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Erste Y-Prothese in laparoskopischer Operation
Gefäßchirurgie jetzt auch durchs Schlüsselloch
RUB-Chirurgen entwickeln neue Operationstechnik

Tief im Bauchraum teilt sich die Hauptschlagader (Aorta) in zwei
Arterien, die das rechte und das linke Bein mit Blut versorgen.
Droht an dieser Stelle ein arteriosklerotischer Gefäßverschluß, dann
hilft oft nur noch die Y-Prothese und damit zugleich ein großer
Eingriff am offenen Bauch. Sieben kleine Einstiche genügen jetzt den
Gefäßchirurgen der Chirurgischen Universitätsklinik der RUB am St.
Josef-Hospital Bochum (Direktor: Prof. Dr. Volker Zumtobel). Dort
wurde am 12. Februar 1996 Medizingeschichte geschrieben: Erstmals
wurde eine Y-Prothese auf laparoskopischem Wege eingesetzt. Ein
entsprechender Eingriff - jedoch mit einer anderen Technik und nicht
vollständig durch Laparoskopie - ist nur aus den USA bekannt.

Großer Eingriff - kleine Narben

Erst ein Schnitt vom Brustbein bis zum Schambein gestattete bislang
ausreichenden Zugang zu den tiefliegenden Gefäßen. Doch die große
Wunde belastet die Patienten; nicht selten sind Wundschmerzen,
Darmträgheit oder Nar-benbruch die Folgen. An der Chirurgischen
Universitätsklinik der RUB wurde jetzt ein minimal-invasives
Operationsverfahren entwickelt, das Gefäß-operationen im Bauch- und
Beckenraum ohne große Wundflächen ermöglicht. Zum Einsatz kommt
dabei die in der Gallenwegschirurgie gebräuchliche laparoskopische
Operationstechnik: Eine Videokamera wird in die Bauchhöhle
eingebracht, deren Bilder auf einen Monitor projiziert werden. Die
Gefäßoperation wird mit Spezialinstrumenten im Inneren der
Bauchhöhle durchgeführt und entspricht der Operationstechnik der
offenen Vorgehensweise (Gefäße abklemmen, nähen usw.).

Zuvor Wirbelsäulen-OP und sieben Bypässe durchs Schlüsselloch

Auf dem Gebiet der Gefäßchirurgie konnten die Bochumer Chirurgen auf
ihren Laparoskopie-Erfahrungen aus anderen Operationen aufbauen. Im
vergangenen Jahr gelang am St. Josefs-Hospital Bochum erstmals in
Europa eine laparoskopische Wirbelsäulenoperation.
Laparoskopiespezialist PD Dr. med. Matthias Kemen und Gefäßchirurg
Dr. med. Achim Mumme operierten mit der neuen Technik bislang sieben
Bypässe im Bauch- und Beckenraum. Die Implantation einer Y-Prothese
durch Laparoskopie ist der bisherige Höhepunkt und zugleich eine
medizinische Sensation. Durch sieben kleine Schlitze (je 0,5 bis 1
cm lang) werden Kamera, Gefäßklemmen, Sauger, Nadel, Pinzette und
schließlich die Prothese selbst eingeführt. Das neue
Therapieverfahren verringert das Operationstrauma, die Patienten
erholen sich schneller und können im Regelfall fünf Tage nach dem
Eingriff das Krankenhaus verlassen.

Laparoskopische Gefäßchirurgie: Ein Anfang ist gemacht...

Laparoskopische Operationen werden mittlerweile routinemäßig in der
Gal-lenwegschirurgie, der Hernienchirurgie und bei speziellen
Eingriffen an der Speiseröhre durchgeführt, umstritten ist diese
Technik bei Blinddarmoperationen. Ein Anfang ist nun auch in der
Gefäßchirurgie gemacht. Ob sich das Verfahren hier etablieren kann,
wird erst die Zukunft zeigen.

Weitere Informationen

PD Dr. med. Matthias Kemen, Dr. med. Achim Mumme, Chirurgische
Universitätsklinik der RUB am St. Josef-Hospital Bochum, Tel.:
0234/509-2210, Fax: 0234/509-2211











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Mit freundlichen Gruessen

Dr. Josef Koenig
RUB - Ruhr-Universitaet Bochum
- Pressestelle -
44780 Bochum
Tel: + 49 234 700-2830, -3930
Fax: + 49 234 7094-136
Josef.Koenig@rz.ruhr-uni-bochum.de

Schauen Sie doch bei uns mal rein:
http://www.rz.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle

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