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RUBIN 2/96 erschienen



Bochum, 29.11.1996
Nr. 223

Bricht das Eis fuer Muetter mit Beruf
Von passenden Implantaten und unpassenden Gaffern 
RUBIN - Wissenschaftsmagazin 2/96 in neuem Gewand 


Was sich Muetter in Deutschland wuenschen, um Arbeit und Familie
besser zu vereinen, spricht fuer sich. Ganz vorn liegen flexible
Kindergartenoeffnungszeiten und eine schulische Betreuung bei
Unterrichtsausfall. Mit dem Rechtsanspruch auf einen
Kindergartenplatz waechst jetzt das gesellschaftliche Interesse an
ausserhaeuslicher Kinderbetreuung - und die Forschung reagiert: Der
Finanzierung von Kinderbetreuung sind gleich zwei Projekte am
Lehrstuhl von Prof. Dr. Gert Wagner (Sozialpolitik und oeffentliche
Wirtschaft der RUB) gewidmet. Das Ergebnis, nachzulesen im soeben -
in neuem Gewand - erschienenen Wissenschaftsmagazin der
Ruhr-Universitaet Bochum, RUBIN 2/96: Eine bundesstaatliche
Finanzierung von Betreuungsgutscheinen koennte einen
bedarfsgerechten Markt fuer Kinderbetreuung im Vorschul- und
Schulalter schaffen. Die Detailprobleme fuer ein solches System
werden nun analysiert und die Finanzierungs- und
Verteilungsdimensionen mit Hilfe eines Mikro-Simulations-Systems
durchgerechnet.


Ein Exemplar erhalten Sie mit separater Post!


Industrielle Umsetzung sicherstellen

RUBIN 2/96 praesentiert wieder spannende Themen aus Wissenschaft und
Forschung. Eingeleitet wird das Heft diesmal von Prof. Dr.-Ing.
Helmut Ermert (Hochfrequenztechnik, Fakultaet fuer Elektrotechnik),
Sprecher des Arbeitskreises Biomedizinische Technik an der RUB. Er
macht deutlich, dass es zuerst einmal darum geht, die
unterschiedlichen Denk- und Arbeitsweisen der beteiligten Partner
aneinander anzupassen, bevor wissenschaftliche Hoechstleistungen in
der Biomedizinischen Technik moeglich werden koennen. Von
entscheidender Bedeutung ist die Sicherstellung der industriellen
Umsetzung der Ergebnisse. 

Zu den Beitraegen:

AErzte und Ingenieure entwickeln passgenaue Implantate

Gleich der erste zur Biomedizinischen Technik an der RUB: Weltweit
erstmals werden mit modernsten Computer Aided Design- und
Manufacturing (CAD/CAM)-Techniken ausgedehnte Schaedeldefekte
rekonstruiert. Die Praezision ist bislang unerreicht, und wenn die
Operation beginnt, liegt das passgenaue Implantat schon auf dem
Tisch. Erfolgreich kooperieren: PD Dr. med. Dr. med. dent. Harald
Eufinger, Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Egbert Machtens (Klinik fuer
Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie - Plastische Operationen),
Prof. Dr. med. Lothar Heuser (Institut fuer Radiologie und
Nuklearmedizin)und Prof. Dr. med. Albrecht Harders
(Universitaetsklinik fuer Neurochirurgie im Knappschaftskrankenhaus
Bochum-Langendreer) sowie Dipl.-Ing. Michael Wehmoeller, Prof.
Dr.-Ing. Wolfgang Massberg (Produktionssysteme und
Prozessleittechnik, Fakultaet fuer Maschinenbau) 

Wenn der Schlaf krank macht ...

Wenn wir schlafen, gehen im Gehirn die Lichter aus. Dieser Meinung
war noch um die Jahrhundertwende der Nobelpreistraeger Sir Charles
Scott Sherrington. Heute wissen wir, dass Schlaf ein aeusserst
wechselhafter, elektrophysiologisch definierbarer Zustand mit
unterschiedlichem Aktivitaetsniveau ist, der unter bestimmten
Voraussetzungen auch krank machen kann. Am Beispiel der
lebenswichtigen Funktion 'Atmung' haben dies untersucht: PD Dr. med.
Kurt Rasche, Dr. med. Marita Orth, Prof. Dr. med. Gerhard
Schulze-Werninghaus (Medizinische Klinik und Poliklinik, Abteilung
fuer Pneumologie, Allergologie und Schlafmedizin), Dr. med. Sylvia
Kotterba, Prof. Dr. med. Jean-Pierre Malin (Neurologische Klinik und
Poliklinik,  Bergmannsheil - Universitaetsklinik) Dr. med. H.-W.
Duchna, z.Z. Standford University, USA

OEkologisch bauen - Mode oder Wissenschaft

Die Umwelt schonen - oekologisch bauen, die Notwendigkeit steht
ausser Frage. Doch nicht allein den Bauherrn verunsichert das
Angebot teils kontroverser Baukonzepte. Zeitgemaesse Loesungen des
OEkologischen Bauens im Wohnungsbau unter dem Blickwinkel von
Baustoffauswahl und Energieeinsparung praesentieren Prof. Dr.-Ing.
Eckhard Reyer, Dr.-Ing. Wolfgang Willems, Dipl.-Ing. Christian
Flertmann (Fakultaet fuer Bauingenieurwesen, Lehrstuhl fuer
Baukonstruktionen, Ingenieurholzbau und Bauphysik). 

Champagner-Effekt in Natur und Technik

Bei zahlreichen technischen Prozessen werden Fluessigkeiten von
schadstoffbeladenen Gasen durchstroemt. Ziel ist die Reinigung des
Gases. Doch der Champagner-Effekt befoerdert mit feinsten
Fluessigkeitstropfen wieder einen Teil der unerwuenschten Fracht
zutage. Ingenieure der RUB entwickeln leistungsfaehige
Simulationswerkzeuge, mit deren Hilfe sich vielfaeltige
Transportprozesse bei gasdurchstroemten Fluessigkeiten analysieren
und quantifizieren lassen. Die Autoren: Dr.-Ing. Marco Koch, PD
Dr.-Ing. Udo Brockmeier, Dipl.-Ing. Christof Kortz, Dipl.-Ing. Joerg
Starflinger, Prof. Dr.-Ing. Hermann Unger, Dipl.-Ing. André
Vossnacke (Lehrstuhl fuer Nukleare und Neue Energiesteme, Fakultaet
fuer Maschinenbau)

Acht, sechs oder siebzehn Laender fuer die Republik

Mit der gescheiterten Laenderehe Berlin-Brandenburg ist die alte
Diskussion um neue Laender noch lange nicht vom Tisch. Noch immer
fehlt eine ausgewogene foederative Gebietsstruktur in Deutschland.
Die finanziellle Not von Bund und Laendern stellt den erforderlichen
Laenderfinanzausgleich in Frage. Die Wissenschaft ist aufgerufen,
den Politikern Loesungen anzubieten, die verfuegbar sind, wenn
politischer Handlungsdruck entsteht. Prof. Dr. Werner Rutz
(Geographisches Institut/Kulturgeographie) bietet drei Formationen
an: Optimal - eine Acht-Laender-Loesung, Maximal - eine
Sechs-Laender-Loesung, Grundsaetzlich anders - eine
Siebzehn-Laender-Loesung.

Damit aus Zuschauern Helfer werden

Ob bei Ungluecksfaellen oder Straftaten, zunehmend wird von
unterlassener Hilfeleistung und Gaffermentalitaet berichtet. Was
geht vor in sogenannten non-helping-bystandern? Wissenschaftler der
RUB sind dieser Frage nachgegangen und entwickeln Gedanken, wie zum
Helfen angeregt werden kann. Die Autoren: Prof. Dr. Hans-Dieter
Schwind, Dipl.-Psych. Birgit Gielen, Dipl.-Paed. Karin Roitsch
(Kriminologie, Strafvollzug und Kriminalpolitik, Juristische
Fakultaet)

Bezugsquellen 

RUBIN ist in den Universitaetsbuchhandlungen Brockmeyer und Schaten
sowie in der Pressestelle zum Preis von DM 5,_ erhaeltlich. 

Die neue RUBIN 2/96 koennen Sie ausserdem in wenigen Tagen im
Internet lesen unter der URL
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle/rubin/ 


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Mit freundlichen Gruessen 

Dr. Josef Koenig 
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum 
- Pressestelle - 
44780 Bochum 
Tel: + 49 234 700-2830, -3930
Fax: + 49 234 7094-136
Josef.Koenig@rz.ruhr-uni-bochum.de 

Schauen Sie doch bei uns mal rein: 
http://www.rz.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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