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Konzertorgel f^nr die RUB



Bochum, 26.09.1996
Nr. 174

Ein Traum wird endlich wahr!
Eine Konzertorgel für das Audi max
RUB zieht bald an 82 Registern mit 6400 Pfeifen


Eine Konzertorgel soll die Attraktivität des Audi max der RUB als
Veranstaltungssaal erhöhen. Die RUB hat dazu die Fa. Orgelbau Klais
(Bonn) beauftragt. Die viermanualige Orgel mit 82 Registern und ca.
6400 Pfeifen - in Dimension und Ausstattung einmalig im Ruhrgebiet -
soll erstmals im Herbst 1998 erklingen. Sie wird für Konzerte des
Chors und Orchesters der RUB, der regelmäßig im Audi max auftretenden
Bochumer Symphoniker, an den Bochumer Orgeltagen sowie für
Solokonzerte von namhaften Interpreten  genutzt werden.

Mit Hilfe von Stiftungen und Spenden

Bereits die Konzeption des Audi max  als Stätte von Kongressen,
Tagungen und kulturellen Veranstaltungen sah den Einbau einer
Konzertorgel vor. Dieser unterblieb dann aus Kostengründen. Nun
konnte weitgehend mit Hilfe von Stiftungen und Spenden (Sparkasse
Bochum, Stiftung für Kultur und Wissenschaft der Sparkasse Bochum
und Gesellschaft der Freunde der RUB) die Finanzierung eines rund
2,7 Mio DM teuren Instruments gesichert werden. Rektor und Kanzler
der RUB sind zuversichtlich, daß der Restbetrag von 550.000 DM bis
zur Fertigstellung durch weitere Stiftungen bzw. Spenden oder
sonstige Einnahmen gedeckt ist.

International renommierter Orgelbauer

Den Zuschlag für die Orgel erhielt der international renommierte
Orgelbauer Johannes Klais (Bonn), nachdem ein kleine Kommission fünf
Angebote von vier Orgelbauern geprüft, mehrere Orgelstätten
besichtigt und der Elektrotechniker Prof. Dr. Jens Blauert, die
Akustik im Audi max simuliert hatte. Grundlage für die Angebote war
eine Disposition Organisten Bernhard Buttmann, der als von der RUB
beauftragter Sachverständiger auch den Bau der Orgel begleiten wird.
Der Auswahlkommission gehörten an: Kanzler Dr. Bernhard Wiebel,
Fritz Bahlo (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Bochum und
Stellvertretender Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde der
RUB), Dr. Hans Jaskulsky  (Universitätsmusikdirektor der RUB, UMD),
Bernhard Buttmann (Organist der Christus-Kirche); sie wurden
unterstützt vom staatlichen Bauamt und dem Audi max-Architekten
(Architektenbüro Hentrich, Petschnigg und Partner, Düsseldorf).

9,5x11 m und 30 Tonnen

Eingebaut wird von Klais, der bereits vergleichbare Orgeln in der
Kölner Philharmonie, in Bad Säckingen und in Kyoto (Japan) errichtet
hat, zwischen April und September 1998 in das südliche Oval des
großen Saals im Audi max die viermanualige Konzertorgel mit 82
Registern, ca. 6400 Pfeifen und zwei voneinander unabhängigen
Spieltischen: einem mechanischen Spieltisch unmittelbar an der Orgel
und einem elektrischen Spieltisch, mit dem die Orgel aus der
Orchestermitte bespielt werden kann. Auch mit ihrer Dimension von 9,5
m Breite, 11 m Höhe und 4 m Tiefe sowie einem Gewicht von knapp 30
Tonnen wird die Orgel im Audi max der RUB nichts Vergleichbares im
Ruhrgebiet finden.

Symphonische Musik des 19. und 20. Jahrhunderts

Damit entsteht in Bochum ein vielseitig verwendbares Instrument, das
Orgelmusik in ihrer stilistischen Vielfalt - mit Schwerpunkt im
Bereich der symphonischen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts -
angemessen wiedergeben kann. UMD Dr. Jaskulsky, der als Kustos für
die sinnvolle Nutzung des Instruments die Verantwortung übernehmen
wird, plant universitäre Veranstaltungen mit orchesterbegleiteten
Orgelkonzerten (mit dem Collegium instrumentale und dem
Universitätsorchester) und die Verwendung der Orgel für
chorsymphonische Werke - als Generalbaßinstrument in Kantaten bis zum
Einsatz bei Chorsymphonien. In Zusammenarbeit mit Buttmann soll eine
Konzertreihe konzipiert werden, in der die internationale
Organistenelite in Soloabenden zu hören sein wird.

Einbau wissenschaftlich begleitet

Wissenschaftlich begleitet wird die Entstehung der Orgel von der
Konzeption bis zur endgültigen Fertigstellung und den ersten
Konzerten von Prof. Dr. Christian Ahrens (Musikwissenschaftliches
Institut, Fakultät für Geschichtswissenschaft der RUB) und seinen
Studierenden. Sie werden in Zusammenarbeit mit Prof. Blauert auch
die akustischen Besonderheiten des neuen Instruments messen und
analysieren. Am Ende wird eine Dokumentation für die allgemeine und
die Fach-Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, in der die
Besonderheiten der Disposition von Buttmann mit neuesten
wissenschaftlichen Methoden festgehalten sind.


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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 700-2830, -3930
Fax: + 49 234 7094-136
Josef.Koenig@rz.ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.rz.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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