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(00016) 19.01.2001 14:48

RUB-Maschinenbauer habilitieren erste Frau


Bochum, 19.01.2001
Nr. 17

Die erste Frau in 30 Jahren...
...habilitiert bei den Maschinenbauern
Verhalten von Leichtmetallen untersucht


Als erste Frau in der dreißigjährigen Fakultätsgeschichte
wird Dr.-Ing. Birgit Skrotzki an der Fakultät für
Maschinenbau der RUB (Lehrstuhl Werkstoffwissenschaft, Prof.
Dr.-Ing. Gunther Eggeler) habilitiert. Im Anschluss an ihre
Antrittsvorlesung über „Leichtmetalle“ (24. Januar 2001,
11-12 Uhr, Raum IAI 155) erhält sie von Dekan Prof. Dr.
Ewald Georg Welp die Habilitationsurkunde. In ihrer
Habilitationsschrift beschäftigte Dr. Skrotzi sich mit
Leichtmetallen. Um deren Tauglichkeit für die Verwendung z.
B. in Luft- und Raumfahrt zu erforschen, setzte sie sie
hohen Temperaturen und Spannungen aus. Ihre Ergebnisse
sollen Entwickler neuer Werkstoffe bei der Optimierung neuer
Materialien unterstützen.

Foto im Internet

Ein Foto von Dr. Skrotzki kann aus dem Internet
heruntergeladen werden: (siehe unten)

Je leichter desto besser

Parallel zu der schnellen Entwicklung, die Luft- und
Raumfahrt in den letzten 50 Jahren erlebt haben, ist das
Interesse an der Verbesserung leichter Werkstoffe gestiegen:
Je leichter die Materialien für Transportmittel wie
Verkehrsflugzeuge, Eisenbahnen oder auch PKW und LKW, desto
größer die ökonomischen und ökologischen Vorteile. Bei aller
Leichtigkeit müssen die Werkstoffe jedoch auch immer höheren
Beanspruchungen standhalten; so sollen etwa Turbinen bei
immer höheren Temperaturen arbeiten und Flugzeuge immer
schneller fliegen, wobei sich Teile erhitzen. Die
Eigenschaften der Werkstoffe dürfen sich unter solchen
Bedingungen aber nicht verändern. Leichtmetalle wie
Aluminium und Magnesium bieten sich hier besonders an, da
sie nicht nur leicht sind, sondern auch eine hohe
spezifische Festigkeit und Steifigkeit und oft auch einen
guten Korrosionswiderstand besitzen.

Vorher berechnen wie sich ein Stoff verhält

Zwei metallische Leichtlegierungsklassen hat Dr.-Ing.
Skrotzki in ihrer Studie untersucht: zum einen aushärtbare
Alumiumlegierungen, zum andere Titanaluminidlegierungen.
Diese Werkstoffe setzte sie hohen Temperaturen aus, sowohl
mit als auch ohne äußere Spannung, und beobachtete ihr
Verhalten unter dem Mikroskop. Insbesondere untersuchte sie
die mikrostrukturellen Änderungen, die unter solchen
Bedingungen eintreten. Ein Verständnis dieser Prozesse soll
Entwickler neuer Werkstoffe unterstützen, die Eigenschaften
von Materialien maßzuschneidern.

Weitere Informationen

Dr.-Ing. Birgit Skrotzki, Fakultät für Maschinenbau der
Ruhr-Universität, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-26041, Fax:
0234/32-14235, Email: birgit.skrotzki@ruhr-uni-bochum.de



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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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