[ vorherige ] [ nächste ] [ Übersicht nach Zeit ][ alphabetische Übersicht ]

(00363) 12.12.2000 11:43

Neu: Promotionskolleg Ost-West in der RUB


Bochum, 12.12.2000
Nr. 360

Wissenschaftliche Kontaktbörse
Promotionskolleg Ost-West in der RUB …
… gefördert vom Stifterverbanf und der VolkswagenStiftung


An der Ruhr-Universität Bochum eröffnet im kommenden Jahr
eine wissenschaftliche Kontaktbörse zwischen Ost- und
Westeuropa, die in ihrer Art ohne Vorbild ist. Das
Lotman-Institut für russische und sowjetische Kultur
(Leitung: Prof. Dr. Dr. h. c. Karl Eimermacher) sowie das
Institut für Deutschlandforschung (Direktor: Prof. Dr. Paul
Gerhard Klussmann) begründen mit Förderung der
VolkswagenStiftung und des Stifterverbands für die Deutsche
Wissenschaft ein „Promotionskolleg Ost-West". Die
VolkswagenStiftung unterstützt das Projekt für vier Jahre
mit gut einer Million Mark.

Ort der Begegnung zwischen Ost und West

Das Promotionskolleg versteht sich als Ort der Begegnung,
Kommunikation und Kooperation west- und osteuropäischer
Nachwuchswissenschaftler und will eine Vernetzung junger
Forscher auf unse-rem Kontinent erreichen. Die Initiatoren
wollen junge Geistes-, Kultur- und
Gesellschaftswissenschaftler aus den alten und neu
entstandenen Staaten des ehemaligen Ostblocks zu einem
Gesprächs- und Arbeitsverbund untereinander und mit ihren
westeuropäischen Kollegen einladen. Das Kolleg ist eine
Investition in die Zukunft, denn es ermöglicht langfristig
die Entwicklung einer Vielzahl von Forschungs- und
Kooperationsinitiativen der Kollegiaten – auch über das
Internet, ein entsprechender Online-Auftritt des Projekts
ist in Vorbereitung.

Drei zentrale Ziele

Das Promotionskolleg verfolgt drei zentrale Zielsetzungen:
Es soll die fachliche und methodische Kompetenz fördern, es
soll Weiterqualifizierung im Sinne von Mobilität und
Europafähigkeit leisten und es will schließlich
dialogstiftend wirken, indem es sowohl die Verständigung
über wissen-schaftliche Fragen befördert als auch zur
Überwindung ideologischer und mentaler Vorbehalte beiträgt.

Zunächst zwei Ausbildungsgänge

Für das Promotionskolleg sind zunächst zwei Ausbildungsgänge
vorgesehen, die jeweils auf zwei Jahre angelegt sind und zu
denen im ersten Turnus (2001-2003) bis zu 30 Promovenden und
im zweiten Turnus (2003-2005) sogar bis zu 50 Promovenden
eingeladen werden. Als „geistige Schnittstelle“ jedes
Ausbildungsgangs dient ein Rahmenthema, das die Kollegiaten
mit ihren eige-nen Promotionsvorhaben in einem bestimmten
fachlichen Sektor ausfüllen: für den ersten Turnus „Kultur -
(Staats-) Macht - Gesellschaft. Prägende Konstellationen und
Interaktionen im 19. und 20. Jahrhundert“ sowie  für den
zweiten Turnus „National geprägte Denkformen und
Kulturphänomene im 19. und 20. Jahrhundert - und ihre
internationale Überschreitung. Kulturspezifische und
typologisch vergleichende Fragestellungen vor dem
Hintergrund zunehmender Multikulturalität.“

Geförderte Aufenthalte in Bochum

Die Teilnehmer am Promotionskolleg Ost-West kommen innerhalb
des zweijährigen Ausbildungsgangs zu drei gemeinsamen, je
vierwöchigen Aufenthalten an der RUB zusammen. Einen
weiteren Studienaufenthalt in Bochum (maximal 4 Wochen)
können sie individuell festlegen. Die Förderung des Kollegs
umfasst die Aufenthaltskosten (insgesamt DM 5.000 pro Person
und Turnus) sowie die jeweiligen Fahrtkosten. Dazu kommt ein
einmaliges Büchergeld.

Arbeit im Plenum und in Kleingruppen

Ihre Arbeitsverfahren, Thesen und Ergebnisse stellen die
Kollegiaten im internationalen Kreis der anderen Teilnehmer
und der Hochschullehrer aus Bochum, Deutschland und Europa
zur Diskussion. Die Arbeit wird alternierend im Plenum und
in Kleingruppen – mit den Diskussionssprachen Deutsch,
Englisch, Russisch und Französisch – stattfinden.
Gastreferenten sollen die interdisziplinä-re Kommunikation
anregen und zusammen mit Bochumer und auswärtigen Mentoren
einen Gesprächszusammenhang schaffen, der den Promovenden
auch jenseits der Kollegwochen an der Ruhr-Universität eine
Möglichkeit zu Austausch und Beratung bietet. Fachseminare
sollen zudem Einblick geben in die Strukturen der deutschen
Wissenschaftslandschaft mit ihren Fördereinrichtungen,
Forschungszentren und Administrationen.

Fristen und Bewerbung

Die Bewerbungen erfolgen ausschließlich durch die
Promovenden selbst, indem sie einem formlosen Antrag
beifügen: das Thema der Dissertation, eine inhaltliche und
methodische Skizze des Projekts sowie den Stand der
Vorarbeiten (2 Seiten), ein Empfehlungsschreiben des
betreuenden Professors an der Heimatuniversität, Curriculum
vitae sowie Angaben zu Sprachkenntnissen und eine
Publikationsliste. Bewerbungsschluss für den ersten
Ausbildungsgang ist der 31. März 2001, die Entscheidung über
die Aufnahme fällt im April 2001. Der erste
Kolleg-Aufenthalt der Promovenden in Bochum findet dann vom
6. bis 31. August 2001 statt.

Weitere Informationen

Dr. Anne Hartmann, Lotman-Institut für russische und
sowjetische Kultur, Fakultät für Philologie der RUB, Tel.:
0234/32-25605, Fax: 0234/32-14243, eMail:
anne.hartmann@ruhr-uni-bochum.de
Dr. Frank Hoffmann, Institut für Deutschlandforschung der
Ruhr-Universität Bochum, Tel.: 0234/32-27863, Fax:
0234/32-14587, eMail: frank.hoffmann-2@ruhr-uni-bochum.de


--
RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB

Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 32-22830, -23930
Fax: + 49 234 32-14136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB - RUB



zurück zur Übersicht nach Zeit | alphabetisch