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(00107) 26.04.2001 14:31

Gleichstellung auf gutem Weg


Bochum, 26.04.2001
Nr. 108

„ProFiL“ tritt ab - Gleichstellungspolitik geht weiter
Gesetz an der RUB implementiert
Erste Bilanz: Der Grundstein ist gelegt

Nach gut einem Jahr Laufzeit endet Mai das Projekt zur
Frauenförderung im Sinne des Landes-gleichstellungsgesetzes
„ProFiL“. Mit online abrufbaren Informationen zum
Landesgleichstel-lungsgesetz, Beratung und Hilfe bei der
Aufstellung von Frauenförderplänen und der Umsetzung von
geplanten Maßnahmen hat es die RUB einen großen Schritt
weiter in Richtung Realisierung von Gleichstellung bringen
können. Aufbauend auf den so geschaffenen
Strukturbedingungen wird es die Aufgabe der nächsten Jahre
sein, mittel- und langfristig Akzente zu setzen, d.h. zum
Beispiel Führungspositionen zunehmend mit Frauen zu
besetzen, so Projektleiterin Dr. Christina Reinhard.

Die Hürden des neuen Gesetzes ...

Seit November 1999 gilt in Nordrhein-Westfalen das
Landesgleichstellungsgesetz, das die Gleichstellung von
Frauen und Männern im Öffentlichen Dienst fördern soll.
Seine Vorgaben stellten die Universitäten vor enorme
Umsetzungsprobleme: Neben der Einbeziehung der
Frauen-förderung in die landesweite und hochschulinterne
Mittelvergabe sahen viele Uniangehörige vor allem in der
Aufstellung von Frauenförderplänen eine Hürde. Auch die
Aufforderung zu einer gleichstellungsorientierten
Personalentwicklung schien schwierig – beginnen die
Universitäten doch gerade erst, diesen Bereich für sich zu
entdecken.

... mit Hilfe des Projekts genommen

Mit Hilfe des vom Rektorat ins Leben gerufenen „ProFiL“
gelang es jedoch, diese Probleme zu meistern: 22
Frauenförderpläne – und damit fast 300 Seiten
Frauenförderung – werden dem Senat am 17. Mai zur Abstimmung
vorgelegt. Die Gleichstellungsbeauftragte, die
Gleichstellungs-kommission und auch der Personalrat der
Mitarbeiter/innen aus Technik und Verwaltung haben deren
Inhalt bereits zustimmend zur Kenntnis genommen.

NRW-Unis nutzen das Online-Angebot

„ProFiL“ setzte an verschiedenen Punkten an: Zum einen trug
die Projektmitarbeiterin Informati-onen über Inhalt,
Anforderungen und Konsequenzen des
Landesgleichstellungsgesetzes zusam-men und stellte sie den
Gremien und Entscheidungsträger/innen an der RUB zur
Verfügung. Zum anderen bot „ProFiL“ den Fakultäten konkrete
Beratung und Unterstützung bei der Aufstellung der
Frauenförderpläne und der Umsetzung der geforderten
Maßnahmen an. Außerdem unterstütz-te und förderte das
Projekt den inneruniversitären Diskussionsprozess über die
gleichstellungspo-litischen Ziele der Ruhr-Universität. Die
Angebote der „ProFiL“-Homepage
(http://www.ruhr-uni-bochum.de/profil) – etwa Informationen
zum Landesgleichstellungsgesetz, Hilfestellungen wie der
Leitfaden zur Erstellung von Frauenförderplänen und andere
Einführungen zu den The-men Personalentwicklung,
Gleichstellungspolitik und Hochschulreform – wurden sowohl
von der RUB als auch landesweit von anderen Hochschulen rege
wahrgenommen.

Projektende ist erst der Anfang

Der Grundstein für eine gleichstellungsorientierte
Qualitätsentwicklung ist also gelegt. Die viel-fältigen
Maßnahmen der Frauenförderpläne sollen z. B.
Stellenbesetzungsverfahren und Qualifi-zierungsmöglichkeiten
für Frauen verbessern und die Vereinbarkeit von Beruf und
Familie er-leichtern. In den Beschlüssen erklären sich alle
Beteiligten der verschiedenen Einheiten als ver-antwortlich
für einen gleichberechtigten und partnerschaftlichen Umgang.
Bereits im Studium wird durch die beschlossenen Maßnahmen
fachlich und organisatorisch für Chancengleichheit von
Frauen und Männern Sorge getragen. Der Erfolg der Maßnahmen
wird sich jedoch letztlich erst an der tatsächlichen
Beschäftigungssituation von Frauen und Männern zeigen. Auch
über das Projektende hinaus wird sich die Ruhr-Universität
mit Unterstützung der Gleichstellungsbeauf-tragten, der
Gleichstellungskommission und allen engagierten Frauen und
Männern in den zentra-len und dezentralen Einheiten der
langfristigen Umsetzung der Gleichstellung widmen.

Weitere Informationen

Dr. Christina Reinhard, Projekt zur Frauenförderung im Sinne
des Landesgleichstellungsgeset-zes, Ruhr-Universität Bochum,
44780 Bochum, Tel. 0234/32-28388, Email:
christi-na.reinhard@ruhr-uni-bochum.de


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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