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ELFI - der Weg zu Forschungsmitteln



Bochum, , 15.08.1996
Nr. 146

ELFI weist den Weg zum Geld
Wissen fuer Wissenschaftler ueber Forschungsmittel
In der RUB ensteht eine zentrale elektronische Servicestelle


Ohne Geld laeuft auch in der Forschung nichts.  Wissenschaftlern den
Weg zur Foerdermitteln weist bald ELFI (fuer ,ELektronische
ForschungsfoerderInformationen"), eine neue Servicestelle fuer
elektronische Forschungsfoerderinformationen. Sie entsteht derzeit
als Pilotprojekt in der Beratungs-und Informationsstelle
Forschungsfoerderung an der RUB (BIF) im Auftrag des
Bundesforschungsministeriums (BMBF, Bonn) und mit Unterstuezung des
DFN-Vereins (Verein zur Foerderung des Deutschen Forschungsnetzes,
Berlin). Das auf zwei Jahre angelegte Projekt der BIF zusammen mit
der GMD - Forschungszentrum fuer Informationstechnik (Sankt Augustin
bei Bonn) soll den fuer die Beratung in der Forschungsfoerderung
Taetigen an deutschen Hochschulen und oeffentlich gefoerderten
Forschungseinrichtungen eine zentrale elektronische Anlaufstelle
sein.

Knappe Kassen machen erfinderisch

In Zeiten knapper Haushaltsmittel ist die Einwerbung von
Drittmitteln ein bedeutender Faktor fuer den Erhalt der
Forschungfaehigkeit in den Hochschulen. Mit der zunehmenden Nutzung
elektronischer Informationsmedien wie dem WWW seitens der
Wissenschaft, aber auch der Foerderer, ist es schwierig, den
UEberblick ueber aktuelle Foerdermoeglichkeiten zu behalten. Niemand
hat mehr die Zeit, regelmaessig ueber mehr als 50 WWW-Server zu
suchen, ob neue Dokumente mit Foerderbezug aufgelegt worden sind.
Diese Arbeit soll von ELFI zentral erledigt werden. Die
Forschungsreferenten, und in einer spaeteren Ausbaustufe auch die
einzelnen Wissenschaftler, werden per elektronischer Post und einer
persoenlichen WWW-Seite ueber die Neuerungen und AEnderungen
informiert. Das zu erstellende System besteht aus fuenf
Hauptkomponenten:

Von Internet-Agenten ... 1. Internet-Agent: das sind kleine
Programme, die selbstaendig das Internet (genauer: Teile des
Internets) in regelmaessigen Abstaenden erkunden, um neue oder
geaenderte Informationen ueber Forschungsfoerderung zu suchen. Der
Agent liefert die gesammelten Informationen direkt an den
ELFI-Rechner, wo die Informationen weiterverarbeitet werden. 

... in Katalogen ...

2. Katalogisierung: Saemtliche eingegangene Daten werden
halbautomatisch katalogisiert. Dieser Vorgang ist analog zur
Erstellung eines maschinenlesbaren Aufklebers. Auf diesem Aufkleber
werden die wichtigsten Informationen vermerkt wie Foerderer,
Abgabefrist fuer Antraege, Art der Foerderung, Fachgebiete. 

... und Sucharchiven ...

3. Sucharchiv: Die durch den Internet-Agenten auf den lokalen
Rechner kopierten Daten und mit Kategoriemerkmalen versehenen Daten
werden als Volltextbasis indiziert. Zusammen mit den
Kategorieangaben der Aufkleber haben Wissenschaftler und
Multiplikatoren die Moeglichkeit, gezielt nach Foerdermoeglichkeiten
zu suchen. 

... mit individuellen Informationsprofilen ...

4. Information der Nutzer ueber Foerdermoeglichkeiten: Jedem Nutzer
ordnet ELFI ein persoenliches Informationsprofil zu. Der Nutzer hat
die Moeglichkeit anzugeben, ueber welche Foerdermittelgeber oder
Foerderarten er informiert werden moechte. Nachwuchswissenschaftler
interessieren sich z.B. nur fuer Dissertationsauszeichnungen und
Stipendien, andere moechten diese Foerderarten nicht sehen. Ein
Multiplikator betreut an seiner Fachhochschule z.B. nur
ingenieurwissenschaftliche Forschungsgebiete. Ihn werden
Ausschreibungen aus dem geisteswissenschaftlichen Sektor nicht
interessieren. So kann jeder Nutzer seinen Bedarf an Informationen
angeben. 

... persoenlichen Nutzerseiten ...

Dieses Profil dient ELFI dann, um den Nutzer zielgenau ueber neue
oder geaenderte Foerderdokumente zu informieren, per elektronischer
Post: Der Nutzer wird in selbst gewaehlten Abstaenden (taeglich,
woechentlich, jeden Monat, etc.) mit einer Kurzzusammenfassung ueber
die Neuerungen informiert; oder durch die persoenliche Nutzerseite:
Hier findet der Nutzer die seinem Profil entsprechende Liste der
neuen Eintraege. Es wird vermerkt, welche Informationen noch nicht
gelesen wurden, um auf einen Blick die noch unbekannten Dokumente
erkennen zu koennen. Ein Urlaub des Nutzers macht diesem System
keine Probleme, da es sich das Datum des letzten Zugriffs merkt und
dementsprechend die etwas aelteren Daten ebenfalls zur Anzeige
bringen kann. Der Nutzer klickt sich dann von der Liste bis zum
Aufkleber durch, von wo aus er direkt auf das Originaldokument ueber
einen WWW-Link zugreifen kann.

... und wen ELFI alles (*) begleitet

5. Begleitende ELFI-Aktivitaeten: Da in kuerzerer Zeit nicht alle
Foerderinformationen in den elektronischen Netzen zur Verfuegung
stehen werden, ist es unumgaenglich, Papierausschreibungen einzelner
Foerderer zu scannen und dann in elektronischer Form dem System
bereitzustellen. Auch hier besteht ein erheblicher personeller
Aufwand. Es werden enge Kontakte mit den Foerdermittelgebern
gepflegt, um das Zusammenspiel zwischen den WWW- Seiten des
Foerderers und ELFI zu optimieren. 


(*) auch noch kostenlos!

In der zweijaehrigen Pilotphase soll Multiplikatoren und
Wissenschaftlern deutscher Hochschulen sowie oeffentlich
gefoerderter Forschungseinrichtungen ein kostenfreier Zugang zu ELFI
gewaehrt werden. Das Projekt ist ein Beispiel fuer einen neuartigen,
nutzerorientierten Fachinformationsdienst im Internet.

Weitere Informationen 

Dr. Elmar Schalueck, Beratungs- und Informationsstelle
Forschungsfoerderung (BIF), Ruhr-Universitaet Bochum, FNO 215, 44780
Bochum, Tel.: 0234/700-4840, Fax: 0234/7094-194, Email:
Elmar.Schalueck@rz.ruhr-uni-bochum.de, WWW:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/rub-bif/elfi/elfi.html 


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Mit freundlichen Gruessen 

Dr. Josef Koenig 
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum 
- Pressestelle - 
44780 Bochum 
Tel: + 49 234 700-2830, -3930
Fax: + 49 234 7094-136
Josef.Koenig@rz.ruhr-uni-bochum.de 

Schauen Sie doch bei uns mal rein: 
http://www.rz.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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