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"Vater" der Wellendigitalfilter wird 70



Bochum, 25.11.1996
Nr. 219

,Vater" der Wellendigitalfilter wird 70
Verfechter von AEsthetik und Eleganz in der Wissenschaft
RUB-Symposion fuer Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Alfred Fettweis


,Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhaelt" - im
Sinne dieser faustischen Formulierung sah Prof. Dr. sc. techn., Dr.
h.c. mult. Alfred Fettweis zeit seiner wissenschaftlichen Laufbahn
den technischen Fortschritt als Teil der kulturellen Entwicklung.
Dass Wissenschaft auch an Massstaebe der AEsthetik gebunden ist,
zeigte sich fuer ihn stets in einer sinnvollen Themenauswahl, an
Klarheit, Sauberkeit und Eleganz des Gedankenganges, der
Beweisfuehrung und der sprachlichen Gestaltung. Der weltweit als
,Vater" der modernen Wellendigitalfiltertechnik  anerkannte
Elektrotechniker vollendet nun sein 70. Lebensjahr. Aus diesem
Anlass laedt sein Nachfolger auf dem Lehrstuhl fuer
Nachrichtentechnik, Prof. Dr.-Ing. Hans Dieter Fischer, zu einem
Symposium ein - Freitag, 29. November 1996, 14 Uhr, Hoersaal HIC. 

Gaeste und Medien sind herzlich willkommen, Programm siehe unten.

25 Jahre Prof in Bochum

Von 1967 bis 1992 hatte Prof. Fettweis in der RUB den Lehrstuhl fuer
Nachrichtentechnik an der Fakultaet fuer Elektrotechnik inne. Fuer
sein umfangreiches wissenschaftliches Werk wurden ihm zahlreiche
nationale und internationale Preise und Ehrungen zuteil. Dazu
gehoeren unter anderem drei auslaendische Ehrendoktorwuerden, Rufe
an angesehene Hochschulen des Auslandes, aber auch die
Mitgliedschaft in der Rheinisch-Westfaelischen Akademie der
Wissenschaften.

Bahnbrechende Erfindungen

Prof. Fettweis ist weltweit anerkannt als Vater der bahnbrechenden
Technik der Wellendigitalfilter. Fuer seine wissenschaftlichen
Leistungen im Bereich der Nachrichtentechnik, Netzwerktheorie und
Signalverarbeitung sowie fuer seine Erfindungen der
Wellendigitalfilter, Schalter-Kondensator-Filter und anderer Systeme
der Nachrichtentechnik wurde er von vielen internationalen
Institutionen geehrt. Wellendigitalfilter stellen eine Klasse von
Digitalfiltern mit besonders guenstigen Eigenschaften dar. Sie sind
traditionellen Filtern aus den klassischen Bauelementen der
frueheren Nachrichtentechnik nachgebildet und werden mit Hilfe
moderner integrierter Digitalschaltungen betrieben.
Wellendigitalfilter sind inzwischen Bestandteil vieler wichtiger
technischer Produkte, sie werden insbesondere in moderne digitale
Nachrichtennetze wie ISDN eingebaut.

Biographisches

Alfred Fettweis wurde am 27. November 1926 in Eupen (heute Belgien)
geboren. Von 1946 bis 1951 studierte er Elektrotechnik an der
Universitaet Loewen, Belgien, und erhielt dort sein Diplom als
,Ingenieur civil electricien". Bereits waehrend seiner
,Industriejahre" von 1951 bis 1963 erhielt er die Gelegenheit, auf
dem Gebiet der Nachrichtentechnik zu arbeiten. Aus diesem Fachgebiet
ging auch seine Doktorarbeit hervor, mit der er 1963 an der
Universitaet Loewen zum ,docteur en sciences appliquees" promoviert
wurde. 1967 wurde Fettweiss ord. Professor fuer Nachrichtentechnik
an der Fakultaet fuer Elektrotechnik der RUB, die er mit aufbaute.
In 25 Jahren Zugehoerigkeit hat er sich unermuedlich fuer die RUB
eingesetzt: u.a. als Dekan, als Mitglied der Kommission fuer
Forschung, als Vertreter in der Fulbright-Kommission, als
Vertrauensdozent der Studienstiftung des Deutschen Volkes, usw., und
so auch international massgeblich zum Ansehen seiner Fakultaet
beigetragen.

Programm

14.00 Uhr, Prof. Dr.-Ing. Hans Dieter Fischer, Begruessung 

14.10 Uhr, Prof. Dr. Peter Moebius (PFI Dresden), ,Ausbreitung
    und UEberlagerung nichtlinearer Wellen"

15.50 Uhr, Prof. Dr. techn. Josef A. Nossek (TU Muenchen),
    ,UEber die Rolle der Verlustlosigkeit in Schaltungstechnik
    und Signalverarbeitung"

16.25 Uhr, Prof. Dr.-Ing. Anton Kummert (Universitaet GHS
    Wuppertal), ,Intuition und Verantwortung - Leitmotive des
    erfolgreichen Wirkens als Chef, Lehrer und Forscher"

17.00 Uhr, Vorfuehrung: ,Simulation zur Ausbreitung und
    UEberlagerung nichtlinearer Wellen" (Raum: IC 5/161) 


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Mit freundlichen Gruessen 

Dr. Josef Koenig 
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum 
- Pressestelle - 
44780 Bochum 
Tel: + 49 234 700-2830, -3930
Fax: + 49 234 7094-136
Josef.Koenig@rz.ruhr-uni-bochum.de 

Schauen Sie doch bei uns mal rein: 
http://www.rz.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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