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Workshop "Sexualitaet und Gesundheit"



Bochum, 10.06.1996
Nr. 100

Aids und Afrika
Gesundheit und soziale Lage in Deutschland
Internationaler Workshop ,Sexualitaet und Gesundheit 


Seit einigen Jahren waechst die Erkenntnis, dass die sozialen,
politischen und oekonomischen Aspekte von Gesundheit genauso wichtig
sind wie die medizinischen und biologischen. Um zum Beispiel die
Verbreitung von Aids in Afrika und der ganzen Welt oder die
besonderen Gesundheitsprobleme von Migranten/innen verstehen und die
Ansteckungsraten verringern zu koennen, muessen Gesundheitsfragen in
einen weiteren Kontext gestellt werden. So beruehren auch
Geschlechtsunterschiede als ein entscheidendes Element der sozialen
Existenz viele Aspekte von Krankheit. Dieser Zusammenhang ist Thema
des Workshops ,Sexuality and Health - International Feminit
Approaches" (,Sexualitaet und Gesundheit - Internationale
Feministische Ansaetze") an der RUB (14. Juni 1996, 10-17 h,
Universitaetsverwaltung, Senatssaal, UV 3/310). Veranstalter sind
die Internationale Gastprofessur fuer Frauenforschung der RUB, das
Forschungsinstitut fuer Arbeiterbildung, Recklinghausen, und die
Gleichstellungsstelle der Stadt Bochum. Die Medien sind herzlich
willkommen. Programm siehe unten.

Aids - Frauen und Maenner

Die derzeitige Gastprofessorin der RUB, Patricia McFadden, wird als
Hauptreferentin des Workshops drei getrennte, aber eng
zusammenhaengende Aspekte analysieren: Geschlecht, Sexualitaet und
Aids. Ziel ist es, jede dieser Kategorien in seiner spezifischen
Auswirkung auf Frauen und Maenner im afrikanischen Kontext zu
verstehen.

Gesundheit als soziales Problem in Deutschland

Petra Kolip, die zweite Hauptreferentin von der Fakultaet von der
Universitaet Bielefeld, wird Gesundheit als soziales Problem
analysieren, indem sie die unterschiedliche Entwicklung in den alten
und neuen Bundeslaendern vergleicht.

Von Ethnomedizin bis rund um die Geburt

Am Nachmittag werden vier Gesundheitsprojekte vorgestellt: - Das
ethnomedizinische Zentrum in Hannover versteht sich als ,Mittler
zwischen den Kulturen": Mitarbeiter/innen im deutschen Sozial- und
Gesundheitssystem werden zunehmend mit Hilfesuchenden aus anderen
Kulturkreisen konfrontiert. Doch oft koennen sie den spezifischen
Anforderungen vieler EinwanderInnen nicht gerecht werden. Diese
Einrichtung stellt praktische psychologische und sozialmedizinische
Hilfen zur Verfuegung, um der Fehlversorgung von Migranten/innen
entgegenzuwirken. - Das Projekt TAMPEP (Transnational AIDS/STD
Prevention Among Migrant Prostitutes in the European Community
Project) in Hamburg wurde auch in Holland, Italien und OEsterreich
gestartet. Das Projekt beraet im Ausland geborene Prostituierte und
forscht ueber die Besonderheiten der Migrationsprozesse in der
Prostitution als europaeische Realitaet. - Die Internationale
Frauenkontakt- und Beratungsstelle (MONA) hier vor Ort in Bochum
besteht bereits seit 10 Jahren. Sie sehen in ihrer Arbeit einen
oeffentlichen Beitrag gegen Frauen- und Fremdenfeindlichkeit. - Die
ebenfalls in der Region beheimatete Kontakt- und Beratungsstelle
rund um die Geburt in Recklinghausen bieten Frauen und Paaren eine
ganzheitliche Betreuung von der Schwangerschaftsvorsorge bis zur
psychologischen Begleitung unter einem Dach. 

Gemeinsame Diskussion

Zum Ausklang des Workshops  diskutieren die 6 Referentinnen zentrale
wissenschaftliche und politische Fragen zum Thema Gesundheit als
soziales Problem noch einmal in einer Podiumsrunde.

Programm

10.00 h, Einfuehrung, Brigitte Hasenjuergen, RUB 

10.30 h, Patriarchat, Sexualitaet und AIDS in Afrika, Patricia
McFadden, SAPES Harare, z.Zt. Gastprofessorin an der
Ruhr-Universitaet Bochum

11.45 h,  Gesundheit und soziale Lage in West- und Ostdeutschland,
Petra Kolip, Fakultaet fuer Gesundheitswissenschaften, Universitaet
Bielefeld

14.00 h, Warum Ethno-Medizin in der Bundesrepublik Deutschland, Seher
Sahin, Ethno-M-edizinisches Zentrum, Hannover 

14.30 h,  AlDS-Praevention unter migrierten Prostituierten, Iskra,
Kjossev, Amnesty for Women, Projekt TAMPEP, Hamburg

15.15 h,  Migration und Gesundheit, Lolita Agatep-Foy, MONA,
Internationale Frauenkontakt- und Beratungsstelle in Bochum

15.45 h, Rund um die Geburt, Ulrike Michel, Kontakt- und
Beratungsstelle in Recklinghausen

16.15 h, Gesundheit als soziales Problem, Podiumsdiskussion mit
allen Referentinnen, Leitung: llse Lenz, RUB

17.00 Ende des Workshops

Weitere Informationen 

Brigitte Hasenjuergen, Internationale Gastprofessur fuer
Frauenforschung der RUB, Ruhr-Universitaet Bochum, 44780 Bochum,
Tel. 0234/700-2267, Fax: 0234/7094-112




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Mit freundlichen Gruessen 

Dr. Josef Koenig 
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum 
- Pressestelle - 
44780 Bochum 
Tel: + 49 234 700-2830, -3930
Fax: + 49 234 7094-136
Josef.Koenig@rz.ruhr-uni-bochum.de 

Schauen Sie doch bei uns mal rein: 
http://www.rz.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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