 Wissenschaftler ihre
Ergebnisse diskutieren und neue Programme konzipieren.

Sozioökonomische Fragestellungen

Die durch Bohrungen zu gewinnenden Informationen sind
essentiell für das Verständnis der im "System Erde"
ablaufenden Prozesse und von hoher Anwendungsrelevanz bei
der Lösung einer Reihe von drängenden sozioökonomischen
Fragestellungen. Dazu gehören z.B. die Si-cherung und
umweltverträgliche Nutzung natürlicher Ressourcen
(Trinkwasser, Steine und Erden, mineralische und
Energierohstoffe), die Vorsorge vor extremen
Naturereignissen (Erdbeben, Vulkanausbrüche) und die
Minderung ihrer Folgen sowie die Beurteilung der Klima- und
Umweltentwicklung und der Auswirkungen menschlicher
Tätigkeit auf natürliche Kreisläufe und Gleichgewichte.
Gezielt angesetzte Bohrungen erlauben es, Hypothesen und
Modellvorstellungen zu testen, die aufgrund von
Untersuchungen an der Erdoberfläche oder von im Labor
gewonnenen Daten und theoretischen Überlegungen entwickelt
wurden.

Durch Bohrlöcher in die Vergangenheit sehen

Aktuelle Beispiele liefern die Bohrungen in Kraterseen in
Europa und Asien, im Baikalsee sowie im Lake Titicaca und
Lake Malavi in Afrika. Daneben werden die Ergebnisse von
Boh-rungen in Vulkangebieten auf Hawaii, in Kalifornien und
in Japan diskutiert. Mit besonderer Spannung werden auch die
Vorbereitungen für eine Bohrung in den
Chicxulub-Meteoriteneinschlagskrater in Mexiko beobachtet,
der besondere Auswirkungen auf das Le-ben und die Umwelt an
der Kreide-Tertiär-Grenze vor ca. 60 Millionen Jahren gehabt
hat.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Hans-Peter Harjes, Lehrstuhl für Geophysik,
Fakultät für Geowissenschaften der Ruhr-Universität Bochum,
44780 Bochum, Tel. 0234/32-23271, Fax: 0234/23-14181, Email:
harjes@geophysik.ruhr-uni-bochum.de


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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