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(00025) 29.01.2001 14:04

Wie sich Grünflächen auf unser tägliches Leben auswirken


Bochum, 29.01.2001
Nr. 26


Wie sich Grünflächen auf unser tägliches Leben auswirken
EU-Projekt „BUGS“ startet im März
Ruhrgebiet als Beispiel für Verdichtungsraum


Im März 2001 fällt der Startschuss für „BUGS“: das auf drei
Jahre angelegte EU-Forschungsprojekt „Benefits of Urban
Green Space“, das 1999 von Dr. Michael Bruse (AG
Klimaforschung am Geographischen Institut der RUB) und dem
belgischen Institut VITO initiiert wurde. Sechs
Forschergruppen aus Deutschland, Belgien, Frankreich,
Spanien, Dänemark und Tschechien untersuchen die
Auswirkungen von innerstädtischen Grünflächen wie Parks oder
Straßenbegrünungen auf das tägliche Leben. Im Fokus der
Studie steht das lokale Klima und die Lufthygiene, z. B. wie
sich Verkehrsströme mit dem dazugehörigen Lärm verteilen
sowie Erholungsfunktionen, städtische Zersiedelung und
alternative Verkehrskonzepte.

Projekt in zwei Phasen

Das Projekt gliedert sich in zwei Phasen: In der ersten
Phase erarbeiten die einzelnen Teilnehmer Konzepte und
Methoden, um städtische Grünflächen beurteilen und
Verbesserungspotenzial aufspüren zu können. In der zweiten
Phase setzen die Forscher die theoretischen Ergebnisse
anhand des Ruhrgebiets als Beispiel für einen
Verdichtungsraum in die Praxis um.

AG Klimaforschung führt Simulationen und Messungen durch

Die Arbeitsgruppe Klimaforschung wird dabei untersuchen, wie
sich Grünflächen auf das Mikroklima und die
Luftschadstoffverteilung auswirken. Hierzu wird die AG
Messungen an einigen exemplarischen Standorten durchführen.
Die Ergebnisse werden dem numerischen Rechenmodells ENVI-met
(www.envi-met.com) abgeglichen, das die Bochumer
Klimaforscher entwickelt haben. Mithilfe der
Simulationsrechnungen lassen sich die Auswirkungen und die
Reichweite von Begrünungsmaßnahmen unter den verschiedenen
Umweltbedingungen beurteilen.

2001 Beginn des Projektes

Das Projekt wurde Anfang 2000 im Rahmen des 5.
Rahmenforschungsprogramms bei der EU beantragt. Derzeit
unterzeichnen die Partner die Verträge mit der EU. Das
Gesamtbudget des Projektes beträgt 2.336.037 Euro, wovon die
Europäische Union etwa die Hälfte beisteuert. Die RUB erhält
von diesem Betrag 250.000 Euro.

KVR und EUROCITIES als Partner gewonnen

Um nicht an der Realität vorbei zu forschen und eine
optimale Verbreitung der Resultate zu gewährleisten, konnten
der Kommunalverband Ruhrgebiet (KVR) sowie die Brüsseler
Organisation EUROCITIES als Partner gewonnen werden.
EUROCITIES verfügt über ein Netzwerk von über 100
europäischen Städten und fungiert während der gesamten
Projektlaufzeit als Moderator zwischen den Vertretern der
Städte einerseits und den Forschungsgruppen andererseits.
Der KVR wird während der zweiten Projektphase das
„BUGS“-Team bei der Durchführung der Untersuchungen vor Ort
unterstützen. Das belgische Institut VITO hat die
Gesamtkoordination des Projektes übernommen.

Weitere Informationen

Dr. Michael Bruse, AG Klimaforschung, Geographisches
Institut der RUB, NA 4/172, Tel. 0234/32-24244,
E-Mail: michael.bruse@ruhr-uni-bochum.de, Internet :
http://www.ruhr-uni-bochum.de/BUGS



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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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