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Hochschulpolitische Frohefesttagsgruesse



Danke,
frohe Festtage und
alles Gute für 1999


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wünsche ich Ihnen ein
frohes Fest und ein glückliches Neues Jahr 1999. Zugleich danke ich
Ihnen für Ihre publizistische Begleitung im Jahr 1998. In einer Zeit,
in der in den Hochschulen eine gespannte Ruhe angesichts noch
unsicherer politischer Vorgaben für die nächsten Jahren herrscht, ist
uns Ihre wohlwollende publizistische Aufmerksamkeit eine große Hilfe.

Vom "Ruck" ist noch wenig zu spüren

Vor einem Jahr - wir erinnern uns - streikten an den Universitäten die
Studierenden für bessere Bildungschancen. Dieser Streik wurde schnell
von den 'freundlichen' Umarmungen der Politiker erdrückt. Und eine
Verbesserung der Studien- und Lebensbedingungen ist in den vergangenen
zwölf Monaten auch nicht sichtbar geworden. Zwar ist das
Hochschulrahmengesetz novelliert worden, Landesgesetze stehen vor
weiteren Anpassungen, doch Entscheidendes ist damit noch nicht
passiert. Das beweisen nicht zuletzt die jüngsten Zahlen des Deutschen
Studentenwerkes (DSW). Vom "Ruck", den Bundespräsident Herzog einst
forderte, ist wenig zu spüren. Noch immer verspielt das Land seine
Zukunft.

Schluß mit dem "Schwarze-Peter-Spiel"

Allerdings ist mit dem Wechsel der politischen Konstellation in Bund
und der Regierungsmannschaft in NRW zumindest das im letzten Jahrzehnt
so beliebte "Schwarze-Peter-Spiel" zwischen dem Bund und der
Landesregierung Düsseldorf auf der Strecke geblieben. Beider Führung
wird von "Rot-Grün" - das Wort des Jahres - dominiert. Das eröffnet
jetzt eine reelle Chance, daß die Politik sich nicht mehr in
Sonntagsreden und gegenseitigen Schuldzuweisungen über Versäumnisse
erschöpfen wird. Doch während die Bundesregierung sich schon innerhalb
der ersten "100 Tage" zaghaft bemüht, endlich den Bundesbildungs- und
-forschungs-etat auf anerkannte Erfordernisse anzupassen, verbreitet
sich in NRW das Gerücht, daß das Land in den nächsten Jahren zwischen
2.500 und 3.000 Stellen im Wissenschaftsbereich streichen wird. Zwar
will das Land mit einer Querschnittsuntersuchung erreichen, daß die
Hochschulressourcen besser genutzt werden; ob allerdings die Kürzungen
angesichts erwarteter höherer Studentenzahlen die Motivation der
Beteiligten in den Hochschulen stärken, ist meh als äußerst
fragwürdig.

RUB mit verhaltenem Optimismus

Die RUB aber blickt trotz angespannter Situation mit vorsichtigem
Optimismus in die Zukunft, weil sie sicher ist, daß in ihr noch
erhebliches Reformpotential herrscht, um die Zukunft zu meistern und
zu gestalten. Das in diesem Jahr unter der Leitung von Rektor Prof.
Dr. Dietmar Petzina angetretene Rektorat hat mit starkem Schwung
insbesondere neue Kooperationen in Angriff genommen. Signale für eine
stärkere Zusammenarbeit der Hochschulen im Ruhrgebiet wurden von
Bochum ausgesandt, und in der Stadt selbst fruchten erste Ansätze zur
Zusammenarbeit der Hochschulen am Ort, mit der IHK und der Stadt, so
z.B. im geplanten gemeinsamen Tag der Forschung 1999 in der Stadt, mit
dem einem breiten Publikum das Forschungspotential demonstriert werden
wird. Und ein Strategiepapier des Rektorats für die nächsten Jahre
wird intern bereits diskutiert.

Rahmenbedingungen müssen stimmen

Die RUB hat sich in der Vergangenheit als reformbereit erwiesen, und
sie wird für realisierbare, vernünftige Reformideen auch in der
Zukunft kämpfen. Sie ist daran interessiert, ihren Studierenden gute
Studienbedingungen zu ermöglichen und der Gesellschaft grundlegende
und verwertbare Ergebnisse aus der Wissenschaft in hoher Qualität
bereitzustellen. Allerdings müssen dafür die Rahmenbedingungen stimmen
und eine Planungssicherheit gewährleistet sein.

In Ihrer und eigener Sache

Noch ein Satz in eigener Sache: Für Sie, unsere Ansprechpartner in den
Medien, haben wir - die Pressestellen der Ruhr-Universität Bochum, der
Universität Bayreuth und der TU Clausthal mit dem Rechenzentrum der TU
Clausthal - in den letzten Jahren den "Informationsdienst
Wissenschaft" (idw) aufgebaut. Er ist eine
"Wissenschaftsnachrichtenagentur" im Internet, die Ihnen Experten
aus der Wissenschaft vermittelt und die Recherche in den Hochschulen
und Wissenschaftseinrichtungen erleichtert. Sie haben den Dienst sehr
gut angenommen und nutzen ihn mit zunehmender Tendenz. Im
abgelaufenen Jahr konnten wir Dank der Förderung durch das Bonner
Forschungsministerium den weiteren Ausbau des idw kräftig vorantreiben
und dessen Service erheblich verbessern. Im kommenden Jahr wird es
darauf ankommen, angesichts des bevorstehenden Endes der För-derphase,
dem idw eine stabile Basis für die Zukunft zu gießen, damit er auf
Dauer als Institution des Dialogs zwischen Öffentlichkeit und
Wissenschaft dienen kann. Wir danken Ihnen für Ihre Hilfe, und wir
erwarten und freuen uns auf Ihre Wünsche und Anregungen im kommenden
Jahr.

Für die RUB hoffe ich mit meinen Mitarbeitern auf Ihre weitere
publizistische Aufmerksamkeit auch im nächsten Jahr und wir freuen uns
auf eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Mit kollegialen Grüßen


Dr. Josef König
für das Team der Pressestelle



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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 700-2830, -3930
Fax: + 49 234 7094-136
Josef.Koenig@ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.rz.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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