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(00113) 30.04.2001 11:41

Stiftung Kardiologie 2000 fördert Nachwuchs


Bochum, 30.04.2001
Nr. 114


Ausgezeichnete Herzpioniere
Erster Forßmann-Preis für junge Mediziner
Stiftung Kardiologie 2000 fördert Nachwuchs


Der Pionier der Herzkathetertechnik und Nobelpreisträger
Prof. Dr. Werner Forßmann ist Namenspatron eines Preises,
den die Stiftung Kardiologie 2000 der Medizinischen Fakultät
der Ruhr-Universität Bochum in diesem Jahr erstmals vergibt.
Der Förderpreis geht an PD Dr. med. Burkhard Hornig,
Hannover, der Preis für das Lebenswerk an Prof. Dr. Dr. h.
c. Ulrich Sigwart, London. Anlässlich der Preisverleihung
lädt die Stiftung Kardiologie 2000 ein zur

TERMIN

Akademischen Feier am Mittwoch, 16. Mai 2001, 16.00 bis
18.00 Uhr, im Großen Hörsaal des Herz- und Diabeteszentrums
(HDZ) Nordrhein-Westfalen, Georgstraße 11, 32545 Bad
Oeynhausen. Vertreter der Medien sind herzlich willkommen,
um Anmeldung wird gebeten (s. u.).

Fotos im Internet

Fotos der beiden Forßmann-Preisträger stehen im Internet zum
Herunterladen bereit unter
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressemitteilungen/ (heutiges
Datum): PD Dr. med. Burkhard Hornig, Prof. Dr. Dr. h. c.
Ulrich Sigwart.

Erfolg in der Behandlung von Arteriosklerose

Der Förderpreis der Stiftung ist mit DM 15.000 dotiert. PD
Dr. med. Burkhard Hornig, 36 (Oberarzt an der Medizinischen
Hochschule Hannover, Abteilung Kardiologie und Angiologie),
erhält ihn für die Erforschung der Endothelfunktion von
Blutgefäßen. Das Endothel ist die dünne Innenschicht
menschlicher Blutgefäße. Sie bildet gefäßerweiternde
Substanzen und kann somit Blutgerinnseln vorbeugen. Bei
Arteriosklerose, Bluthochdruck und Herzinsuffizienz wird
diese Schicht frühzeitig geschädigt. Die prämierte Arbeit
von Hornig („ACE-Inhibition/AT1-receptor-antagonism and
superoxyde dismutase“) zeigt erstmals am Menschen, dass sich
nach vierwöchiger Behandlung mit bestimmten Medikamenten
(ACE-Hemmer Ramipril oder AT1-Blocker Lorsatan) die
Endothelfunktion der Herzkranzgefäße deutlich verbessert.
Diese Erkenntnis hat weitreichende Folgen für die Behandlung
arteriosklerotischer Erkrankungen.

Lebenswerk eines echten Herzpioniers

Ein echter Herzpionier – wie einst Werner Forßmann – erhält
den Preis der Stiftung für sein Lebenswerk. Prof. Dr. Dr. h.
c. Ulrich Sigwart, 60 (Direktor der Abteilung für invasive
Kardiologie des Royal Brompton Hospitals in London), ist
weltweit ein geschätzter Experte und Referent. Der
Ehrendoktor der Medizinischen Fakultät der Universität
Lausanne (seit 1999) ist Mitglied in mehr als 25
internationalen Fachgesellschaften und Autor bzw. Co-Autor
von über 500 wissenschaftlichen Publikationen. Für seine
Verdienste wurde er 1996 mit dem Andreas-Grüntzig-Preis
geehrt – benannt nach dem Erfinder der perkutanen
transluminalen Koronarangioplastie (PTCA). Dieses Verfahren
ist heute als Ballonaufweitung der Herzkranzgefäße allgemein
bekannt. Prof. Sigwart hat entscheidend mitgewirkt, diese
Behandlung weiter zu entwickeln. Bereits vier Monate,
nachdem Grüntzig das Verfahren erstmals beschrieben hatte,
wandte Sigwart es in Bad Oeynhausen an.

Bronzeplastik für Herzpioniere

Beide Preisträger erhalten die Bronzeplastik „Herzpionier“,
die an Werner Forßmann erinnern soll. Der Nobelpreisträger
hat 1957 in Düsseldorf eine bedeutende kardiologische
Methode eingeführt, die Herzkatheterdiagnostik. Er erprobte
sie erstmals 1929 im Selbstversuch - unter schwierigen
Bedingungen: Durch ein Gefäß seines rechten Armes führte er
einen Katheter bis zum rechten Herzvorhof. Mithilfe eines
Spiegels verfolgte er auf einem Durchleuchtungsschirm den
Weg des Katheters durch seinen Körper. Für dieses Experiment
wurde er 1956 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet.

Gegen die Todesursache Nummer eins

Forßmanns Leistung und Einfluss auf die medizinische
Forschung soll Vorbild sein für junge Wissenschaftler. Die
Stiftung Kardiologie 2000 wurde im vergangenen Jahr von der
Medizinischen Fakultät der RUB gegründet. Mit dem
Forßmann-Preis in Höhe von DM 15.000 wollen die Stifter, die
Eheleute Prof. Dr. med. Ulrich Gleichmann und Dr. med.
Sigrid Gleichmann, die klinische und theoretische Forschung
auf dem Gebiet der Herz-Kreislauferkrankungen unterstützen -
insbesondere die Arbeiten junger Wissenschaftler, die zur
Prävention dieser Volkskrankheit beitragen. Degenerative und
angeborene Herz-Kreislauferkrankungen haben in den letzten
40 Jahren erheblich zugenommen, sie sind mit etwa 50 Prozent
zur Haupttodesursache in Deutschland und weltweit in vielen
entwickelten Industrienationen geworden.

Anmeldung und weitere Informationen

Petra Mellwig, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Herz- und
Diabeteszentrum NRW, Georgstr. 11, 32545 Bad Oeynhausen,
Tel. 05731/97-1953, Fax: 05731/97-2016, eMail:
pmellwig@hdz-nrw.de


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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